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Die bürgerlich-demokratische Revolution 1848/49

Die bürgerlich-demokratische Revolution war ein europäisches Ereignis, das in Frankreich im Februar 1848 seinen Ausgang genommen hatte. Seitdem politisierten sich die Menschen und demonstrierten für demokratische Reformen in Militär und Justiz, für Pressefreiheit, ein Parlament des Volkes, nationale Einheit und die Abschaffung der Monarchie. Im März 1848 kam es in Berlin zu blutigen Straßenschlachten, bei denen das Militär siegte. Die Bewegung brachte zwar noch keinen Durchbruch für die Demokratie, bereitete jedoch den Entwicklungen der kommenden Jahrzehnte den Weg: der Einheit Deutschlands und dem konstitutionellen Verfassungsstaat in Preußen.

Die Revolution von 1848/49 ist zentral für die deutsche Demokratie- und Nationalstaatsgeschichte. Sie gilt als Meilenstein der deutschen Demokratie und des deutschen Nationalstaats und ist Bezugspunkt für die Verfassungen der Weimarer Republik und der Bundesrepublik. Zugleich steht 1848 für das Scheitern der Demokratiebewegung und das Wiedererstarken der Monarchie.

10.07.2023