Hanseakademie startet ins Sommersemester 2026
Lust auf Lernen, Bildung und Diskussionen in unkomplizierter, nicht schulischer Atmosphäre mit netten Menschen? Dann sind die Veranstaltungen der Hanseakademie genau das Richtige.
Themen aus Geschichtswissenschaft, Literatur und Philosophie
Ab Dienstag, 21. April 2026, bietet die Hanseakademie in Attendorn für das Sommersemester ein Programm aus drei Vorlesungsreihen an. Das neue Programm bietet eine abwechslungsreiche Mischung aus Geschichtswissenschaft, Literatur und Philosophie – vermittelt in einer offenen, nicht schulischen Atmosphäre.
Das Besondere an der Hanseakademie: Es gibt weder Teilnahmevoraussetzungen noch Prüfungen. Das Angebot richtet sich an Menschen aller Generationen, die Freude am Lernen und am Austausch mit anderen haben. Die Veranstaltungen finden jeweils dienstags im Bürgerhaus Alter Bahnhof statt – die jeweils erste Vorlesung beginnt um 15:30 Uhr, die zweite um 17:15 Uhr und endet um 18:45 Uhr.
Von mittelalterlichen Kathedralen bis zur Graphic Novel
Zum Auftakt widmet sich Prof. Dr. Rainer Elkar der Kulturgeschichte bedeutender Bauwerke des Mittelalters. Im Zeitraum vom 8. bis zum 15. Jahrhundert entstanden in Europa eindrucksvolle Bauten, in denen christliche, jüdische und muslimische Einflüsse miteinander verschmolzen – insbesondere in den Stilrichtungen der Romanik und Gotik. In fünf Vorlesungen stellt der Historiker mit Schwerpunkt Wirtschafts- und Sozialgeschichte diese Entwicklung von Burgen bis hin zu städtischen Repräsentationsbauten anschaulich dar.
Im Anschluss nimmt die Romanistin Dr. Isabel Maurer Queipo die Teilnehmenden mit auf eine zehnteilige Reise durch Literatur und Malerei. Im Mittelpunkt stehen die vielfältigen Beziehungen zwischen Text und Bild – von der antiken Ekphrasis über Buchillustrationen von Albrecht Dürer und Salvador Dalí bis hin zu modernen Graphic Novels und Malerromanen.
Grenzen der Vergebung
Ab Ende Mai rückt ein zentrales Thema der Philosophie in den Fokus: Prof. Dr. Michael Bongardt, Professor für Anthropologie, Kultur- und Sozialphilosophie, beschäftigt sich mit den „Möglichkeiten und Grenzen von Vergebung“. Ausgangspunkt sind Überlegungen der Politikwissenschaftlerin Hannah Arendt sowie die Erzählung „Die Sonnenblume“ von Simon Wiesenthal. In fünf Sitzungen wird der Frage nachgegangen, ob es Schuld gibt, die jenseits aller Vergebung liegt – und welche Antworten unterschiedliche Denker darauf geben.
Das Sommersemester endet am 23. Juni 2026.
Organisatorisches und Zusatzangebote
Für die Teilnahme wird ein Semesterbeitrag von 100 Euro erhoben. Ein besonderer Vorteil: Teilnehmende können zusätzlich kostenlos und ohne Anmeldung die Veranstaltungen der Mittwochsakademie in Olpe und Siegen besuchen.
Anmeldungen sind bei der Hansestadt Attendorn direkt mit dem Online-Formular zur Anmeldung Hanseakademie oder bei Veronika Hamm (E-Mail: sozialamt@attendorn.org und Tel.: 02722 64-106) möglich. Die Hanseakademie ist ein gemeinsames Bildungsprojekt der Universität Siegen und der Hansestadt Attendorn.