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Eckstein

Das Werk „Eckstein II“ stammt von dem Künstler Volker Schnüttgen, der 1961 in Attendorn geboren wurde.

Es handelt sich um eine Arbeit, die im Jahr 2001 entstanden ist. Ein ähnlicher Stein befindet sich in der Eingangshalle des Landeskirchenamtes der Evangelischen Kirche von Westfalen in Bielefeld, wo das Originalwerk den Titel „Eckstein“ trägt. Das Pendant, „Eckstein II“, ist in der Erlöserkirche in Attendorn aufgestellt. Beide Werke beziehen sich auf den biblischen Vers aus Psalm 118, Vers 22: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden.“ Schnüttgen greift mit seiner Arbeit dieses Motiv auf und verleiht dem Symbol des verworfenen, doch tragend gewordenen Steins eine künstlerische und geistliche Ausdrucksform.

Zum Künstler

Volker Schnüttgen wurde 1961 in Attendorn geboren, 1980 Abitur am Rivius Gymnasium Attendorn. Danach folgte der Zivildienst in der OT Grevenbrück. Bereits während der Zeit am Gymnasium machte er im Atelier des Bildhauers Karl Josef Hoffmann erste Erfahrungen mit der Bildhauerei.
Ab 1982 studierte er an der Hochschule für Künste Bremen. 1989 schloss er sein Studium mit dem Diplom Freie Kunst, Fachbereich Plastik, ab. 1989/90 vertrat er seine Hochschule bei der „Europäischen Biennale Junger Kunst - Germinations V“ (Museé St. Pierre - Art Contemporain, Lyon; Grote Kerk, Breda; Frauenmuseum, Bonn)
1992/93 erhielt er ein Stipendium des Portugiesischen Außenministeriums. Im Anschluss ließ er sich als freischaffender Künstler in Sintra, Portugal, nieder.
1999 wurde er mit dem Kulturpreis des Kreises Olpe ausgezeichnet.
2004 erhielt er ein Studienstipendium der Stiftung Calouste Gulbenkian für computergestütztes Modellieren an der Cimdata.de Akademie für Neue Medien in Berlin. 2008 erwarb er seinen Master of Arts an der Fakultät für Bildende Künste der Universität Porto. Von 2010 bis 2016 lehrte er an der selben Fakultät im Fachbereich Skulptur als Gastdozent.
Zwischen 2008 und 2011 realisierte er in Koproduktion mit dem Berliner Tanzkollektiv Laborgras das multimediale Projekt „Habitat“, welches 2010 im Radialsystem V in Berlin uraufgeführt wurde.
2009 lud ihn das Goethe-Zentrum Maputo / Mozambik zur Teilnahme am Künstlerworkshop „Reencontro II“ ein. 2011 organisierte er unter Mitarbeit des Künstlerbundes Südsauerland den Workshop Reencontro III. Mozambikanische und heimische Künstler arbeiteten vier Wochen lang gemeinsam im Attendorner Bahnhof in einem offenen Atelier.
Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen und Portugal. Beteiligungen an Bildhauersymposien sowie Arbeiten im öffentlichen Raum und öffentlichen Sammlungen in Deutschland, Iran, Mozambik, Portugal, Spanien und Schweden.

Alle Stationen des Skulpturenwegs auf einen Blick