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Schlussbemerkungen

In der Stadt Attendorn gibt es einige Betriebe, Handwerker oder Einzelhändler, die schon vielen Generationen unserer Vorfahren ihre Dienste angeboten haben. Als erstes fällt mir da der Webstuhl der Familie Brake ein, der die Jahreszahl 1727 trägt und damit eine lange Familientradition (1) bezeugt.

Anmerkung (4): Zum Namen Brake fand ich noch das Folgende: Dr. K. Linnertz verfasste ein Handbuch zum Thema "Unsere Familiennamen. Zehntausend Berufsnamen im ABC erklärt", das 1940 in zweiter Auflage im Dümmler-Verlag, Bonn und Berlin, erschien. Dort lesen wir unter dem Stichwort "Braker": Flachsbrecher, zu nd. braken, englisch to brake, Flachs, Hanf brechen; ndl. vlaasbraak, Flachsbreche; vgl. Brechenmacher. Offensichtlich waren der Beruf des Leinewebers und des zuarbeitenden Flachsbrechers schon beim Entstehen der Hausnamen im Mittelalter in der Familie Brake heimisch, ja sogar namengebend. Die Familie Brake scheint im 18. Jahrhundert in Attendorn ansässig geworden sein.

Seit 1950 ist er ein Ausstellungsstück im Museum, in direkter Nachbarschaft zu dem Wäschehaus. - Im Siebenjährigen Krieg war Attendorn von den Franzosen besetzt und deren Anführer, der Prinz von Soubise, logierte 1759 im Rauch. So hat es Brunabend 1878 überliefert.- Auch die Löwen-Apotheke steht da nicht nach. Am 27.02.1792 erteilte Kurfürst Max Franz von Köln das kurfürstliche Privileg zur Errichtung einer Apotheke und immer noch wird sie von der Familie mit Erfolg am gleichen Standort betrieben.Der Blechschläger Anton Bischoff fertigte 1808 die "Lüchte" der Kölner Poorte und weiterhin bieten seine Nachkommen, inzwischen in achter Generation, ihre Dienste an, heute für den Bereich Heizung und Sanitär. Ich hoffe, jetzt keinen der ganz alten Betriebe vergessen zu haben, die teilweise schon vor dem verheerenden Stadtbrand 1783 existiert haben. Dieser Brand war ein Wendepunkt in der Stadtgeschichte. Vieles wurde zerstört, vieles erwuchs neu.