Bürgerpark
Der Bürgerpark am Himmelsberg zwischen Stadthalle und Innenstadt wurde 2025 als neu gestaltete Grünfläche eröffnet.
Früher „Schützenpark“
Sein Ursprung liegt eng verknüpft mit der Schützengesellschaft Attendorn 1222 e.V., die diese Fläche im Jahre 1927 im Zuge der Suche nach einem geeigneten Platz für den Bau einer Schützenhalle erwarb. Im Jahre 1928 traten viele Attendorner Bürger mit dem Wunsch an die Schützengesellschaft heran, das Gelände zur allgemeinen Benutzung freizugeben. So wurde das Gelände als wichtige Erholungsstätte für die Bürgerschaft und ein Ort der Gemeinschaft. Der von mehreren Seiten bequem zugängliche „Schützenpark“ bot auch damals schon eine wundervolle Aussicht auf das ganze Stadtgebiet, Bäume und Büsche spendeten Schatten. Die Ausstattung des Parks wurde finanziell von der Schützengesellschaft in Form von Anschaffungen und Instandsetzungen getragen. Eine große Anzahl der Ruhebänke und Tische wurden von örtlichen Schreinermeistern gestiftet und viele Arbeiten durch die Mitglieder der Schützen ehrenamtlich geleistet. Weiter unterstützte die Stadt Attendorn die Pflege des Parks. In dem Park fanden in den Jahren darauf unterschiedliche Nutzungen statt. Neben traditionellen Festen wie dem Schützenfest und beispielsweise dem Waldfest, diente die Fläche auch für Schießübungen der Nationalsozialisten.
Ab dem Jahre 1935 war die Schützengesellschaft jedoch aus finanziellen Gründen dazu gezwungen, den „Schützenpark“ sukzessive zu veräußern, im unteren Bereich wurden Flächen als Bauplätze veräußert und schließlich auch der obere Teil des Parks im Jahre 1938 an die Stadt Attendorn. Damit war der 11jährige Besitz des Geländes für die Schützen Geschichte.
In den darauffolgenden Jahren folgten verschiedene, weitere Nutzungen durch Vereine und auch zu Übungszwecken von NS-Soldaten. 1970 wurde die Festhalle, die heutige Stadthalle, im Park gebaut und die Nutzung der Fläche mit der Schützengesellschaft geregelt.
Seit 1976 wurde immer wieder diskutiert und darüber beraten, einen Stadtpark im Bereich "Schützenpark" zu errichten. Der Zielgedanke, einen Park für alle Bürgerinnen und Bürger der Stadt an zentraler Stelle zu errichten, prägte schließlich immer mehr den heutigen Namen „Bürgerpark“. Hierzu gab es 1999 konkretere Planungen der Schützengesellschaft und immer wiederkehrende Diskussionen in Politik und Bürgerschaft, da die Fläche zunehmend verwilderte und nicht genutzt wurde. Im Rahmen des Prozesses zur Innenstadtentwicklung wurde der Wunsch nach einer Attraktivierung des Geländes im Jahre 2014 erneut eingebracht und schließlich 2017 entwickelt und im Jahre 2018 beschlossen.
Mit Fördergeldern realisiert
Das Projekt „Bürgerpark“ wurde als Förderprojekt im Rahmen des Förderprogramms „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“, durch das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen mit 1,35 Millionen Euro gefördert. Baubeginn war im Jahre 2023, die Einweihung erfolgte im feierlichen Rahmen im Jahre 2025.
Alle Stationen des Stadtrundgangs auf einen Blick