Natursteinmauer als Stützmauer
Natursteinmauern sind eine besonders langlebige Grundlage für Mauerbegrünungen. Aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit und natürlichen Optik fügen sie sich harmonisch in viele Landschaften ein und bieten einen idealen Untergrund für das Anpflanzen von Kletterpflanzen. Diese Mauern bestehen oft aus Materialien wie Sandstein, Kalkstein, Granit, Grauwacke oder Schiefer. Sie sind nicht nur optisch ansprechend, sondern auch extrem witterungsbeständig.
Sonnige und schattige Standorte
Grundsätzlich ist es wichtig geeignete Pflanzen für den jeweiligen Standort auszusuchen. Für die Begrünung von Natursteinmauern an vollsonnigen Standorten eignen sich vor allem Pflanzen, die mit den rauen Oberflächen und der eventuellen Trockenheit der Mauer gut zurechtkommen. Kletterpflanzen wie Efeu, Wilder Wein oder Clematis sind hier besonders beliebt, da sie über Haftwurzeln oder Rankenme-chanismen verfügen, mit denen sie sich an der Mauer festhalten können. Auch viele Kräuter oder Sukkulenten wie Scharfer Mauerpfeffer (Sedum acre) kommen gut mit der Exposition an Natursteinmauern zurecht, da sie wenig Pflege benötigen und in gut durchlässigen Böden gedeihen. Für schattigere Standorte eignen sich bspw. auch Farne wie Wurmfarne oder Rippenfarne, oder auch schattenliebende Bodendecker wie Immergrün oder auch Lungenkraut.
Vorteile und richtige Pflege
Ein Vorteil von Natursteinmauern in Verbindung mit wärmeliebender Begrünung, wie bspw. mediterranen Kräutern, ist ihre Fähigkeit, tagsüber Wärme zu speichern und diese nachts wieder abzugeben. Im Sommer hat die Bepflanzung einen kühlenden Effekt, indem die Verdunstung der Pflanzen die Umgebungstemperatur senkt. Die natürliche Struktur von Natursteinmauern trägt außerdem dazu bei, dass Regenwasser langsamer abfließt und sich in den Zwischenräumen sammeln kann, wo es von den Pflanzen genutzt werden kann.
Es ist jedoch wichtig, bei der Begrünung von Natursteinmauern auf eine angemessene Pflege zu achten. Da sich besonders an rauen und porösen Gesteinsarten oft Moos oder Algen an den feuchten, schattigen Stellen bilden können, sollte regelmäßig überprüft werden, ob diese das Mauerwerk angreifen. Es ist daher auch ratsam, eine ausreichende Drainage hinter der Mauer zu gewährleisten, um Staunässe zu vermeiden, die die Mauerstruktur auf lange Sicht beschädigen könnte.
Hinweis: Innerhalb einiger Gestaltungssatzungen von Bebauungsplänen werden für die Er-richtung von Stützmauern eine maximale Höhe, Art der Ausbildung und die Begrünung geregelt. Informieren Sie sich über die Bauberatung bei der Hansestadt Attendorn, ob Ihre geplante Stützmauer (auch Natursteinmauer) innerhalb einer zu bepflanzenden Fläche eines Bebauungsplangebietes liegt und welche Gestaltungsvorschriften einzuhalten sind.