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Einmannbunker vom Attendorner Bahnhofsgelände

Stahlbeton, 1940er Jahre - Gewicht ca. 4 t


Einmannbunker, oft auch Splitterschutzzellen genannt, sind Zeugen des 2. Weltkrieges und gehören in den Bereich Zivilschutz.

Sie wurden zu Tausenden dort aufgestellt, wo einzelne Personen in der Nähe keinen geeigneten Schutzraum aufsuchen konnten. So z. B. auf dem Gelände von Fabriken, von militärischen Anlagen und Polizeikasernen und auf den Freiflächen der Bahnanlagen.

Unser Bunker stand im Gleisbereich des Gleisbereichs am Attendorner Bahnhof, im offenen Gelände. Er wurde 2020 in den Bestand des Südsauerlandmuseums übernommen und hier verwahrt.

Einmannbunker konnten sowohl aus Beton, als auch aus Panzerblech gefertigt sein.

Sie dienten dem Aufenthalt eines oder mehrerer Beobachtungsposten während eines Luftangriffs um Schutz vor Splittern, Sprengbomben, Volltreffern, Fliegerangriffen oder Bautrümmern zu bieten.

Im Laufe des Krieges ging die Nutzung dieser Einmannbunker, auf Grund der immer schwerer werdenden Bombenangriffe, deutlich zurück, da die Schutzwirkung bei derartigen Angriffen nicht gegeben war.

Vorkehrungen zum Zivilschutz wurden bereits seit der Mitte der 1930er Jahre ausgebaut. Der Bunker ist vermutlich nach 1944 an der Bahnstrecke aufgestellt worden.

Hersteller solcher Splitterschutzzellen waren beispielsweise die Krefelder Betonwerke, Firma DYWIDAG (Karlsruhe/Berlin) oder die Leonard Moll Betonwerke(München).

14.03.2025