"Trizonesien im Sauerland"
Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus wirft die Ausstellung "Trizonesien im Sauerland (Attendorn 1945-1950)", die am 28. März 2025 im Südsauerlandmuseum eröffnet wird, einen Blick auf das Kriegsende und die Nachkriegsjahre 1945-1950 in unserer Region.
80 Jahre Kriegsende: Ausstellung im Südsauerelandmuseum
In der Pressemitteilung des Südsauerlandmuseums heißt es:
Am 8. Mai 1945 endet der Zweite Weltkrieg in Europa mit der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht. Vom 9. bis 12. April 1945 wurde der Kreis Olpe von amerikanischen Einheiten erobert. Als Attendorn am 10. April erreicht wurde, trafen sie vereinzelt noch auf Widerstand, der fast noch einmal zu einer Bombardierung der Hansestadt geführt hätte. Damit hatte die Schreckensherrschaft des NS-Staates ein Ende.
Die Ausstellung thematisiert die letzten Monate des Krieges, die Situation der Verfolgten, Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, Zerstörungen durch die Bombardierung am 28. März 1945 sowie die NS-Propaganda und Gegenpropaganda der Alliierten.
Nach der Stunde-Null
Nach der sog. Stunde-Null begann unter britischer Verwaltung die Reorganisation des Alltagslebens, die Entnazifizierung, der Kampf ums Überleben, die Rückkehr ins zivile Leben bis hin zur Währungsreform und zum Grundgesetzt. Mit der Gründung der demokratischen Bundesrepublik Deutschland im Westen und der sozialistischen Deutschen Demokratischen Republik im Osten entsteht die Ordnung des beginnenden Kalten Krieges, die von nun an 40 Jahre lang die deutsche Geschichte prägte.
Viele Exponate berichten von dieser Zeit. Fallschirme wurden zu Brautkleidern, Stahlhelme zu Sieben, der Abwurftank eines Jagdbombers diente Kindern auf dem Ahauserstausee als Kanu. Es war eine Zeit voller Widersprüche, die sich auch im Karneval, in Filmen und Schlagern niederschlug.
Ausstellungseröffnung am 28. März 2025
Die Ausstellung läuft vom 28. März bis zum 8. Juni 2025 im Südsauerlandmuseum in Attendorn. Zur Eröffnung der Ausstellung am Freitag, 28. März 2025, um 17 Uhr, sind Interessierte herzlicch eingeladen. Das Grußwort spricht Bürgermeister Christian Pospischil, die Einführung hält Museumsleiterin Monika Löcken.