Flohsiepen und Klein Holland
Wie es der Name schon sagt, befand sich das Niederste Tor an der tiefsten Stelle der Stadt. Das gesamte Oberflächenwasser floss bis zum Bau einer Kanalisation zum Niedersten Tor und von dort in das "Flohsiepen", einen künstlich angelegten Bachlauf entlang der Finnentroper Straße, von dort in den Mühlengraben, der unterhalb der Burg Schnellenberg in die Bigge mündete. Auf dem Stadtplan von 1810 sind deutlich die zahlreichen Wasseransammlungen im Bereich des Niedersten Tores noch zu sehen.
In diesem Zusammenhang zweigt von der unteren Niedersten Straße die Schemperstraße ab. Diese wurde seit den 1920er Jahren auch "Klein Holland" genannt. Diese Bezeichnung geht zurück auf den Karneval 1927, der das Hochwasser von 1925 thematisierte. Attendorner Originale hatten damals kleine Schiffchen gebaut und erinnerten somit an die Grachten von Amsterdam.