Hochwasserfluten und ein Märchenbrunnen
Die Niederste Straße führte, wie ihr Name schon sagt, zur tiefsten Stelle der Stadt, dem Niedersten Tor. Dieser Umstand brachte es bis in die jüngste Zeit mit sich, dass der Bereich um die Niederste Straße jährlich mindestens einmal von Hochwasserfluten überschwemmt wurde. Die schlimmsten Überflutungen sind uns aus den Jahren 1925, 1940 und 1965 überliefert; die letzte war 1984. Ende der 1920er Jahre versuchte man, den Überflutungen durch den Bau eines Pumpwerkes in der Hofestatt entgegenzutreten.
Der "Märchenbrunnen", wie er im Volksmund genannt wird, befindet sich auch heute noch an dieser Stelle und regelt den Grundwasserspiegel in der Stadt. Sollten die Pumpen ausfallen, so würden binnen kurzer Zeit die Keller der Stadt voll Wasser laufen. Dieses Pumpwerk wird daher rund um die Uhr überwacht.