Codewort: "Maske 19"
Er brüllt, er droht. Er zählt bis zehn. Die Union deutscher Zonta Clubs macht ab sofort mit dem Radiospot "Ich habe gehört" auf die Initiative "Maske 19" aufmerksam.
"Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter."
Ein Hilfsprojekt der Zonta Clubs
Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Täglich werden Opfer häuslicher Gewalt durch ihre gewalttätigen Partner bedroht, geschlagen, gedemütigt und vergewaltigt. Und das ist längst nicht die Spitze des Eisbergs, denn allein im Jahr 2018 sind in Deutschland bereits 118 Frauen durch ihre Partner zu Tode gekommen.
Gerade durch Corona wird dieses Problem noch einmal verschärft. Experten und Hilfsorganisationen beobachten seit der Pandemie einen deutlichen Anstieg der gemeldeten Fälle von Gewalt gegen Frauen. Durch Quarantänemaßnahmen, Homeoffice und Kontaktverbote fehlt Hilfesuchenden oft der nötige Abstand zum gewalttätigen Partner, um sich bemerkbar zu machen.
Mit der Aktion "Maske 19", die in Deutschland von der Union deutscher Zonta Clubs initiert wurde, wird bedrohten Menschen auch in Corona-Zeiten eine Möglichkeit zur niederschwelligen Notrufhilfe geboten. Und das denkbar einfach: Das Codewort "Maske 19" in entsprechend gekennzeichneten Apotheken, Arztpraxen oder Kliniken genügt. Die Frau wird beiseite genommen, auf ihren Wunsch hin die Polizei verständigt.
Radiospot mit traurigem Hintergrund
Mit dem Radiospot "Ich habe gehört" will Zonta Bürgerinnen und Bürger jetzt auf direktem Weg hellhörig für mögliche Auswege machen und über die Initiative "Maske 19" informieren.
Die Union deutscher Zonta Clubs hat im Rahmen von "Zonta says NO" mit der Aktion "Maske 19" und "Ich habe gehört" nicht nur eine konkrete Maßnahme für den Schutz von Frauen und Mädchen in Patnerschaftsgewalt ergriffen, sondern auch einen Radiospot geschaffen, der unter die Haut geht.
Die Union deutscher Zonta Clubs und die Hamburger Hörfunkprofis der Kreativagentur Grabarz & Partner zusammen mit dem renommierten Produktionshaus Studio Funk sorgen dafür, dass in Deutschland immer mehr Menschen hinhören und hinsehen, wenn Frauen und Mädchen von Gewalt bedroht und betroffen sind. Zivilcourage ist dringend erforderlich, denn jeden dritten Tag stirbt in Deutschland eine Frau bei dem, was der Radiospot "Ich habe gehört" szenisch nachstellt.
24h-Hilfetelefon bei Gewalt gegen Frauen
365 Tage im Jahr, rund um die Uhr kostenfrei erreichbar: Das Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen" bietet Betroffenen die Möglichkeit, sich zu jeder Zeit anonym, kompetent, sicher und barrierefrei beraten zu lassen. Qualifizierte Beraterinnen stehen den Hilfesuchenden vertraulich zur Seite und vermitteln bei Bedarf an Unterstützungsangebote vor Ort, etwa an eine Frauenberatungsstelle oder ein Frauenhaus in der Nähe.
Barrierefreiheit und Mehrsprachigkeit sichern den Zugang für Frauen mit Behinderung und geringen Deutschkenntnissen. Auch Angehörigen, Freundinnen und Freunden sowie Fachkräften steht das Hilfetelefon für Fragen und Informationen zur Verfügung.