Erinnern von zu Hause
Die Initiative "Jüdisch in Attendorn" beteiligt sich an der diesjährigen Online-Namenslesung der Holocaust-Opfer.
"Jüdisch in Attendorn" beteiligt sich an Namenslesung
Auch in Zeiten des Coronavirus darf die Schoa nicht in Vergessenheit geraten. Deswegen hat die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem eine besondere Initiative ins Leben gerufen. Am 21. April, dem Gedenktag Jom Haschoa in Israel, veranstaltet die Organisation eine globale Namenslesung.
Da in diesem Jahr öffentliche Veranstaltungen wegen der Gesundheitskrise nicht stattfinden dürfen, will die Gedenkstätte trotzdem sicherstellen, dass der Opfer des Naziregimes gedacht wird. Die Kampagne #RememberingFromHome #ShoahNames ruft die internationale Öffentlichkeit dazu auf, sich dabei zu filmen, wie sie die Namen von Holocaust Opfern lesen. Die Videos werden dann unter den Hashtag auf den persönlichen Seiten in den sozialen Netzwerken gepostet.
Weltweite Aktion
Eine Liste von Namen findet man auf der Website von Yad Vashem. Die Verlinkung nach Ländern und in die zentrale Datenbank ermöglicht es den Nutzern, nach eigenen Familiennamen zu suchen und diese vorzulesen. Die Gedenkstätte wird alle Videos zusammenstellen und daraus eine weltweite Namenslesungs-Zeremonie gestalten.
18 Menschen aus Attendorn
In Zusammenarbeit mit Artwork Hövelmann verlasen Hartmut Hosenfeld, Tom Kleine und Anke Reinitz an der Gedenkstele auf dem Jüdischen Friedhof in Attendorn die 18 Namen der Attendorner Menschen, die dem Holocaust zum Opfer fielen.
Hedwig Feibes
Erna Irene Falk
Josef Lothar Guthmann
Else Kaufmann
Max Lenneberg
Johanna Roger
Hermann Stern
Emilie Stern
Emil Stern
Betty Stern
Selma Steinberger
Helene Taitel
Karl Ursell
Paula Ursell
Hella Ingeborg Ursell
Martha Ursell
Günther Ursell
Jakob Josef Herbert Ursell
Zum Video
Hier geht es zum Video der Namenslesung auf dem Jüdischen Friedhof in Attendorn.