Eine Entscheidung von weittragender Bedeutung fällte der Rat der Stadt Attendorn am Montagabend in der Kampfabstimmung mit hauchdünner Mehrheit, indem er sich für die Einstellung eines Ärzteteams für die Innere Abteilung des Städtischen Krankenhauses entschied. Er sagte damit - hoffentlich für alle Zeit - dem hierarchischen Chefarztsystem ade, das in der Vergangenheit nicht nur in der Hansestadt zu erheblichen Problemen führte. Anstelle der "Halbgötter in Weiß" soll künftig ein Team von vier Fachärzten gleichberechtigt die Abteilung leiten. Für das neue Krankenhaus, das bald mit 350 Betten ausgestattet wird, dürfte sich diese Entscheidung fruchtbar auswirken, da künftig vier Fachärzte zur Verfügung stehen werden, die - nicht zuletzt wegen ihrer selbständigen Arbeit - der Hansestadt auf lange Zeit treu bleiben dürften. Der Verschleiß an Oberärzten und Medizinal-Assistenten wird nicht länger auf Kosten der Patienten ausgetragen.
Wenn bisher in bundesdeutschen Landen nur wenig Erfahrungen mit Ärzte-Teams gemacht werden konnten, so spricht dies zwar für die Monopolstellung der Chefärzte, nicht aber gegen die Teamarbeit, die sich im Ausland auch bei den Ärzten bereits bewährt hat. Es liegt unserer Meinung nach im Interesse einer besseren ärztlichen Versorgung, wenn nicht nur am Attendorner Krankenhaus - dazu wurde der Anfang gemacht - über kurz oder lang die Chefärzte durch Ärzteteams ersetzt werden. Das Beispiel sollte Schule machen!
Wenn bisher in bundesdeutschen Landen nur wenig Erfahrungen mit Ärzte-Teams gemacht werden konnten, so spricht dies zwar für die Monopolstellung der Chefärzte, nicht aber gegen die Teamarbeit, die sich im Ausland auch bei den Ärzten bereits bewährt hat. Es liegt unserer Meinung nach im Interesse einer besseren ärztlichen Versorgung, wenn nicht nur am Attendorner Krankenhaus - dazu wurde der Anfang gemacht - über kurz oder lang die Chefärzte durch Ärzteteams ersetzt werden. Das Beispiel sollte Schule machen!