Attendorn im Zeichen des Karnevals. Josef I. Prinz Karneval 1928. Den Auftakt zum diesjährigen Fasching bildete der große Preismaskenball am Samstagabend in der karnevalistisch geschmückten Schützenhalle. War der Besuch anfänglich etwas schwach, so setzte gegen 9 Uhr Hochbetrieb ein, sodaß bald eine beängstigende Fülle herrschte. Der Besuch an Preismasken übertrag das Vorjahr bei weitem. Leider kamen die vielen originellen und schönen Masken in dem Gewoge nicht zur Geltung und die Preisrichter hatten eine schwere Aufgabe, die verdienten Preisträger ausfindig zu machen. Gegen 12 Uhr fand die Preisverteilung statt. Die Preise wurden folgende Masken zuerkannt. Herren: Wetterprophet Ehrenpreis, Petri Heil 1. Preis, Rheinland und Westfalen 2. Preis, Nüggel-Baby 3. Pr., Friedensengel 4. Pr., Hochwasserschiff 5. Pr., Es war einmal 6 Pr. Damen: Fürstin Atta Ehrenpreis, Revue-Star 1. Preis, Rosenkavalier 2. Pr., Fröhliche Ostern 3. Pr., Eva 4. Pr., Sonne 5. Pr., Weiße Woche 6. Pr. Gruppen: Die gute alte Zeit (Bellebaum) 1. Preis, Poincare und deutscher Michel 2 Pr., Das neue Schützenhaus 3. Pr., Stadträte 4 Pr., Negerkapelle 5. Pr.
Auch im Restaurant Himmelreich, Kaiserhof, Volkshaus herrschte frohes Fastnachtstreiben, während im Hotel Peiffer der Kegelklub Rechte Ecke den Fasching beging.
Für Sonntagabend hatte die Karnevalsgesellschaft zur Schützenhalle eingeladen. Die vielen Närrinnen und Narren, die der Einladung gefolgt waren, waren karnevalistisch geschmückt und bestimmt. Fröhlich gestimmt allein schon durch die närrisch bunte Ausschmückung der großen Halle seitens der Schützengesellschaft. wars auch nur papiernder Tand, - es genügte, um Freude und Frohsinn zu wecken. Waren die Wogen der Begeisterung schon hochgegangen, als der Elferrat seinen Einzug gehalten hatte, dann war es erst recht der Fall, als der diesjährige Prinz Karneval, Herr Jos. Ante, vom Elferrat mit brennenden Laternen dem Zeremonienmeister, Pagen und sonstigem Zubehör begleitet, einzog. Das war ein Rufen und Mützenschwenken, ein Jubel und Trubel, daß die Halle bebte. Als dann der Elferrat mit dem Prinzen auf der Bühne Platz genommen hatte, sprachen zunächst der Präsident Ernst Plugge und der Vizepräsident Otto Scherer zu den Närrinnen und Narren. Im Anschluß wandte sich dann der neue Prinz, der nun für einige Tage die Regierung übernommen hat, an seine Getreuen. Leider gingen die Ansprachen trotz der Bemühungen des Zeremonienmeisters, Ruhe zu schaffen, in der Festesstimmung unter. Auch die Rede des Elferrats-Mitgliedes Willi Roll verfiel dem gleichen Schicksal. Eine Fackelpolonaise zu Ehren des Prinzen beschloß den offiziellen Teil, während das Tanzbein noch lange geschwungen wurde. Der Zeremonienmeister Alfred Wacker machte seine Sache sehr gut.
Wie alljährlich hatte der Gesellenverein am Sonntagabend seine Ehrenmitglieder und Mitglieder nebst Angehörigen zu einer Familienfeier im Dingerkusschen Saale eingeladen. Auch hier herrschte in dem bunten Durcheinander echte, fröhliche Karnevalsstimmung. Verschiedene Theaterstücke, eine Büttenrede und die vorzügliche Hauskapelle sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung: In den Pausen gabs auch ein Tänzchen. Wir glauben, daß die zahlreichen Besucher alle auf ihre Kosten gekommen sind. Wie am Vortage fanden auch gestern wieder in den verschiedenen Lokalen Maskenbälle statt. Die Bürgergesellschaft beging ihren alljährlichen Faschingsball im Hotel Peiffer.
Auch im Restaurant Himmelreich, Kaiserhof, Volkshaus herrschte frohes Fastnachtstreiben, während im Hotel Peiffer der Kegelklub Rechte Ecke den Fasching beging.
Für Sonntagabend hatte die Karnevalsgesellschaft zur Schützenhalle eingeladen. Die vielen Närrinnen und Narren, die der Einladung gefolgt waren, waren karnevalistisch geschmückt und bestimmt. Fröhlich gestimmt allein schon durch die närrisch bunte Ausschmückung der großen Halle seitens der Schützengesellschaft. wars auch nur papiernder Tand, - es genügte, um Freude und Frohsinn zu wecken. Waren die Wogen der Begeisterung schon hochgegangen, als der Elferrat seinen Einzug gehalten hatte, dann war es erst recht der Fall, als der diesjährige Prinz Karneval, Herr Jos. Ante, vom Elferrat mit brennenden Laternen dem Zeremonienmeister, Pagen und sonstigem Zubehör begleitet, einzog. Das war ein Rufen und Mützenschwenken, ein Jubel und Trubel, daß die Halle bebte. Als dann der Elferrat mit dem Prinzen auf der Bühne Platz genommen hatte, sprachen zunächst der Präsident Ernst Plugge und der Vizepräsident Otto Scherer zu den Närrinnen und Narren. Im Anschluß wandte sich dann der neue Prinz, der nun für einige Tage die Regierung übernommen hat, an seine Getreuen. Leider gingen die Ansprachen trotz der Bemühungen des Zeremonienmeisters, Ruhe zu schaffen, in der Festesstimmung unter. Auch die Rede des Elferrats-Mitgliedes Willi Roll verfiel dem gleichen Schicksal. Eine Fackelpolonaise zu Ehren des Prinzen beschloß den offiziellen Teil, während das Tanzbein noch lange geschwungen wurde. Der Zeremonienmeister Alfred Wacker machte seine Sache sehr gut.
Wie alljährlich hatte der Gesellenverein am Sonntagabend seine Ehrenmitglieder und Mitglieder nebst Angehörigen zu einer Familienfeier im Dingerkusschen Saale eingeladen. Auch hier herrschte in dem bunten Durcheinander echte, fröhliche Karnevalsstimmung. Verschiedene Theaterstücke, eine Büttenrede und die vorzügliche Hauskapelle sorgten für abwechslungsreiche Unterhaltung: In den Pausen gabs auch ein Tänzchen. Wir glauben, daß die zahlreichen Besucher alle auf ihre Kosten gekommen sind. Wie am Vortage fanden auch gestern wieder in den verschiedenen Lokalen Maskenbälle statt. Die Bürgergesellschaft beging ihren alljährlichen Faschingsball im Hotel Peiffer.