Ansprache des Schützenhauptmanns Walther Siepe zum Festbankett 1954:
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Schützenbrüder!
Nun ist der festliche Höhepunkt unseres diesjährigen Schützenfestes erreicht, zu dem wir in so großer Zahl zusammengekommen sind.
Mein herzlicher Willkommensgruß gilt Ihnen, meine sehr verehrten Damen, Ihnen, meinen sehr verehrten Ehrengästen, und Ihnen, meinen lieben Schützenbrüdern. An der Spitze unserer Ehrengäste begrüße ich die Vertreter der Stadt Attendorn, Herrn Schützenbruder Bürgermeister Albus. Des weiteren heiße ich willkommen Herrn Dechant Köster, Herrn Pastor Lucas und unsern Herrn Schützenvikar Ketteler sowie Herrn Oberstudiendirektor Schulte, Herrn Amtsgerichtsrat Dr. Heinemann, Herrn Polizeiobermeister Albrecht, Herrn Postmeister Welsow, Herrn Bahninspektor Schween, Herrn Rektor Wiethoff, Herrn Rektor Eckermann, die beiden Bundestagesmitglieder Herrn Studienrat Lenze und Herrn Schützenbruder Werkmeister August Bruse sowie unsere ehemaligen Hauptleute Herrn Sparkassendirektor a.D. Josef Hüttemann und Herrn Fabrikant Ewald Heiderhoff, ihn zugleich als Ehrenmitglied unserer Schützengesellschaft und den V/B [?] Josef Teipel, der 30 Jahre dem Vorstand der früheren Schützengesellschaft angehört hat.
Schon oft waren wir zu dieser feierlichen Gemeinschaft vereint und wie wechselnd war in jedem Jahr unser Schützenfest durch äußere Lebensumstände überlagert.
Heute stehen wir unter den Hiobsnachrichten der Kriegsauseinandersetzungen im fernen Osten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine beunruhigende Nachricht über Atomversuche, Wasserstoffbomben uns vorgesetzt werden.
Lärm und rastlose Bewegung haben unser Gefühlsleben fast erstickt, haben den starren Mechanismus auf den Menschen übertragen. Die Unsicherheit kennzeichnet unser Dasein.
In dieser Rastlosigkeit, die uns alle erfasst, sind wir an diesen Schützenfesttagen in die echte menschliche Gemeinschaft unserer Schützengesellschaft geflüchtet wie auf eine feste Insel, die uns abschirmt von der wogenden Brandung des Alltags. Lasst uns heute besser denn je das Erbe unserer Väter, das Fest unserer Väter, in würdiger und echt menschlicher Gemeinschaftsform, als wahres, als unser Heimatfest feiern.
Darum wollen wir immer wieder versuchen, unser Volks- und Heimatfest mit besonderer Liebe und Anhänglichkeit zu begehen. Die äußere Form darf und soll dabei nicht entscheidend sein.
Erinnern wir uns wieder einmal daran, was die ehemaligen Schützengesellschaften eigentlich waren. Sie waren im letzten Ursprung Volks- und Notgemeinschaften, geboren aus der zwingenden Not des Alttags und des Lebenskampfes.
Wir müssen deshalb immer wieder dahin streben, dass unser Schützenfest einen volkstümlichen Charakter bewahrt und trotz seines Alters auch noch in unserer mo-dernen, schnelllebigen und materialistisch gesinnten Zeit, seine Anziehungskraft auf Jung und Alt ausübt. Ich darf bei dieser Gelegenheit wohl einmal auf die im gestrigen Schützenhochamt von unserem Herrn Schützenvikar Ketteler gebrauchten Sätze hinweisen. Lassen wir von diesen Wahrheiten auch etwas in unseren Alltag hineinnehmen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, meine lieben Schützenbrüder!
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute den Weg zur Vogelsrute gezogen, um nach Vogel und Scheibe zu schießen. Unser Schützenbruder Karl-Heinz Beul ist Vo-gelkönig geworden und unser Schützenbruder Alfons Weller hat mit der Ringzahl 12 im Stechen die Würde des Scheibenkönigs errungen.
Eine Ehre und Freude ist es für mich, die beiden neuen Majestäten mit ihren Ehrendamen an diesem festlichen Tische in ihrer aller Namen herzlich willkommen zu hei-ßen, den beiden Königen, die durch ihren Mut und ihre Geschicklichkeit aus hartem Kampf als Sieger hervorgegangen sind, in Ihrer aller Namen herzlich zu gratulieren und ihnen meine besten Wünsche auszusprechen.
So erhebe ich diesen alten, von unseren Altvorderen gestifteten Willkommensbecher, trinke auf das Wohl der beiden Majestäten und unserer lieben Hansestadt Attendorn, sowie der damit eng verbundenen Schützengesellschaft.
Wir erleben seit vielen Jahren schmerzhaft die Ausspaltung der menschlichen Solidarität in einem Ost- und Westbewusstsein. Wie so oft gilt unser besonderes Gedenken in dieser hohen Feierstunde unserem geliebten, deutschen Vaterlande, das trotz unserer großen Hoffnungen und Wünsche immer noch nicht zusammengefunden hat. Diesen unseren sehnlichsten Wunsch auf baldige Wiedervereinigung bringen wir zum Ausdruck in der dritten Strophe des Deutschlandliedes: Einigkeit und Recht und Freiheit.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Schützenbrüder!
Nun ist der festliche Höhepunkt unseres diesjährigen Schützenfestes erreicht, zu dem wir in so großer Zahl zusammengekommen sind.
Mein herzlicher Willkommensgruß gilt Ihnen, meine sehr verehrten Damen, Ihnen, meinen sehr verehrten Ehrengästen, und Ihnen, meinen lieben Schützenbrüdern. An der Spitze unserer Ehrengäste begrüße ich die Vertreter der Stadt Attendorn, Herrn Schützenbruder Bürgermeister Albus. Des weiteren heiße ich willkommen Herrn Dechant Köster, Herrn Pastor Lucas und unsern Herrn Schützenvikar Ketteler sowie Herrn Oberstudiendirektor Schulte, Herrn Amtsgerichtsrat Dr. Heinemann, Herrn Polizeiobermeister Albrecht, Herrn Postmeister Welsow, Herrn Bahninspektor Schween, Herrn Rektor Wiethoff, Herrn Rektor Eckermann, die beiden Bundestagesmitglieder Herrn Studienrat Lenze und Herrn Schützenbruder Werkmeister August Bruse sowie unsere ehemaligen Hauptleute Herrn Sparkassendirektor a.D. Josef Hüttemann und Herrn Fabrikant Ewald Heiderhoff, ihn zugleich als Ehrenmitglied unserer Schützengesellschaft und den V/B [?] Josef Teipel, der 30 Jahre dem Vorstand der früheren Schützengesellschaft angehört hat.
Schon oft waren wir zu dieser feierlichen Gemeinschaft vereint und wie wechselnd war in jedem Jahr unser Schützenfest durch äußere Lebensumstände überlagert.
Heute stehen wir unter den Hiobsnachrichten der Kriegsauseinandersetzungen im fernen Osten. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht eine beunruhigende Nachricht über Atomversuche, Wasserstoffbomben uns vorgesetzt werden.
Lärm und rastlose Bewegung haben unser Gefühlsleben fast erstickt, haben den starren Mechanismus auf den Menschen übertragen. Die Unsicherheit kennzeichnet unser Dasein.
In dieser Rastlosigkeit, die uns alle erfasst, sind wir an diesen Schützenfesttagen in die echte menschliche Gemeinschaft unserer Schützengesellschaft geflüchtet wie auf eine feste Insel, die uns abschirmt von der wogenden Brandung des Alltags. Lasst uns heute besser denn je das Erbe unserer Väter, das Fest unserer Väter, in würdiger und echt menschlicher Gemeinschaftsform, als wahres, als unser Heimatfest feiern.
Darum wollen wir immer wieder versuchen, unser Volks- und Heimatfest mit besonderer Liebe und Anhänglichkeit zu begehen. Die äußere Form darf und soll dabei nicht entscheidend sein.
Erinnern wir uns wieder einmal daran, was die ehemaligen Schützengesellschaften eigentlich waren. Sie waren im letzten Ursprung Volks- und Notgemeinschaften, geboren aus der zwingenden Not des Alttags und des Lebenskampfes.
Wir müssen deshalb immer wieder dahin streben, dass unser Schützenfest einen volkstümlichen Charakter bewahrt und trotz seines Alters auch noch in unserer mo-dernen, schnelllebigen und materialistisch gesinnten Zeit, seine Anziehungskraft auf Jung und Alt ausübt. Ich darf bei dieser Gelegenheit wohl einmal auf die im gestrigen Schützenhochamt von unserem Herrn Schützenvikar Ketteler gebrauchten Sätze hinweisen. Lassen wir von diesen Wahrheiten auch etwas in unseren Alltag hineinnehmen.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, meine lieben Schützenbrüder!
Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute den Weg zur Vogelsrute gezogen, um nach Vogel und Scheibe zu schießen. Unser Schützenbruder Karl-Heinz Beul ist Vo-gelkönig geworden und unser Schützenbruder Alfons Weller hat mit der Ringzahl 12 im Stechen die Würde des Scheibenkönigs errungen.
Eine Ehre und Freude ist es für mich, die beiden neuen Majestäten mit ihren Ehrendamen an diesem festlichen Tische in ihrer aller Namen herzlich willkommen zu hei-ßen, den beiden Königen, die durch ihren Mut und ihre Geschicklichkeit aus hartem Kampf als Sieger hervorgegangen sind, in Ihrer aller Namen herzlich zu gratulieren und ihnen meine besten Wünsche auszusprechen.
So erhebe ich diesen alten, von unseren Altvorderen gestifteten Willkommensbecher, trinke auf das Wohl der beiden Majestäten und unserer lieben Hansestadt Attendorn, sowie der damit eng verbundenen Schützengesellschaft.
Wir erleben seit vielen Jahren schmerzhaft die Ausspaltung der menschlichen Solidarität in einem Ost- und Westbewusstsein. Wie so oft gilt unser besonderes Gedenken in dieser hohen Feierstunde unserem geliebten, deutschen Vaterlande, das trotz unserer großen Hoffnungen und Wünsche immer noch nicht zusammengefunden hat. Diesen unseren sehnlichsten Wunsch auf baldige Wiedervereinigung bringen wir zum Ausdruck in der dritten Strophe des Deutschlandliedes: Einigkeit und Recht und Freiheit.