Inhalt

Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

Suchen Sie einfach nach einem Datum oder einem Stichwort.

Suchbegriff:

Es wurden 4678 Einträge gefunden

19.12.1842 Wer bezahlt die Kirchbaukosten in Helden?

Bürgermeister D’ham an Freiherrn von Bodelschwingh-Plettenberg zu Bodelschwingh mit der Bitte, möglichst bald das erforderliche zur Dachreparatur in die Wege zu leiten, da er als Patron der Kirche von Helden zur Unterhaltung des Gebäudes verpflichtet sei, wenn die Gemeinde die Baukosten momentan nicht aufbringen könne, was in Helden ausdrücklich der Fall sei.

Pfarrarchiv Helden, Akte A 10, Seite 24-

10.01.1843 Erhebung in den Grafenstand

Diplom des Preußenkönigs Friedrich Wilhelm über die Erhebung des Freiherrn von Fürstenberg in den Grafenstand.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20598

24.01.1843 Streupflicht bei Glatteis schon 1843

Bereits aus diesem Jahr ist eine Verordnung der Stadtverwaltung Attendorn überliefert, in der die Streupflicht der Hauseigentümer bei Glatteis geregelt wird.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 725, Seite 37.

07.03.1843 Kalkbrennofen in der Lehmkuhle

Die Stadt Attendorn verpachtet ihr Grundstück unterhalb des Wolfsteins an Peter Isenburg aus Valbert, der darauf einen Kalkbrennofen anlegen will. Der Pachtvertrag hat eine Laufzeit von 15 Jahren.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 93, Seite 73.

23.04.1843 Altarwirren in der Pfarrkirche

Die Sebastianskonfraternität als Patrone der Vikarie SS. Sebastian, Jakobus und Andreas hat keine Einwände gegen die Versetzung des Sebastiansaltares und die Abtretung des Altares St. Jakobus und Andreas. Gleichzeitig schlagen die Prinzipale vor, den Altar SS. Jacobi et Andreae dem Nicolaivikar zuzuweisen. – Der Kirchenvorstand beschließt am 25.4. die Versetzung des Altares von der Südseite [dort, wo sich heute der Sebastiansaltar befindet] auf die Nordseite [wo er heute als Agatha-Altar bezeichnet wird]. Am neuen Standort befand sich bislang der Altar Omnium sanctorum. - Das Generalvikariat genehmigt am 15.5.1843 diesen Beschluß.
[Offensichtlich stammen die Heiligenfiguren St. Agatha und Maria Magdalena, die heute auf dem Agatha-Altar stehen, von dem ehemaligen Altar Omnium sanctorum; Agatha und Maria Magdalena waren Conpatrone des Altares Omnium sanctorum - Pfarrarchiv, A 8, Seite 388). - Schon am 25.1.1850 bezeichnet der neue Pfarrer Pielsticker den Jakobus- und Andreas-Altar als Agatha-Altar, der dem Sebastiansaltar gegenüberstehe.

Quellen: Pfarrarchiv, A 8, Seite 375; Stadtarchiv Attendorn, Dep. SG 25, Seite 177.

28.04.1843 Tannendiebstahl nimmt zu

Der Magistrat beantragt beim Landrat den Erlass eines Holzdiebstahlgesetzes. Durch die Einführung der Nadelholzkultur werden in letzter Zeit oftmals erst 5 Fuß große Tannen gestohlen und in Gegenden gebracht, wo die Nadelholzkultur noch nicht heimisch ist.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 587.

27.05.1843 Was sonst noch geschah im Frühjahr 1843

Witterung größtenteils regnerisch. Lebensmittel haben z. Zt. hohe Preise. Bei der Stadtverordnetenwahl am 30.4. wurden Lex, Rendant Hüppe und Ökonom Lorenz Neukirch wiedergewählt. Am 25.5. ist die Landwehr zur 14tägigen Übung zusammengezogen und daher 16 Offiziere und 435 Unteroffiziere und Gemeine einquartiert. Am 2.5. entstand durch Unvorsichtigkeit eines Waldarbeiters in der Rüenhardt ein Waldbrand, durch den dem Ratsherrn Brunabend 80 Morgen Wald verbrannt sind. Trotz der Hilfe von 200 Menschen konnte man das Feuer erst gegen Abend unter Kontrolle bringen. Gegen den Täter, Sohn des Peter Anton Wurm zu Lichtringhausen, wurde Ermittlung eingeleitet.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 369.

09.08.1843 Tuchfabrik wird nicht verkauft

Vorstellung der Bürger Stephan Zeppenfeld, Johann Laymann genannt Roll, Caspar Mayer, Johannes und Joseph Roll, Ferdinand Bruse und Kaspar Zeppenfeld mit der Bitte, die Tuchfabrik der Bresserschen Stiftung, die vor Jahren schon eingegangen ist, an Privatleute zu vergeben, die zu arm sind, um sich allein ernähren zu können. - Antwort des Bürgermeisters Becker, daß das Betriebskapital einerseits dem Gymnasialfonds, andererseits zur Lehrlingsausbildung vergeben würde und daher dem Wunsch nicht entsprochen werden kann.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 283.

09.01.1844 Bruch der Verschwiegenheit wird bestraft

Die Regierung in Arnsberg bestätigt den Beschluss des Magistrats in Attendorn, im Falle des Bruchs der Verschwiegenheit der Stadtverordneten eine Strafe auszusetzen.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 59.

20.01.1844 Kaminbrand verhindert Nachtwache

Der Bürgermeister Becker stellt fest, dass aufgrund eines Kaminbrandes im Haus des Rendanten Hüppe die Nachtwache nicht ordnungsgemäß ausgeführt wurde. Deshalb wird eine umfassende Vernehmung der beiden Nachtwächter Johann König und Wilhelm Wintersohle angeordnet. Beide Nachtwächter werden zur Zahlung von 5 Silbergroschen Strafe verurteilt.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 64, Seite 31.

06.02.1844 Gastwirt Roll bekommt Ärger

Anzeige gegen den Schenkwirt Heinrich Roll genannt Rosen, der dem Polizeidiener den Zutritt zu seinem Haus anlässlich einer nächtlichen Kontrolle verwehrt hat.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 410, Seite 96

10.03.1844 Der Brauch von Flurbegehungen

Der Landrat bittet die Stadt Attendorn um einen Bericht darüber, ob im Bezirk Attendorn noch die Flurumzüge üblich seien. Der König sei nämlich nmicht abgeneigt, diesen Brauch allgemein vorzuschreiben. - Bürgermeister Becker antwortet, dass Jagdgrenzbegehungen, nicht aber Flurumzüge stattfinden würden. Diese Umzüge seien aber von geringem Wert, da die Grenzen ohnehin feststehen würden.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 111, Seite 50.

18.06.1844 Reparatur des Pfarrhauses

Protokoll über eine gemeinsame Sitzung der Vertretungen von Attendorn-Stadt und Attendorn-Land über die Aufbringung der Kosten zur Reparatur des Pfarrhauses. Eine Einigung über die Aufbringung der Kosten kommt nicht zustande, so dass diese zunächst vorgestreckt werden müssen; über eine Verteilung ist später zu entscheiden. In einer weiteren Sitzung erklärt sich die Gemeindeverordnung am 13.07.1844 bereit, die Hälfte der Kosten zu tragen, wenn die Stadt die andere Hälfte übernimmt. Die Stadtverordneten erklären sich am 16.07. mit dieser Regelung einverstanden. Diesen Beschluß bestätigt auch der Magistrat am 17.07.1844.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 791.

15.07.1844 Hohe Schulden bei der Schnellenberger Rentei

Rentmeister Schneidersmann zu Schnellenberg teilt dem Amtsrat Risse zu Paderborn mit, dass Graf Schmising-Kerssenbrock der Schnellenberger Rentei 11.833 Reichstaler 18 Silbergroschen schulde. Er bittet um Anweisungen bezüglich der weiteren Vorgehensweise.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 502.

08.12.1844 Neue Schützenbrüder aufgenommen

Die neu aufgenommenen Schützenbrüder Josef Bruse, F. Maiworm, Stefan Hormes, Wilhelm Kaufmann, Peter Isphording, Karl Lempens, Josef Wilmes und Johannes Viegener bestätigen durch ihre Unterschrift die Statuten der Zweiten Schützenkompagnie vom 23. April 1843.

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte SG 49, Seite 56.

25.03.1845 Auswanderung nach Amerika

Der Schreiner Kaspar Isphording und der Schlosser Anselm Isphording (* 1771) mit seinen Söhnen Joseph (* 1801), Anton (* 1819), seiner Tochter Theresia (* 1822) und seiner künftigen Schwiegertochter Elisabeth Teipel (* 1819 in Niederhelden)beantragen die Auswanderung nach Amerika.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 15.

18.06.1845 Das Erbe Potthoff wird versteigert

Vor dem Land- und Stadtgericht Attendorn erklären die Erben Kaspar Potthoff, dass wegen der unglaublichen Schulden der Eheleute Kaspar Potthoff dessen Testament nicht aufrecht erhalten werden kann. Um die Schulden zu tilgen, willigen sie ein, dass eine Versteigerung des gesamten Vermögens anberaumt werden soll. Das Testament der Eltern wird für ungültig erklärt.

Erben der Eheleute Johannes Kaspar Potthoff (+ 15.02.1843 im Alter von 59 Jahren) und seiner Ehefrau Maria Agnes Groß ( + 25.06.1842 im Alter von 56 Jahren 11 Monaten 25 Tagen) sind die sieben Kinder Franz Potthoff, * 14.02.1813, Anna Maria Wilhelmina Potthoff, * 08.02.1816, Maria Agnes Elisabeth Potthoff, * 15.12.1818, Maria Katharina Potthoff, * 19.12.1821, Theodor Otto Potthoff, * 09.10.1824, + 18.10.1825, Stefan Hubert Potthoff, * 12.11.1826, und Friedrich Wilhelm Potthoff, * 04.06.1830, + 08.06.1830.

In der darauffolgenden Versteigerung geht das Haus der Erben Potthoff, das in der Breiten Straße stand, an den Postillon Peter Bankstahl.

Stadtarchiv Attendorn, Grundakten VII-27

19.06.1845 Die Geschwister Hundt verkaufen ihren Garten

Mit einem Kaufvertrag zwischen den Geschwistern Bäcker Bernhard Hundt, Bäcker Franz Hundt, Schreiner Ferdinand Hundt, Vikar Josef Hundt als Vertreter des Gerbers Adolf Hundt, Bäcker Wilhelm Hundt und Katharina Hundt einerseits, und dem Schneider Franz Zeppenfeld andererseits verkaufen die Erben Hundt dem Franz Zeppenfeld das Grundstück Flur IV Nr. 264, Garten vor dem Niedersten Tor, zum Preis von 25 Taler 1 Sgr. 4 Pfg.

1856 verkauft Franz Zeppenfeld den Garten weiter an den Stadtrentmeister Stefan Müller.

Stadtarchiv Attendorn, Grundakten VII-1

14.01.1846 Haftstrafen für Attendorner Münzfälscher

Der Magistrats der Stadt Attendorn beantragt bei der Königlichen Regierung die Rehabilitierung des Adolph Salomon wegen Münzfälschung; dieser war von 1842-1844 als Gefangener im Zuchthaus Münster untergebracht; dessen Bruder Joseph Salomon war ebenfalls wegen Münzfälschung verurteilt worden; auch er saß seine dreijährige Haftstrafe 1842-1845 im Zuchthaus Münster ab.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 23, Seite 22.

19.03.1846 Neuer Turmwächter für den Sauerländer Dom

Turmwächter Johann Homberg kündigt zum 1. Mai sein Amt als Turmwächter. Deshalb wird am 22. April der Attendorner Bürger Engelbert Schäfer als Nachfolger verpflichtet. Der Magistrat widerruft aber diese Inpflichtnahme, da die Stadtverordnetenversammlung befunden hat, Schäfer sei zu alt. Franz Maiworm soll den Dienst des städtischen Turmwächters mit übernehmen. Maiworm sagt zu und wird neuer Turmwächter.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 64, Seite 67.

23.12.1846 Geldsegen für die Sebastianskonfraternität

Das Land- und Stadtgericht Attendorn teilt der Sebastianskonfraternität, vertreten durch den Stadtrat Josef Brunabend, mit, dass auf dem Grundstück des Heinrich Roll genannt Mertens zu Attendorn, Flur IV Nr. 618, eine jährliche Abgabe von 26 Petermännchen zur Gunsten der Konfraternität lastet.

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte Dep. SG 28, Seite 10.

24.12.1846 Familie Sommer vererbt Grundstücke

Das Land- und Stadtgericht Attendorn teilt der Sebastianskonfraternität, vertreten durch den Ratsherrn Josef Brunabend, mit, dass das Grundstück des Ferdinand Sommer zu Attendorn, Flur IV Nr. 860, aufgrund des Erblegitimationsattestes vom 12.06.1846 auf die Erben und Geschwister Anton Sommer, Ferdinand Sommer und Maria Adolphine Sommer übertragen wurde.

Stadtarchiv Attendorn, Dep. SG 28, Seite 11\

29.12.1846 Inventarverzeichnis der Schützengesellschaft

Übergabeprotokoll von 34 Inventarstücken vom bisherigen Oberchef Johannes Bischoff an seinen Nachfolger Eberhard Zeppenfeld.
1. alte und eine neue Fahne
2. zwei messingene und eine hölzerne Trommel nebst Trageriemen
3. fünf blecherne und vier neue messinge Harnische
4. zwei Führerstöcke
5. alte und neun neue seidene Schärfen
6. sechs große Hüthe
7. den silbern Vogel mit kleinen dito und Kette mit 24 silberen Schilder
8. ein Eisenring und Stange an die Vogelruthe
9. eine dito Altestange
10. das Sebastians Bildniß mit Schrank, aufbewahrt in der Pfarrkirche auf der Orgelbühne
11. ein Rechebuch und Rezeßbuch von 1818
12. ein dito altes Rezeßbuch von 1703
13. ein Strick an die Vogelruht welche mit der zweiten Kompanie gemeinschaftlich ist
14. den Willkomm
15. ein Schellebaum mit 28 Schellen und Trageriemen
16. einen Trauerflohr
17. die Jagdbriefschaften sind bei Biergans in Verwahr
18. noch zwei Trommeln, zwei Führerstöcke und eine Fahn, welche die Burschen gebrauchen und solche bei dem zeitigen Oberschäff am Ostermontag in Empfang nehmen und gleich nach Frohnleichnahm wieder abgeliefert werden muß
19. ein Säbel
20. ein Kasten zum Aufbewahren der Briefschaften und einen dito für den Rechner
21. die Vogelruht gemeinschaftlig ist mit der zweiten Kompanie, aufbewahrt auf der Hospitalskirche
22. das Geschränke zu Aufstellen der Vogelruthe, neu erbaut im Jahr 1840eins
23. drei Ständer zum Gewähr anlegen beim Vogelschießen, auf der Hospitalskirche ausbewahrt
24. einen Kasten zum Aufbewahren der Fahnen gemeinschaftlig mit der Schreinerzunft hir, angebracht hinter dem Hohen Altar in der Pfarrkirche
25. zwei ledern Kniebender für die Tambuhr
26. ein altes Jagdgarn, aufbewahrt im hiesig Sprützenhause
27. einen Kasten zum Aufbewahren des Schellbaums
28. ein neues Rezeß Buch, angelegt im Jahre 1843
29. ein Buch zur Eintragung über aufgenommene und abgegangene Schützen
30. eine Wirwel Trommel
31. ein Hansel Kleid
32. fiehr Schärfen, welche den Burschen zugehören zum Gebrauche
33. zwei Jacht Klapren
34. zwei messingene Becken
Unterschrieben von Johannes Bischoff, Eberhard Zeppenfeld, Kost, Johann Norbus und Peter Dingerkus als König.

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte Dep. SG 47, Seite 26.

31.01.1847 Parterre wird Erdgeschoss

Die Königliche Regierung Berlin gibt die neue Terminologie im Bauwesen bekannt. Demnach heißt das Souterrain ab sofort Kellergeschoß, das Parterre wird zukünftig als Erdgeschoss, die Bel Etage als erster Stock und die höheren Geschosse nun als 2., 3., ... Stock bezeichnet.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 499, Seite 14.

16.02.1847 Bauholz für die Firma Isphording

Antrag der Gebrüder Marzell und Engelbert Isphording um Zuteilung von Bauholz. Vor einigen Jahren haben sie in Attendorn eine Gelbgießerei etabliert und ihre Wohnung vergrößert. Da sich die Firma immer mehr vergrößerte, wollen sie nun eine eigene Werkstatt bauen. - Wird am 24.04.1847 vom Magistrat positiv entschieden, da die Gelbgießerei für die Stadt zukünftig von Nutzen sein kann. - Stadtverordnetenversammlung lehnt allerdings letztlich den Antrag ab.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 109, Seite 55.

Seite: << | < | 1 ... 82 | 83 | 84 | 85 | 86 | 87 | 88 | 89 | 90 | 91... 188 | > | >>