Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden08.04.1726 Pächter des Fischers Gutes ist unfähig
Amtsverwalter Johann Eberhard Höynck teilt dem Baron mit, dass der Pächter des Fischers Gutes in Ennest, Wilhelm Fischer, unfähig sei, das Gut weiter zu bewirtschaften. Es gebe inzwischen kein Vieh mehr auf dem Hof, die Waldungen seien ruiniert, die Felder nicht ausreichend bestellt usw. Deshalb wird vorgeschlagen, den Fischer aus der Pacht zu entlassen und als Nachfolger des Dietrich Springob, gebürtig aus Korten Haus in Ennest, einzusetzen. Bürge für Letzteren ist Peter Teipel genannt Halfwachs aus Ennest.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4101.
16.05.1726 Adolfsburger Silberschatz wird inventarisiert
Inventar des Adolfsburger Silberwerkes.
"Auff dem großen Obristen Saal in einer verschlossener Schencke:
1. Eine große getriebene silberne Confituren Schale, hält an Gewicht 7 Pfund; 2. Sieben etwas kleinere getriebene silberne confituren schalen, Hamburger Probe wigen 22 Pfund 30 ½ Loth; 3. 6 getriebene silberne Wandleuchter Augsburger Probe 15 Pfund 7 ½ Loth; 4. Ein silbernes zierverguldetes Lavoer 6 Pfund 3 Loth; 5. Ein zugehöriges Gies Kandel 4 Pfund 4 Loth; 6. Eine silberne zierverguldete Flasche 4 Pfund 29 Loth; 7. Acht silberne Becher mit Deckelen worunter einer verguldet Cöllnischer Probe 13 Pfund 1 ½ Loth; 8. Noch acht silberne Becher ohne Deckelen mit Fürstenbergischen Wapen 8 Pfund 16 ½ Loth; 9. 28 silberne alte Löffelen 3 Pfund 4 Loth; 10. sieben silberne Lichtputzen mit zugehörigen Bläcken Cöllnischer Probe 3 Pfund 14 Loth; 11. 24 silberne Teller Cöllnischer Probe 29 Pfund 25 ½ Loth; 12. 2 viereckichte silberne Leuchter 1 Pfund 14 Loth; Gesamt: 119 Pfund 30 ½ Loth."
"Auff einem kleinen Zimmer neben dem Taffel Zimmer in einem verschlossenen Schanck befinden sich folgende Theile:
Ein silbernes Lavoer vermnuthlich Hamburger Probe 4 Pfund
Ein zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 22 Loth
Ein silbernes Lavoer mit einfachen Fürstenbergischen Wapen Augsburger Probe haltendt an Gewicht 5 Pfund 24 Loth
Ein zugehöriges Gies Kandel 2 Pfund 8 Loth
Ein Lavoer mit einfachen Fürstenberg. Wapen Augsburger Probe 3 Pfund 7 ¾ Loth
Zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 23 Loth
Noch ein silbernes zierverguldetes Lavoer vermuthlich Hamburger Probe 3 Pfund 15 Loth
Zugehöriges Gies Kandel 30 Loth
Noch ein silbernes zierverguldetes Lavoer unbekanter Probe 3 Pfund 8 Loth
Zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 5 ½ Loth
Vierzehn silberne Leuchter zusambt haltend an Gewicht 25 Pfund 20 ¼ Loth
Zwey silberne Suppen Schalen Cöllnischer Probe 1 Pfund 4 ¾ Loth
Ein Creutz mit einer Lampen unter die Schüsselen 1 Pfund 30 Loth
6 platte silberne Saltzfäßer 26 Loth
4 silberne schlechte Becher ohne wagen Cöllnischer Probe 3 Pfund
2 getriebene 3 schlechte zierverguldete Jagt Becher 22 Loth
6 kleine schlechte silberne Becher ohne Wsapen 2 Pfund 1 ½ Loth
Vier und zwantzig Gabbelen 2 Pfund 10 Loth
24 Löffelen 2 Pfund 24 Loth
23 Taffel Messer undt 2 Vorschneide Meßer sambt 2 Gabbelen bleiben ungewogen 1 Pfund 12 7/8 Loth
3 große Löffelen zum Vorlegen, 1 Mostert Kandel undt ein Markfanger zusambt 1 Pfund 17 Loth
Eine silberne Zucker Dose 1 Pfund
Summa im unteren Schancke 72 Pfund 18 3/8 Loth
Gesamtsumme: 192 Pfund 16 ¾ Loth."
Die Aufnahme des Inventars erfolgte durch den kaiserlichen Notar Johannes Eberhard Höynck im Beisein der Zeugen Johann Adolf Höynck, kurfürstlicher Richter zu Eslohe, und Johann Gottfried Reutz, Rentmeister zu Adolfsburg.
"Auff dem großen Obristen Saal in einer verschlossener Schencke:
1. Eine große getriebene silberne Confituren Schale, hält an Gewicht 7 Pfund; 2. Sieben etwas kleinere getriebene silberne confituren schalen, Hamburger Probe wigen 22 Pfund 30 ½ Loth; 3. 6 getriebene silberne Wandleuchter Augsburger Probe 15 Pfund 7 ½ Loth; 4. Ein silbernes zierverguldetes Lavoer 6 Pfund 3 Loth; 5. Ein zugehöriges Gies Kandel 4 Pfund 4 Loth; 6. Eine silberne zierverguldete Flasche 4 Pfund 29 Loth; 7. Acht silberne Becher mit Deckelen worunter einer verguldet Cöllnischer Probe 13 Pfund 1 ½ Loth; 8. Noch acht silberne Becher ohne Deckelen mit Fürstenbergischen Wapen 8 Pfund 16 ½ Loth; 9. 28 silberne alte Löffelen 3 Pfund 4 Loth; 10. sieben silberne Lichtputzen mit zugehörigen Bläcken Cöllnischer Probe 3 Pfund 14 Loth; 11. 24 silberne Teller Cöllnischer Probe 29 Pfund 25 ½ Loth; 12. 2 viereckichte silberne Leuchter 1 Pfund 14 Loth; Gesamt: 119 Pfund 30 ½ Loth."
"Auff einem kleinen Zimmer neben dem Taffel Zimmer in einem verschlossenen Schanck befinden sich folgende Theile:
Ein silbernes Lavoer vermnuthlich Hamburger Probe 4 Pfund
Ein zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 22 Loth
Ein silbernes Lavoer mit einfachen Fürstenbergischen Wapen Augsburger Probe haltendt an Gewicht 5 Pfund 24 Loth
Ein zugehöriges Gies Kandel 2 Pfund 8 Loth
Ein Lavoer mit einfachen Fürstenberg. Wapen Augsburger Probe 3 Pfund 7 ¾ Loth
Zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 23 Loth
Noch ein silbernes zierverguldetes Lavoer vermuthlich Hamburger Probe 3 Pfund 15 Loth
Zugehöriges Gies Kandel 30 Loth
Noch ein silbernes zierverguldetes Lavoer unbekanter Probe 3 Pfund 8 Loth
Zugehöriges Gies Kandel 1 Pfund 5 ½ Loth
Vierzehn silberne Leuchter zusambt haltend an Gewicht 25 Pfund 20 ¼ Loth
Zwey silberne Suppen Schalen Cöllnischer Probe 1 Pfund 4 ¾ Loth
Ein Creutz mit einer Lampen unter die Schüsselen 1 Pfund 30 Loth
6 platte silberne Saltzfäßer 26 Loth
4 silberne schlechte Becher ohne wagen Cöllnischer Probe 3 Pfund
2 getriebene 3 schlechte zierverguldete Jagt Becher 22 Loth
6 kleine schlechte silberne Becher ohne Wsapen 2 Pfund 1 ½ Loth
Vier und zwantzig Gabbelen 2 Pfund 10 Loth
24 Löffelen 2 Pfund 24 Loth
23 Taffel Messer undt 2 Vorschneide Meßer sambt 2 Gabbelen bleiben ungewogen 1 Pfund 12 7/8 Loth
3 große Löffelen zum Vorlegen, 1 Mostert Kandel undt ein Markfanger zusambt 1 Pfund 17 Loth
Eine silberne Zucker Dose 1 Pfund
Summa im unteren Schancke 72 Pfund 18 3/8 Loth
Gesamtsumme: 192 Pfund 16 ¾ Loth."
Die Aufnahme des Inventars erfolgte durch den kaiserlichen Notar Johannes Eberhard Höynck im Beisein der Zeugen Johann Adolf Höynck, kurfürstlicher Richter zu Eslohe, und Johann Gottfried Reutz, Rentmeister zu Adolfsburg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 1075, Seite 381.
26.06.1726 Dienstvertrag mit dem Rentmeister der Adolfsburg
Pachtvertrag zwischen Christian Franz Dietrich von Fürstenberg und Johann Gottfried Reutz. Darin wird letzterem für die Dauer von 12 Jahren ergänzend zum Vertrag von 1720 auch der Hausbau verpachtet. Reutz hat alle 14 Tage auf seine Kosten die Wildfuhr von Adolfsburg nach Herdringen durchzuführen. Auf der Rückfahrt dieser jeweils vier Tage dauernden Fuhre will er aus Werl Salz oder Gerste mitbringen oder aber Baumaterialien zur Adolfsburg schaffen. Sollte in der Zeit, in der Wild nach Herdringen transportiert wird, weiteres Wild geschossen werden, so ist dieses viermal jährlich zur Witwe von Fürstenberg nach Schnellenberg zu transportieren. Dasjenige Wildpret, bzw. das, was davon übrig geblieben ist, das durch Wölfe und Hunde gerissen wurde, kann Reutz selbst nutzen. Bei Anwesenheit des Freiherrn hat der Pächter für 3 Mägde zu sorgen, außerdem hat er die Wäsche, die beim Besuch des Freiherrn genutzt wird, anschließend durch seine Frau waschen zu lassen und auszubessern. Der Pächter erklärt sich bereit, für den Freiherrn und dessen Begleitung Gemüse aus dem Garten herzugeben. Dafür kann er den Garten ansonsten frei nutzen. Für die herrschaftliche Tafel wird frische Milch umsonst gegeben. Gleichzeitig dürfen der Pächter und seine Frau aber an der herrschaftlichen Tafel speisen, wenn der Freiherr auf Adolfsburg weilt. Der Pächter kann im Haupthaus die Küche, Spinnstube, Speisekammer und Küchenkammer, wie auch beide Keller unter der Küchenkammer am Brauhaus nutzen. Alle anderen Räume sind ständig unter Verschluss zu halten, nur die Betten sind ab und zu zu lüften. Der Pächter erklärt sich bereit, bei Anwesenheit des Freiherrn für Grob- und Kleinbrot und fassweise für Bier zu sorgen zum Preis, wie es in Attendorn verkauft wird. Das erforderliche Küchen-, Back- und Brauholz wird solange besorgt, wie der Freiherr im Hause ist. Es folgen weitere Anweisungen über die Bezahlung des Leyendeckers, die Aufbewahrung der Schlüssel, die Beaufsichtigung der Mühlen in Langenei und in der Rüspe.
Der Vertrag wurde am 18.06.1735 verlängert.
Der Vertrag wurde am 18.06.1735 verlängert.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 1752, Blatt 41.
28.06.1726 Verpachtung der Adolfsburg
Pachtvertrag. Damit verpachtet Christian Franz Dietrich von Fürstenberg die Adolfsburg an Johann Gottfried Reutz für die Dauer von 12 Jahren. Die Details werden in 27 Abschnitten festgelegt. Lacksiegel des Freiherrn von Fürstenberg und des Johann Gottfried Reutz. In diesem Zusammenhang wird auch die kleine Haushaltung in Adolfsburg aufgelöst. Die Schlüssel bekommt der Jäger Johann Eberhard, der auch beauftragt wird, das Haus zu beaufsichtigen und das Inventar unter Verschluss zu halten. Das vorhandene Vieh soll verkauft oder verschenkt werden, das Personal ist auszuzahlen und zu entlassen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1739, Blatt 52
29.06.1726 Brot und Eier für den Küster
Der Oberhundemer Küster Johannes Wemhoff beklagt sich, dass er 3 Brote und 21 Eier im Wert von 15 Petermännchen nicht mehr erhalte. Der Freiherr möge verfügen, dass diese uralte Abgabe des Hauses Adolfsburg zukünftig wieder gezahlt werde.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1739, Blatt 89.
11.07.1726 Stärkere Überwachung von Wilddieben zugesagt
Gograf Burghoff verspricht dem Amtsverwalter, dass er seinen Frohnen angewiesen habe, streng auf Wilddiebe zu achten und diese zur Anzeige zu bringen. Dasselbe versprechen der Richter Johann Dietrich von Stockhausen zu Olpe sowie die Direktoren der Kanzleien von Sayn-Wittgenstein-Berleburg und Nassau.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1769, Blatt 120 ff.
04.08.1726 Eheversprechen Wulf-Schulte
Eheversprechen zwischen Antonius Wulf von Ödingen und Anna Margaretha Schulte von Silbecke; stirbt einer vor dem anderen ohne leibliche Erben, so erhält die Braut 20 Rtl., der Bräutigam 10 Rtl. Da der Bräutigam auf dem Schulten Gut in Silbecke als Sohn und Kind angenommen wird, erklärt er sich bereit, bei der Ausreitung der beiden anderen Geschwister so behilflich zu sein, wie es der Vermögenslage entspricht. Zeugen des Eheversprechens sind Peter Boge von Dünschede und Johannes Steffens von Silbecke. Unterschrieben von Pastor Voß.
Pfarrarchiv Helden, B 35, Seite 7.
22.11.1726 Vermessungsarbeiten in Rauterkusen und Osterseifen
Johannes Stertzenbach, Gerichtsschöffe und Landmesser, quittiert den Empfang von 4 Rtl. 6 Petermännchen für die Vermessung der fürstenbergischen Berge in Rauterkusen und Osterseifen bei Olpe.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 6913.
26.02.1727 Fürstenberger Zuschuss für Hausrenovierung
Pfarrer Johann Friedrich Gerke zu Oberhundem bestätigt den Empfang einen Zuschusses von 24 Rtl. zur Renovierung des Böhmen Hauses zu Oberhundem.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1727, Blatt 130.
26.05.1727 Übergabe des Hofes Erlhoff in Helden
Protokoll über die Vernehmung der Anna Dorothea Erlhoff, Tochter des verstorbenen Gerichtsschöffen Hermann Erlhoff aus Helden. Dieselbe gibt an, daß ihr Vater ihr Haus und Hof hinterlassen habe. Dieselbe wird noch-mals offiziell durch Überreichung eines Spanes vom Türpfosten in den Besitz des Hauses gesetzt. Dies geschieht auch auf Bitten ihres Mannes, Johann Peter Siepe. Unterschrieben und gesiegelt durch den Amtsverwalter des Amtes Bilstein, Johann Eberhard Höynck zu Haus Hengstebeck.
Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 148, Blatt 93.
28.08.1727 Freifrau im Stephansdom bestattet
Rechnung des Pfarramtes St. Stephan zu Wien über das Begräbnis der Freifrau Maria Theresia von Fürstenberg geb. von Hochsteden in der Krypta des Stephansdomes.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 493, Blatt 975.
22.10.1727 Kuhhirten werden bestraft
Zur Information der Posterität dienende Nachricht.
Am 22.10.1727 hat der Waldenburgische Admodiator Hermann Dingerkus, nachdem sich die Attendorner Kuhhirten unterstanden hatten, ihr Vieh "dropweiße" auf die Waldenburgischen Wiesen zu treiben, um das Grummet abzugrasen, die Hirten auf Befehl der Witwe von Fürstenberg mit Schlägen vertrieben,1 Kuh gepfändet und sie nach Waldenburg, später zur Burg Schnellenberg bringen lassen. Da die Hirten den Schaden nicht ersetzen wollten, hat die Witwe von Fürstenberg die Sache dem Gogericht übergeben. Dieses verkündete nun, dass es bei Strafe von 10 Goldgulden verboten sei, freiadeliges Gebiet zu beweiden. Dem Georg Stantemacher, dem die gepfändete Kuh gehörte, wurde ernstlich verwarnt.
Am 22.10.1727 hat der Waldenburgische Admodiator Hermann Dingerkus, nachdem sich die Attendorner Kuhhirten unterstanden hatten, ihr Vieh "dropweiße" auf die Waldenburgischen Wiesen zu treiben, um das Grummet abzugrasen, die Hirten auf Befehl der Witwe von Fürstenberg mit Schlägen vertrieben,1 Kuh gepfändet und sie nach Waldenburg, später zur Burg Schnellenberg bringen lassen. Da die Hirten den Schaden nicht ersetzen wollten, hat die Witwe von Fürstenberg die Sache dem Gogericht übergeben. Dieses verkündete nun, dass es bei Strafe von 10 Goldgulden verboten sei, freiadeliges Gebiet zu beweiden. Dem Georg Stantemacher, dem die gepfändete Kuh gehörte, wurde ernstlich verwarnt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 928/2, Blatt 845.
25.11.1727 Hospitalschweine zur Mast nach Waldenburg
Für das Attendorner Hospital stellen Rektor Stefan Dingerkus und die Provisoren Johannes Dingerkus und Steffen Isphording fest, dass die Freifrau von Fürstenberg gestattet habe, die Hospitalsschweine unentgeltlich zur Mast in die Waldenburger Berge treiben zu dürfen. Hieraus entstehe aber keinerlei gegenseitige Verpflichtung.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3270.
13.01.1728 Neue Fensterscheiben für die Burg
Rechnung des Hofglasmachers Johannes Nagel. Für die durch den Schreiner Johann Eberhard Zeppenfeld gefertigten neuen 6 englischen Fenster im blauen Turm setzt er jeweils 12 Scheiben pro Fenster ein.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1751.
24.01.1728 Unterhalt der Schlösser wird zu teuer
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg bewertet die Wohnqualität der Häuser Herdringen, Schnellenberg und Adolfsburg in Bezug auf die eigenen Bedürfnisse. Man könne nicht alle drei Häuser gleich gut unterhalten.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 382, Blatt 25.
28.03.1728 Lehnsprotokoll der Familie von und zu Hees
Lehnsprotokoll. Es wird festgestellt, dass der Lehnsherr Johann Philipp von und zu Hees, u.a. Herr zu Holdinghausen, 1717 verstorben sei. Sein Sohn Anselm Franz Freiherr von und zu der Hees habe verfügt, dass die Lehnsgüter neu verlehnt würden. Somit lädt der Holdinghausische Lehnsrichter Wilhelm Anton Höynck, kurkölnischer Richter in Bilstein, sämtliche Lehnsleute für den 27. und 28. März eingeladen, zur Erneuerung ihrer Lehen persönlich auf dem Hause Holdinghausen zu erscheinen.
U.a. erscheint Matthias Ronnewinckel im Auftrag seines erkrankten Vaters Johannes Ronnewinckel von Rehringhausen und präsentiert einen Lehnsbrief vom 03.07.1686. Ronnewinckel wird erneut mit dem sogenannten Rhöders Hof in Rehringhausen belehnt.
Weiter erscheint Johannes Nieß von Rehringhausen, Lehnsmann des Petermanns oder Nießen Johäntgens Guth daselbst, und präsentiert alte Lehnsbriefe vom 20.07.1652 (Belehnung des Peter Heite zu Rehringhausen durch Johann Dietrich von und zu Holdinghausen; Vermerk, dass Tigges Schulte am 03.07.1686 erneut belehnt wurde) und 10.11.1703 (Belehnung des Johannes Nies nach Tod seines Vaters Johannes Nies durch Johann Philipp von und zu der Hees.) Er wird nach Schwur des Lehnseides belehnt mit den vorgenanntem Gut und den dazu gehörenden Häusern und Wäldern.
Als nächstes bittet Johannes Rüsche von Rehringhausen um eine erneute Belehnung mit dem Krämers Hof. Auch er präsentiert den Lehnsbrief vom 03.07.1686, der auf seinen ca. 1722 verstorbenen Vater Johannes Rüsche ausgestellt war.
U.a. erscheint Matthias Ronnewinckel im Auftrag seines erkrankten Vaters Johannes Ronnewinckel von Rehringhausen und präsentiert einen Lehnsbrief vom 03.07.1686. Ronnewinckel wird erneut mit dem sogenannten Rhöders Hof in Rehringhausen belehnt.
Weiter erscheint Johannes Nieß von Rehringhausen, Lehnsmann des Petermanns oder Nießen Johäntgens Guth daselbst, und präsentiert alte Lehnsbriefe vom 20.07.1652 (Belehnung des Peter Heite zu Rehringhausen durch Johann Dietrich von und zu Holdinghausen; Vermerk, dass Tigges Schulte am 03.07.1686 erneut belehnt wurde) und 10.11.1703 (Belehnung des Johannes Nies nach Tod seines Vaters Johannes Nies durch Johann Philipp von und zu der Hees.) Er wird nach Schwur des Lehnseides belehnt mit den vorgenanntem Gut und den dazu gehörenden Häusern und Wäldern.
Als nächstes bittet Johannes Rüsche von Rehringhausen um eine erneute Belehnung mit dem Krämers Hof. Auch er präsentiert den Lehnsbrief vom 03.07.1686, der auf seinen ca. 1722 verstorbenen Vater Johannes Rüsche ausgestellt war.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1325.
04.05.1728 Amtsverwalter Höynck schwer erkrankt
Johann Eberhard Höynck zu Hengstebeck lässt einen Brief schreiben. Seine Unterschrift im Vergleich zum 19.2.1728 lässt vermuten, dass Höynck einen schlimmen gesundheitlichen Schlag hinnehmen musste. Er berichtet von der zu Pfingsten in Kirchveischede bevorstehenden Primiz seines Sohnes, des Kanonikus zu Meschede. Daran wird er selbst wegen seines langwierigen Krankenbetts nicht teilnehmen können, da eine Gesundung, wie Dr. Giessen meint, unwahrscheinlich sei.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 382, Blatt 109.
21.06.1728 Hoher Besuch auf der Adolfsburg
Aufstellung über die Verzehrkosten auf Adolfsburg anlässlich des Besuches von Propst Friedrich Christian Freiherr von Fürstenberg mit seinen Gästen und seinem Gefolge. Offensichtlich hielten sich die Herrschaften zur Jagd in Adolfsburg auf. Dabei waren die Frau von Fürstenberg, der Propst, der Domherr von Galen, Herr und Frau Erbkämmerer, Herr Scholaster, der kleine Herr von Galen mit zwei Kammerherren und Praeceptor, Herr Dingerkus, Herr Braun, Herr Sasse, Herr Major, Herr Richter von Bilstein und Rentmeister Reutz. Die Verzehrkosten belaufen sich insgesamt auf 175 Taler 14 ß.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1726.
19.07.1728 Brandprozession
Brief des Stephan Dingerkus zu Schnellenberg an den Freiherrn und Propst von Fürstenberg, unter anderem, dass "mea gratiosa" [Maria Theresia von Westphalen] gestern mit der Prozession bei Hitze um die Stadt [Attendorn] gegangen sei, obwohl sie ein offenes Bein habe.
Dabei kann es sich nur um die im Jahre 1710 gelobte Brandprozession handeln.
Dabei kann es sich nur um die im Jahre 1710 gelobte Brandprozession handeln.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 382, Blatt 162.
01.08.1728 Eheversprechen Hesse-vom Diek
Eheversprechen zwischen Johannes Hesse aus Neger und Catharina Maria vom Diek zu Helden. Nach erfolgter Kopulation zieht die Braut auf das Peters Gut zu Neger. Stirbt einer vor dem anderen ohne leibliche Erben, so erhält die Braut 100 Rtl., der Bräutigam die Hälfte. Zeugen des auf dem Pastorat zu Helden abgeschlossenen Ehevertrages sind Johannes Stamm und Wilhelm Hesse. Unterschrieben vom Pastor Voß.
Pfarrarchiv Helden, B 35, Seite 28
04.08.1728 Neuer Koch für die Burg Schnellenberg
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg notiert die Bedingungen zur Einstellung eines neuen Kochs auf der Burg Schnellenberg. Dieser erhält 50 Rtl. jährlich, dafür muss er kochen, einmachen, Federvieh mästen "und den zur Küche gehörenden Unterhoff regieren."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 382, Blatt 173.
06.09.1728 Bresser wird neuer Amtsverwalter
Verordnung des Christian Franz Dietrich von Fürstenberg. Er teilt mit, dass der bisherige Amtsverwalter des Amtes Bilstein, Johann Eberhard Höynck, verstorben sei. Er ernennt zum Nachfolger den Doktor beider Rechte, Johann Gottfried Bresser aus Attendorn, mit sofortiger Wirkung zum Nachfolger.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2609.
02.11.1728 Köhlerei wird verboten
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg ordnet an, die Köhlerei in der Rüspe vorerst einzustellen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1769, Blatt 105
10.11.1728 Hundert Punkte zu erledigen
In einem hundert Punkte umfassenden Pro Memoria des Christian Franz Dietrich von Fürstenberg an Rentmeisters Reutz zur Adolfsburg wird aufgeführt, was in nächster Zeit zu erledigen sein wird:
1) Wasserrecht: Wo das Wasser zuerst ankommt, besteht auch das Recht, es zuerst zu nutzen. 2) Unerlaubtes Jagen durch einige Burschen aus der Vasbach. 3) Verpflichtung zur Verabreichung von Essen an den Amtsverwalter, wenn er zum Amtsverhör auf Adolfsburg weilt. 4) Mäuseplage. 5) Missbrauch bei der Ausübung der Jagd: Es wird viel zu viel geschossen, die Jäger sind auf das Schussgeld und die Häute scharf, das Fleisch indes verdirbt. 6) Der Wrede in der Rüspe ist viermal jährlich verpflichtet zu jagen. 7) Wiederbesetzung der Brachthauser Jagd. 8) Beleidigung des Jägers Jobst zu Heinsberg durch den Peter Moller aus Niederalbaum. 9) Situation des Beckmanns Gutes. 10) Fischrecht des verstorbenen Amtsverwalters. 11) Verbot an Gerichtsschreiber Fabri zu Fredeburg, sein Fisch- und Jagdrecht auszuweiten. 12) Freispruch für den Wilddieb Johann Heinrich Kramer, wohnhaft zu Büdingen. 13) Mastrecht der Saalhauser Bauern. 14) Die Preise für den Verkauf von Wildpret sind zu überprüfen; sollten die Rinsecker weiterhin unkontrolliert mähen oder Heide anzünden, so sind sie zu bestrafen, man sollte sie in die Büchse riechen lassen. 15) Die Abrechnung des Kohlens kann auf Schnellenberg erfolgen; die beiden marmornen Kamine sind auf den beiden Lusthäusern oben und unten einzusetzen. Die Lusthäuser sind fertigzustellen, ebenso der obere Garten. Was dann an Dekoration anzubringen ist, muß sukzessive erfolgen. 16) Kontrolle des Jägers Jobst. 17) 35) Stellungnahme zur Adolfsburger Rechnung bis Michaelis 1728. 36) Planungen zum Bau eines Jagdhauses in Heinsberg und Silberg. 37) Ankauf weiterer Güter soll vorangetrieben werden. 38) Regelwidriges Heumachen in der Rüspe. 39) Schlägerei mit den Jägern in Milchenbach. 40) Unerledigte Notaten. 41) Wilddieberei. 42) Zehnten zu Oberhundem und Saalhausen. 43) Verhalten der Geistlichkeit von Lenne und Schönholthausen gegenüber den Jägern. 44) Übergriffe in der Samtjagd. 45) 47) Missgunst des Junkers zum Bruch. 48) Ablieferung der Fische durch die Jäger. 50) 55) Die Wiese in der Rüspe. 56) Vikarie zur Adolfsburg. 57) Heidhacken des Herrn von Bruch. 58) 59) Gewinnprotokolle. 60) 71) Jagd- und Fischereirechte Vasbach. 72) 75) Fredeburgische Jagd. 76) 82) Rechte in der Rüspe. 83) Maßnahmen beim Heidebrand. 84) Gericht Oberkirchen. 85) Ahndung der unterschiedlichsten Jagdfrevel. 86) 87) Schnadezug in Bilstein und Kirchhundem. 88) Handhabung der Polizeiordnung wegen übermäßigen Heidhackens. 89) Fischrecht der Pächter. 90) 91) Nassauisches Viehrecht. - 92) 99) Pflege der Hauberge und Jagdrecht. 100) Ermahnung des Rentmeisters zu Sorgfalt und Fleiß.
1) Wasserrecht: Wo das Wasser zuerst ankommt, besteht auch das Recht, es zuerst zu nutzen. 2) Unerlaubtes Jagen durch einige Burschen aus der Vasbach. 3) Verpflichtung zur Verabreichung von Essen an den Amtsverwalter, wenn er zum Amtsverhör auf Adolfsburg weilt. 4) Mäuseplage. 5) Missbrauch bei der Ausübung der Jagd: Es wird viel zu viel geschossen, die Jäger sind auf das Schussgeld und die Häute scharf, das Fleisch indes verdirbt. 6) Der Wrede in der Rüspe ist viermal jährlich verpflichtet zu jagen. 7) Wiederbesetzung der Brachthauser Jagd. 8) Beleidigung des Jägers Jobst zu Heinsberg durch den Peter Moller aus Niederalbaum. 9) Situation des Beckmanns Gutes. 10) Fischrecht des verstorbenen Amtsverwalters. 11) Verbot an Gerichtsschreiber Fabri zu Fredeburg, sein Fisch- und Jagdrecht auszuweiten. 12) Freispruch für den Wilddieb Johann Heinrich Kramer, wohnhaft zu Büdingen. 13) Mastrecht der Saalhauser Bauern. 14) Die Preise für den Verkauf von Wildpret sind zu überprüfen; sollten die Rinsecker weiterhin unkontrolliert mähen oder Heide anzünden, so sind sie zu bestrafen, man sollte sie in die Büchse riechen lassen. 15) Die Abrechnung des Kohlens kann auf Schnellenberg erfolgen; die beiden marmornen Kamine sind auf den beiden Lusthäusern oben und unten einzusetzen. Die Lusthäuser sind fertigzustellen, ebenso der obere Garten. Was dann an Dekoration anzubringen ist, muß sukzessive erfolgen. 16) Kontrolle des Jägers Jobst. 17) 35) Stellungnahme zur Adolfsburger Rechnung bis Michaelis 1728. 36) Planungen zum Bau eines Jagdhauses in Heinsberg und Silberg. 37) Ankauf weiterer Güter soll vorangetrieben werden. 38) Regelwidriges Heumachen in der Rüspe. 39) Schlägerei mit den Jägern in Milchenbach. 40) Unerledigte Notaten. 41) Wilddieberei. 42) Zehnten zu Oberhundem und Saalhausen. 43) Verhalten der Geistlichkeit von Lenne und Schönholthausen gegenüber den Jägern. 44) Übergriffe in der Samtjagd. 45) 47) Missgunst des Junkers zum Bruch. 48) Ablieferung der Fische durch die Jäger. 50) 55) Die Wiese in der Rüspe. 56) Vikarie zur Adolfsburg. 57) Heidhacken des Herrn von Bruch. 58) 59) Gewinnprotokolle. 60) 71) Jagd- und Fischereirechte Vasbach. 72) 75) Fredeburgische Jagd. 76) 82) Rechte in der Rüspe. 83) Maßnahmen beim Heidebrand. 84) Gericht Oberkirchen. 85) Ahndung der unterschiedlichsten Jagdfrevel. 86) 87) Schnadezug in Bilstein und Kirchhundem. 88) Handhabung der Polizeiordnung wegen übermäßigen Heidhackens. 89) Fischrecht der Pächter. 90) 91) Nassauisches Viehrecht. - 92) 99) Pflege der Hauberge und Jagdrecht. 100) Ermahnung des Rentmeisters zu Sorgfalt und Fleiß.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 1680, Seite 51 ff.
18.12.1728 Schreiner Zeppenfeld fordert seinen Lohn
Rechnung des Hofschreiners Johann Eberhard Zeppenfeld, u.a. über die Reparatur eines Schrankes auf der Bibliothek, einen neuen Boden und eine Treppe ins Backhaus gefertigt, den Boden im Pfortenhaus beschossen, 4 neue Türen in das Gebäude neben der Pforte gefertigt für 6 Rtl. 52 ß. 3 Fenster und 1 Treppe in den Keller des vorgenannten neuen Pfortenhauses. Auf der Bibliothek 2 Schränke vom Platz gerückt und repariert. 2 Schränke für Briefschaften gefertigt [Archivschränke].
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1747.