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Sonntag, 28. Mai 2017
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Baulücken- und Leerstandskataster der Hansestadt Attendorn

Aufgrund der demographischen Entwicklung erstellt die Hansestadt Attendorn derzeit ein Baulücken- und Leerstandskataster. Statt neuer Wohngebiete am Rand der Dörfer sollen vorranging Baulücken besiedelt werden.

Herausforderung der demographischen Entwicklung stellen

Die demographischen Entwicklungen werden zukünftig unsere Dörfer vor eine große Herausforderung stellen. Die Bevölkerung nimmt ab und wird älter. Weiterhin zeichnet sich eine Entwicklungsdynamik zugunsten zentraler und städtisch geprägter Standorte ab. Gerade im ländlichen Raum sind daher leerstehende Häuser, Verödung von Ortskernen sowie der Rückzug von privater und öffentlicher Infrastruktur zu befürchten.  

Es sind aber gerade unsere Dörfer, die das südliche Sauerland prägen und ihm seine Identität verleihen.  Daher müssen in Zeiten demographischer Entwicklungen Strategien entwickelt werden, die das „Überleben“ unserer Dörfer sicherstellen. Hierbei ist ein entscheidender Ansatz die Innenentwicklung zu forcieren und nicht weiterhin neue Wohngebiete am Rand der Dörfer zu entwickeln. Die Mobilisierung von Baulücken ist in diesem Zusammenhang ein wichtiger Bestandteil zur kosten- und flächensparenden Siedlungsentwicklung. Zudem gilt es, leerstehende Immobilien neu am Markt zu platzieren.

Baulücken mit einer Gesamtfläche von 55 Fußballfeldern in der Hansestadt

Zur Erstellung eines Baulücken- und Leerstandskatasters hat die Hansestadt Attendorn das Büro „plan lokal“ beauftragt, vorhandene Baulücken und Leerstände auf dem Attendorner Stadtgebiet zu finden. Die erhobenen Baulücken wurden in drei Kategorien unterteilt.  Zu unterscheiden sind hier die sofort bebaubaren Flächen (Kategorie A), die nicht direkt bebaubaren Flächen (Kategorie B) sowie die sogenannten Arrondierungsflächen (Kategorie C). Hierbei handelt es sich um Flächen, für deren Bebaubarkeit beispielsweise erst ein aufwendiges Planverfahren durchgeführt werden muss. Von den 765 erfassten Flächen wurden alleine 492 Grundstücke mit einer Gesamtfläche von über 55 Fußballfeldern (44 ha) der Kategorie A (kurzfristig bebaubare Flächen) zugeordnet. Bei einer durchschnittlichen Grundstücksgröße von 800 m² sprechen wir hier alleine von 550 (theoretischen) Baugrundstücken.

In einem zweiten Schritt wurden Einzelgespräche mit Experten in den Ortschaften, den sog. Multiplikatoren, geführt und die Ergebnisse der Erhebung abgestimmt.

Workshop zum Baulücken- und Leerstandskataster - Präsentationen online

Am 02.03.2015 fand ein erster Workshop zum Thema Baulücken- und Leerstandskataster der Hansestadt Attendorn statt. Vertretern der Verwaltung und der Politik sowie den Multiplikatoren der Ortschaften wurden die abgestimmten Ergebnisse durch das Büro „plan lokal“ präsentiert. Zudem war Klaus Lütkefedder, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod, eingeladen. Klaus Lütkefedder begleitet seit Jahren den Prozess der Innenentwicklung und stellte seine Erfahrungen vor. Die Präsentationen können hier eingesehen werden.

Ziel des Prozesses soll es sein, ein onlinebasiertes Baulückenkataster zu erstellen, auf dem sich die vielen Bauwilligen einen Überblick über die zur Verfügung stehenden Baugrundstücke im gesamten Stadtgebiet verschaffen können. Praktisch hat die Hansestadt Attendorn jedoch keinerlei Kenntnis darüber, welche Flächen tatsächlich kurz-, mittel- oder langfristig auf dem Markt verfügbar sein werden. Aus diesem Grund werden nach Ostern die Eigentümer einer Baulücke der Kategorie A angeschrieben, um die Flächenverfügbarkeit über einen Fragebogen abzufragen.

Broschüre zum Thema "Innenentwicklung" (PDF, 8,4 MB) »

Kontakt

Uwe Waschke »
Telefon: 02722 64-321
Fax: 02722 64-327
E-Mail oder Kontaktformular

Was ist eine Baulücke?

Bei Baulücken handelt es sich um Flächen, auf denen im Gegensatz zu den umliegenden Bereichen (noch) keine Bebauung erfolgt ist.