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GEDIA

Vom Handwerksbetrieb zum internationalen Automobilzulieferer

Die Geschichte der GEDIA Automotive Group beginnt im Jahr 1910, als Anselm und Ferdinand Dingerkus in Attendorn ein Unternehmen gründeten. Zunächst stellten sie Bijouteriewaren her. Mit der Erweiterung des Fertigungsprogramms um Blech-Hohlgriffe für Emaillegeschirr im Jahr 1925 entwickelte sich das Unternehmen kontinuierlich weiter.

In den 1950er-Jahren reagierte GEDIA auf den industriellen Wandel und nahm neben Kunststoffgriffen zunehmend Press-, Stanz- und Ziehteile in das Produktionsprogramm auf. Besonders die Automobilindustrie entwickelte sich zu einem wichtigen Kunden. Damit legte das Unternehmen den Grundstein für seine heutige Ausrichtung.

Ab den 1990er-Jahren begann die internationale Expansion. Neue Produktionsstandorte entstanden zunächst in Polen und Spanien, später folgten Werke in Ungarn, China, Mexiko, Indien und den USA. Parallel wurden Engineering-Zentren in mehreren Ländern aufgebaut. Mit dem Verkauf der Griffesparte im Jahr 2003 konzentrierte sich GEDIA vollständig auf die Entwicklung und Produktion von Strukturteilen für den automobilen Leichtbau sowie Chassis-Komponenten.

Heute ist GEDIA ein international tätiger Automobilzulieferer mit Produktionsstandorten in Europa, Asien und Nordamerika. Der Stammsitz in Attendorn bleibt dabei ein zentraler Entwicklungs- und Produktionsstandort. Rund 900 Mitarbeitende arbeiten hier, weltweit beschäftigt die Unternehmensgruppe etwa 4.700 Menschen.

Die Entwicklung von GEDIA zeigt beispielhaft den Wandel vieler mittelständischer Unternehmen im Sauerland: Aus einem handwerklich geprägten Betrieb entstand innerhalb von mehr als einem Jahrhundert ein international agierendes Industrieunternehmen, das seine Wurzeln bis heute in Attendorn hat.

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