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Hanseakademie startet ins 10. Semester

Mit dem Wintersemester 2026/27 startet die Hanseakademie Attendorn in ihr zehntes Semester. Seit ihrer Gründung im Jahr 2022 hat sich das Bildungsangebot zu einer festen Einrichtung für wissenschaftliche Erwachsenenbildung in Attendorn entwickelt. 

Wissenschaftliche Bildung für Erwachsene ohne Prüfungs- und Leistungsdruck

Rund 400 Menschen haben sich seit dem Start bereits für Veranstaltungen der Hanseakademie eingeschrieben. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der Erwerb eines akademischen Abschlusses. Ziel der Hanseakademie ist es vielmehr, Erwachsenen unabhängig von Alter, beruflichem Hintergrund oder schulischer Vorbildung einen Zugang zu wissenschaftlichen Themen zu ermöglichen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich aus dem Vorlesungsverzeichnis die Veranstaltungen auswählen, die ihren persönlichen Interessen entsprechen. Im Vordergrund stehen dabei Neugier, Wissenserwerb und der Austausch über wissenschaftliche Fragestellungen.

Inklusive Mittwochsakademie in Siegen und Olpe

Die Dozentinnen und Dozenten kommen dafür aus den jeweiligen Fachbereichen nach Attendorn. Gleichzeitig besteht für Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, auch Angebote der Mittwochsakademie in Siegen und Olpe wahrzunehmen. Darüber hinaus kann unter bestimmten Voraussetzungen eine Einschreibung als Gasthörer an der Universität Siegen erfolgen.

Für die Teilnahme an der Hanseakademie wird eine Gebühr von 100 Euro erhoben. Nach Abschluss des Semesters erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat. Für Berufstätige kann unter bestimmten Voraussetzungen zudem eine steuerliche Berücksichtigung der Studiengebühren möglich sein.

Breites Fächerspektrum

Das Programm umfasst unterschiedliche wissenschaftliche Fachrichtungen. Dazu gehören unter anderem Geschichtswissenschaften, Musikwissenschaft, Philosophie und Naturwissenschaften.

In jedem Winter- und Sommersemester werden zwei zehnteilige Vorlesungsreihen zu unterschiedlichen Themenbereichen angeboten. Dadurch können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen verschiedenen Fachrichtungen wählen, ohne sich dauerhaft auf ein bestimmtes Studiengebiet festlegen zu müssen.

Das Angebot richtet sich ausdrücklich nicht nur an ältere Erwachsene. Auch Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe können kostenlos an den Veranstaltungen teilnehmen. Damit erhalten Jugendliche die Möglichkeit, bereits während ihrer Schulzeit wissenschaftliche Vorträge zu besuchen und Fachgebiete kennenzulernen, die über die Inhalte des regulären Schulunterrichts hinausgehen.

Neues Programm im Wintersemester 2026/27

Auch für das Wintersemester 2026/27 ist wieder ein vielseitiges Programm vorgesehen.

Zum Auftakt wird Arndt Kirchhoff, Präsident des Verbands der Metall- und Elektroindustrie NRW, am Dienstag, 10.11. ab 18:30 Uhr über wirtschaftliche Aspekte der heimischen Industrie sprechen.

Am Dienstag, 17.11. um 14.15 Uhr beginnt die zehnteilige Vorlesungsreihe von Dr. Axel Diller. Die Vorlesung in diesem Semester richtet den Blick auf das Phänomen der Nutzung der Ideen klassischer Komponisten in der sogenannten Unterhaltungsmusik, also in Pop-, Rock-, Jazz- und Filmmusik. Gezeigt wird in erster Linie, wie Musik großer Komponisten (unter anderem Bach, Mozart, Beethoven und Schubert) – zuweilen offensichtlich, zuweilen eher verdeckt – in Pop, Rock, Jazz und Film auftaucht bzw. erkennbar ist. Eine tiefere musikalische Vorbildung sowie die erfolgte Teilnahme an der früheren Vorlesung zum Thema sind nicht erforderlich.

Prof. Dr. Rainer Elkar wird sich anschließend in einer weiteren Veranstaltungsreihe mit den kulturgeschichtlichen Hintergründen von Armut und Ungleichheit auseinandersetzen. Die Geschichte der Armut ist nicht denkbar ohne die Ge schichte des Hungerns und des Bettelns. Sie darzustellen bedarf des Perspektivwechsels zu einer Geschichte von unten. In Europa gab es vom Mittelalter bis in die Neuzeit ein christliches Ideal der Armut, wie auch das Gebot des Mitleids und der Barmherzigkeit für arme Menschen. Gleichzeitig gab es Ausgrenzung, Unterdrückung und Vertreibung der von Armut Betroffenen.

Jetzt anmelden

Anmeldungen für die Hanseakademie Attendorn nimmt Milena Stuff von der Stadtverwaltung Attendorn entgegen, Tel. 02722/64-108 Mail: sozialamt@attendorn.org.

Eine Anmeldung zum Eröffnungsvortrag der Hanseakademie ist nicht erforderlich.

Folder zum Download

Hier gibt es den Infofolder zum Wintersemester zum Download: