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Demokratie hautnah erlebt

Kurz vor Beginn der Sommerferien erhielten rund 60 Schülerinnen und Schüler der Klassen 5a und 5c des St.-Ursula-Gymnasiums Attendorn spannende Einblicke in die Kommunalpolitik. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Stephanie Büdenbender und Ann-Katrin Ohm-Bender waren sie zu Gast im Attendorner Rathaus, wo Bürgermeister Christian Pospischil die Jugendlichen zum Thema „Demokratie vor Ort“ begrüßte.

60 Schülerinnen und Schüler besuchten Bürgermeister Christian Pospischil im Rathaus

Im Ratssaal – und genau an dem Ort, an dem normalerweise die Sitzungen des Attendorner Stadtrates stattfinden – entwickelte sich eine lebhafte, rund einstündige Gesprächsrunde. Im Mittelpunkt standen Fragen wie: „Was macht eigentlich ein Bürgermeister?“, „Welche Aufgaben hat der Stadtrat?“ und „Wie können sich Bürgerinnen und Bürger in das kommunale Geschehen einbringen?“

Die Schülerinnen und Schüler zeigten großes Interesse und nutzten die Gelegenheit, ihre Fragen direkt an den Bürgermeister zu richten. Neben Themen wie der Kommunalwahl, den vielfältigen Aufgaben eines Bürgermeisters oder politischen Entscheidungsprozessen blieb auch Raum für Persönliches. So wollte ein Schüler beispielsweise wissen, wer nach Einschätzung des Bürgermeisters Fußball-Weltmeister wird. Christian Pospischil stellte die Frage direkt zur Abstimmung. Das Ergebnis: Frankreich.

Praktisch erlebte Politik

Nach dem theoretischen Teil wurde Politik schließlich ganz praktisch erlebbar. Bürgermeister Pospischil lud die Schülerinnen und Schüler zu einer simulierten Ratssitzung ein. Die Aufgabe: Für ein fiktiv zusätzlich zur Verfügung stehendes Budget von 100.000 Euro sollten Ideen entwickelt werden, wie dieses Geld sinnvoll für Attendorn eingesetzt werden könnte.

Dafür wurde die Gruppe in fünf Fraktionen aufgeteilt. Nach einer zehnminütigen intensiven Beratungsphase präsentierten die Fraktionen ihre Vorschläge und warben um Zustimmung. Anschließend wurde abgestimmt – ganz wie in einer echten Ratssitzung. Die meisten Stimmen erhielt schließlich der Vorschlag, neue Bäume in Attendorn zu pflanzen.

"Danke für Eure Neugier!"

Zum Abschluss der Veranstaltung ermutigte Bürgermeister Christian Pospischil die Schülerinnen und Schüler, sich auch künftig mit demokratischen Prozessen auseinanderzusetzen und ihre Ideen einzubringen. „Demokratie lebt davon, dass Menschen mitreden, mitgestalten und Verantwortung übernehmen. Es hat mich sehr gefreut zu erleben, mit wie viel Neugier, Offenheit und Kreativität die Schülerinnen und Schüler an die Themen herangegangen sind. Vielleicht sehen wir die eine oder den anderen schon in wenigen Jahren im Attendorner Jugendparlament wieder – das würde mich sehr freuen“, so Bürgermeister Christian Pospischil.