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Geben und nehmen - strömen und ruh'n

Die Einweihung der Bronzestatue erfolgte am Samstag 11.07.1987 um 18 Uhr auf dem Rathausplatz begleitet vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ennest und einer Rede des Bürgermeisters Rüenauver.  

Die Plastiken wurden als Originalmodell innerhalb von drei Monaten von der Künstlerin Anneliese Schmidt-Schöttler angefertigt. In Auftrag gegeben und gestiftet wurde der Brunnen von der Firma Gebr. Beul & Co aus Attenorn. Gefertigt wurde der Bronzeguss von der Fa. Herbert Werner in Mittenaar-Ballersbach.

Die Statue steht für das Wasser als Inbegriff für das Leben in der gesamten Schöpfung. Es soll als Symbol für das Leben in einer Stadt bzw. das menschliche Leben überhaupt gelten. „Es bleibt nur, wenn es nimmt und gibt, beharrt und strömt, hier und überall, wie ein Organismus.“

Die beiden Figuren sollen mit ihren drei Schalen die Abhängigkeit und die Notwendigkeit des Teilens beim Beobachter assoziieren. Die weibliche Figur steht dabei fürs „Tragen und weiter tragen. Hoffnung und Zukunft menschlichen Lebens“

Bei der Einweihung wurde in Gedicht vorgetragen:

"Wasser, / Inbegriff für leben, / geben und nehmen, / teilen, / unter weitergeben. / Murmelndes Spiel und fallendes fließen / läßt leben sprießen - / tausendfältig / der dinge viel / in dieser Welt. / Wasser, / es steigt und fällt, / ist spiegel farbiger / Wellenbilder, / von Schatten und Licht, / bewegt wie / du und ich, ein / jedes Angesicht, neu / Durst haben und / Durst stillen und verteilen. / dankbar darin verweilen / und allen sagen wer / es geschaffen hat."

Zur Künstlerin

Anneliese Schmidt-Schöttler (1920 in Winterberg - 2011) hatte zehn Geschwister, ging auf eine Schule für bildende und angewandte Kunst an der Tombrock-Schule in Dortmund, arbeitete danach sieben Jahre als Meisterschülerin beim Bildhauer Carel Niestrath und lernte anschließend sechs Semester an der Werkkunstschule in Münster.

Kaum zu zählen ihre Plastiken, Gedenk- und Mahnmale an Rathäusern und in Kirchen, Schulen, Krankenhäuser, Friedhöfen und Kapellen, Heiligenfiguren.

Während ihrer Ehe zu Jupp Schöttler prägte sie zudem als Herbergsmutter in der Jugendherberge in Finnentrop-Bamenohl das Sauerland. Dort war sie für viele Ansprechpartnerin für Sorgen und Kummer. 

Alle Stationen des Skulpturenwegs auf einen Blick