Sich treffende Hände
Die Stiftung der Sparkasse von Attendorn, Lennestadt und Kirchhundem schenkte der Stadt Attendorn zum 800-jährigen Jubiläum die Skulptur „Sich treffende Hände“.
Bei der Bronzeskulptur „Sich treffende Hände“ handelt es sich um ein Kunstwerk des mehrfach geehrten Bildhauers Professor Eberhard Linke. Das Kuratorium der Stiftung hat sich für dieses Werk entschieden, weil es das friedliche Zusammenleben symbolisiert und gleichermaßen eine Mahnung daran ist. „Die aktuelle Flüchtlingshilfe ist nur das jüngste Beispiel dafür, dass sich die Attendorner Bevölkerung und ihre politischen Vertreterinnen und Vertreter seit jeher für das friedliche Zusammenleben in der Hansestadt einsetzen“, so der Stiftungsvorstand, Bernd Schablowski und Sylvia Gante zur Entscheidung für das Werk des in Schlesien geborenen Künstlers.
Die offizielle Übergabe der rund 0,5 Tonnen schweren Skulptur an die Stadt Attendorn fand während des Stadtfestes im September 2022 auf der Sparkassenbühne am Rathaus statt. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Attendorn-Lennestadt-Kirchhundem, Heinz-Jörg Reichmann, ging in einer kurzen Ansprache auf das Kunstwerk und seine Symbolik ein. Die „Sich treffenden Hände“ stehen übrigens genau dort, wo sich die Gebäude von Sparkasse und Rathaus am Rathausplatz treffen.
Skulptur auch in Rittmarshausen
Die „Sich treffenden Hände“ sind auch im kleinen Ort Rittmarshausen bei Duderstadt zu sehen. Das Thema „Treffen“ ist hier gleich doppelt begründet. Der Ort liegt nahe der ehemaligen Zonengrenze, wo sich seit 1989 die Menschen beider Seiten wieder begegnen können. Und die katholische Kirchengemeinde, für deren Außenraum die Skulptur gedacht war, existiert hier in der Diaspora, so dass das Thema der Ökumene anklingt. (Quelle: Buch „Der Bildhauer Eberhard Linke, Band I - Sein Werk in Selbstzeugnissen“, erschienen 2007 im Justus von Liebig Verlag)
Zum Künstler
Dr. Eberhard Linke (geb. 1937, † 15. April 2025) stammt aus Schlesien. Über die Kunsterziehung gelangte er zur Bildhauerei, wo vor allem die menschliche Figur im Zentrum seines künstlerischen Schaffens steht. 1963/64 arbeitete er als freier Bildhauer im Meisterschüler-Atelier von Otto Baum. Von 1965 bis 1972 war er Wissenschaftlicher Angestellter in der Fakultät Architektur der TU Braunschweig bei Jürgen Weber. 1972 ging er an die Fachhochschule Rheinland-Pfalz, Abt. I Mainz (später: Fachhochschule Mainz). Dort lehrte Linke, der 1974 zum Professor berufen wurde, bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2002. 2009 wurde sein Atelier zu einer Stiftung überführt. Ein Hauptanliegen der Stiftungsgründung war es, die zahlreichen Terrakotta- und Bronzeplastiken von Linke zu erhalten.