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Geben und nehmen - strömen und ruh'n

Der Skulpturbrunnen aus Bronzeguss ist ein Werk der Künstlerin Anneliese Schmidt-Schöttler. Er wurde1987 auf dem Rathausplatz errichtet und befindet sich seit der Umgestaltung des Rathaus- und Klosterplatzes (2021) vor dem historischen Portal auf dem Klosterplatz.  

In Auftrag gegeben und gestiftet wurde der Brunnenvon der Firma Gebr. Beul & Co aus Attendorn. Das Originalmodell wurde innerhalb von drei Monaten von der Künstlerin Anneliese Schmidt-Schöttler gefertigt, der Bronzeguss stammtvon der Fa. Herbert Werner in Mittenaar-Ballersbach.

Die Skulptur steht für das Wasser als Inbegriff des Lebens in der gesamten Schöpfung. Sie soll als Symbol für das Leben in einer Stadt bzw. das menschliche Leben überhaupt gelten. „Es bleibt nur, wenn es nimmt und gibt, beharrt und strömt, hier und überall, wie ein Organismus.“

Die beiden Figuren mit ihren drei Schalen laden dazu ein, über die Abhängigkeit und die Notwendigkeit des Teilens nachzudenken. Die weibliche Figur steht dabei fürs „Tragen und Weiter tragen - Hoffnung und Zukunft menschlichen Lebens“.

Die Einweihung des Brunnens fand am 11.07.1987 auf dem Rathausplatz statt, begleitetvom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Ennest und einer Rede des Bürgermeisters Rüenauver. Im Rahmen der Feierlichkeit wurde ein Gedicht vorgetragen:

„Wasser, / Inbegriff für leben, / geben und nehmen, / teilen, / und weitergeben. / Murmelndes Spiel und fallendes fließen / läßt leben sprießen - / tausendfältig / der dinge viel / in dieser Welt. / Wasser, / es steigt und fällt, / ist spiegel farbiger / Wellenbilder, / von Schatten und Licht, / bewegt wie / du und ich, ein / jedes Angesicht, neu / Durst haben und / Durst stillen und verteilen. / dankbar darin verweilen / und allen sagen wer / es geschaffen hat.“

Zur Künstlerin

Anneliese Schmidt-Schöttler (* 1920 in Winterberg,  † 2011) hatte zehn Geschwister, ging auf eine Schule für bildende und angewandte Kunst an der Tombrock-Schule in Dortmund, arbeitete danach sieben Jahre als Meisterschülerin beim Bildhauer Carel Niestrath und lernte anschließend sechs Semester an der Werkkunstschule in Münster.

Ihre Plastiken sowie Gedenk- und Mahnmale an Rathäusern und in Kirchen, Schulen, Krankenhäusern, auf Friedhöfen und in Kapellen, darunter vielen Heiligenfiguren, sind kaum zu zählen.

Während ihrer Ehe zu Jupp Schöttler prägte sie zudem als Herbergsmutter in der Jugendherberge in Finnentrop-Bamenohl das Sauerland. Dort war sie bei Sorgen und Kummer für viele eine zugewandte Ansprechpartnerin. 

Alle Stationen des Skulpturenwegs auf einen Blick