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17.03.2015

50 Jahre Biggetalsperre

Am 20. März 2015 findet um 19.30 Uhr im Kolpinghaus, Ostwall 95, in Attendorn ein öffentlicher Abendvortrag von Achim Gandras zum Thema "Ein Streifzug durch das alte Biggetal mit Fotos von Wilfrid Müller und anderen" statt. Der Förderverein Südsauerlandmuseum lädt alle Interessierten hierzu herzlich ein. 

Veränderungen im Biggetal

Schon im Jahre 1938 beschloss der Vorstand des damaligen Ruhrtalsperrenvereins, die Bigge zwischen Olpe und Attendorn zu einer großen Talsperre aufzustauen. Das Vorhaben wurde durch den 2. Weltkrieg gestoppt und erst in den 1950er Jahren wieder aufgegriffen. Der Wasserbedarf im Sauerland und Ruhrgebiet wuchs durch das Ansteigen der Bevölkerung und das Aufleben der Industrie. Eine große Talsperre sollte die Wasserversorgung sicherstellen und gleichzeitig für Hochwasserschutz an Bigge Lenne und Ruhr sorgen. Im Jahre 1957 begannen die Bauarbeiten zu einem Großprojekt das Vorstaubecken, Dämme, Straßen und Brücken, - darunter als architektonische Besonderheit zwei doppelstöckigen Betonbrücken - entstehen ließ. Der aufgestaute See mit einer Ausdehnung vom 8,76 km², regte durch Wassersportmöglichkeiten, Freibäder und die Personenschifffahrt den Tourismus des Kreises Olpe an. Der Preis dafür war jedoch hoch, denn es mussten Wälder gerodet, Ackerboden entfernt und Häuser zerstört werden. 2.555 Personen verloren ihre Heimat im Biggetal und siedelten sich in neuen Dörfern an.

Diese gewaltige Veränderung, die das Verschwinden der traditionsreichen Kulturlandschaft im Biggetal bewirkte, veranlasste viele Profi- und Hobbyfotografen dazu, das Tal, seine Menschen und Bauwerke, noch einmal im Foto festzuhalten.

Achim Gandras wird die Besucher auf einen Streifzug durch das alte Biggetal mitnehmen und diese Veränderungen in seinem Vortrag kommentieren.

Kontakt

Monika Löcken »
Südsauerlandmuseum
Telefon: 02722 3711
Fax: 02722 631967
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