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Freitag, 14. Dezember 2018
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27.11.2018

Ausstellung über jüdisches Leben im Kreis Olpe

Das Südsauerlandmuseum eröffnet am Mittwoch, 21. November 2018, um 18:00 Uhr die Ausstellung "Shalom & Mazel Tov" über das jüdische Leben im Kreis Olpe. Juden und Christen lebten hier lange Zeit Tür an Tür.

Sehr wechselvolle Geschichte

Das Judentum in Europa blickt auf eine wechselvolle, über 1700-jährige Geschichte zurück. Nach Phasen des friedlichen Zusammenlebens kam es - besonders nach Pest-Epidemien und sozialen Umbrüchen - immer wieder zu Vertreibungen und Pogromen. Kaiser und Landesherren duldeten Juden jedoch wegen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit und gewährten ihnen deshalb Schutz.

In Südwestfalen und auch in Attendorn waren Juden bereits im Spätmittelalter ansässig. Im 18. Jahrhundert lebten darüber hinaus jüdische Familien in Förde, Lenhausen, Neuenkleusheim (Synagogengemeinde) und Oedingen. Im 19. Jahrhundert kamen Helden, Dünschede, Langenei, Altenhundem, Kirchhundem, Elspe, Rahrbach, Oberveischede, Rhode und Olpe als Wohnorte hinzu. Die Menschen lebten Tür an Tür, auch wenn das religiöse Glaubensbekenntnis unterschiedlich war.

Grausames Ende im Jahr 1942

Im Jahr 1942 wurde das Leben der jüdischen Familien im Kreis Olpe grausam beendet. Die Erinnerung an die jüdischen Mitbürger in der Region jedoch ist noch wach.

Die Ausstellung widmet sich dem Zusammenleben Tür an Tür mit den christlichen Nachbarn. Anschaulich werden ihre Gewerbe und die Lebenszusammenhänge beschrieben. Auch einzelne Personen werden in dieser Ausstellung vorgestellt.

Auch für Jugendgruppen und Schulen

Die Einführung in die Ausstellung  erfolgt durch die Museumsleiterin Monika Löcken. Christian Pospischil, Bürgermeister der Hansestadt Attendorn, wird ein Grußwort sprechen. Das Klezmer-Ensemble der Musikschule Attendorn begleitet die Veranstaltung mit einem musikalischen Programm.

Die Präsentation reiht sich in den Veranstaltungszyklus "Shalom Attendorn 2018" ein, der von der Initiative "Jüdisch in Attendorn" veranstaltet wird. Das Südsauerlandmuseum lädt Sie und Ihre Freunde herzlich ein, an der Veranstaltung teilzunehmen. Die Ausstellung ist bis Sonntag, 24. Februar 2019, zu sehen. Besonders für Schulen und Jugendgruppen ist die Präsentation von großem Interesse.

Kontakt

Monika Löcken »
Südsauerlandmuseum
Telefon: 02722 3711
Fax: 02722 631967
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