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Donnerstag, 22. Oktober 2020
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21.03.2020

Gedenktag 28. März

Mit Blumen erinnert die Hansestadt Attendorn alljährlich an die Zerstörung der Stadt am 28. März 1945 durch alliierte Bombenangriffe. Dazu gibt es zahlreiche Informationen. Die beiden Attendorner Günter Stumpf und Dieter Auert haben diese Zeit noch selbst miterlebt.

Erinnerungen an das Jahr 1945

Am 28. März 1945 wurde die Hansestadt Attendorn durch alliierte Bombenangriffe schwer zerstört. Dieser Tag ist und bleibt für die Bürgerinnen und Bürger ein Gedenktag und ein Tag der Trauer. 140 Menschen verloren ihr Leben, 286 Wohnungen in der Attendorner Innenstadt wurden zerstört. Schon seit einigen Jahren erinnern die Katholische und die Evangelische Kirchengemeinde alljährlich am 28. März zwischen 10.50 Uhr und 11.10 Uhr durch das Läuten der Totenglocken an dieses schreckliche Ereignis.

Der 28. März und der 15. Juni 1945, an dem nach Kriegsende in Attendorn das Munitionsdepot im Keller des Rathauses explodierte und weitere 35 Menschen in den Tod riss, hatten die Schrecken des Zweiten Weltkrieges unmittelbar in unsere Stadt gebracht. Ein Krieg, der die Folge einer barbarischen nationalsozialistischen Regierung war, die seit 1939 einen rücksichtslosen Vernichtungskrieg führte, bevor der Krieg 1945 schließlich auch das eigene Land heimsuchte.

Blumen zum Gedenken

Diese schrecklichen Ereignisse müssen im Bewusstsein der Bevölkerung erhalten bleiben und bedürfen daher einer würdigen Form der Erinnerung. Neben einer öffentlichen Gedenkveranstaltung im Fünf-Jahres-Rhythmus greift die Hansestadt Attendorn eine Anregung aus der Attendorner Bürgerschaft auf. Damit erinnert sie jährlich am 28. März und am 15. Juni sichtbar mit einem Blumengebinde an der Gedenkstele am Klosterplatz an die Ereignisse des Jahres 1945, die sich niemals wiederholen dürfen.

Während der Öffnungszeiten der Stadtverwaltung Attendorn können Interessierte im Foyer des Rathauses die im Jahr 2010 errichtete Erinnerungsstätte mit der Dokumentation „Opfer von Krieg und Gewalt“ besichtigen (Anmerkung: derzeit geschlossen). Weitere Informationen gibt es auf dieser Internetseite  in der Rubrik „Stadtinfo-Erinnerungsstätte“ hier.

Der 28. März 1945 war ein Tag der Befreiung. Darin sind sich die beiden Attendorner Günter Stumpf und Dieter Auert einig. Damit diese Zeit nicht in Vergessenheit gerät, hat der leider bereits verstorbene Videomacher Klaus Keseberg ein Video mit einem Gespräch der beiden als Zeitdokument erstellt. Beide erzählen darin, wie sie diesen für Attendorn verheerenden Tag erlebten. Das etwa 45-minütige Video gibt es hier.

 

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Otto Höffer »
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