50 Jahre Biggetalsperre
Veränderungen im Biggetal
Schon im Jahre 1938 beschloss der Vorstand des damaligen Ruhrtalsperrenvereins, die Bigge zwischen Olpe und Attendorn zu einer großen Talsperre aufzustauen. Das Vorhaben wurde durch den 2. Weltkrieg gestoppt und erst in den 1950er Jahren wieder aufgegriffen. Der Wasserbedarf im Sauerland und Ruhrgebiet wuchs durch das Ansteigen der Bevölkerung und das Aufleben der Industrie. Eine große Talsperre sollte die Wasserversorgung sicherstellen und gleichzeitig für Hochwasserschutz an Bigge Lenne und Ruhr sorgen. Im Jahre 1957 begannen die Bauarbeiten zu einem Großprojekt das Vorstaubecken, Dämme, Straßen und Brücken, - darunter als architektonische Besonderheit zwei doppelstöckigen Betonbrücken - entstehen ließ. Der aufgestaute See mit einer Ausdehnung vom 8,76 km², regte durch Wassersportmöglichkeiten, Freibäder und die Personenschifffahrt den Tourismus des Kreises Olpe an. Der Preis dafür war jedoch hoch, denn es mussten Wälder gerodet, Ackerboden entfernt und Häuser zerstört werden. 2.555 Personen verloren ihre Heimat im Biggetal und siedelten sich in neuen Dörfern an.
Diese gewaltige Veränderung, die das Verschwinden der traditionsreichen Kulturlandschaft im Biggetal bewirkte, veranlasste viele Profi- und Hobbyfotografen dazu, das Tal, seine Menschen und Bauwerke, noch einmal im Foto festzuhalten.
Achim Gandras wird die Besucher auf einen Streifzug durch das alte Biggetal mitnehmen und diese Veränderungen in seinem Vortrag kommentieren.