"Bruchim Habaim Le Attendorn!"
Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil und Amtsleiter Stefan Lütticke begrüßten bei einem Empfang im Rathaus der Hansestadt die Teilnehmer eines deutsch-israelischen Jugendaustausches.
Die Teilnehmer eines deutsch-israelischen Jugendaustausches wurden im Rathaus empfangen
An dem von der Akademie Biggesee initiierten Austausch nahmen neben den Schülerinnen und Schülern des Rivius Gymnasiums Attendorn auch zehn Jugendliche des Ma’ale Yosef Community Centers aus Hilla im Norden Israels teil.
Unter Leitung von Frau Machluf und Herrn Rubin aus Israel sowie Dr. Robert Schmidt von der Akademie Biggesee durften sich die Jugendlichen aus beiden Ländern auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Neben der Auseinandersetzung mit der Shoa und dem Lernen aus der gemeinsamen Geschichte beider Länder ging es auch auf Erkundungstouren nach Münster und in die wunderschöne Landschaft Attendorns.
Die Wichtigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen
Im Beisein von Amtsleiter Stefan Lütticke begrüßte Bürgermeister Christian Pospischil die Gäste aus Israel mit dem hebräischen Satz „Bruchim Habaim le Attendorn!“ („Herzlich Willkommen in Attendorn!“). Pospischil unterstrich die Wichtigkeit der deutsch-israelischen Beziehungen und warf einen Blick in die jüdische Geschichte der Stadt Attendorn.
"Shalom Attendorn 2018"
Dabei ging er selbstverständlich auf die diesjährige Veranstaltungsreihe „Shalom Attendorn 2018“ ein: „Angesichts des unvorstellbaren Leids, das dem europäischen Judentum und damit auch den jüdischen Familien in Attendorn während der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zugefügt wurde, und vor dem Hintergrund der Tatsache, dass inzwischen 80 Jahre seit der Pogromnacht 1938 vergangen sind, ist es wichtig, die Geschichte der jüdischen Familien Attendorns und damit auch dieses dunkle Kapitel Attendorner Stadtgeschichte in Erinnerung zu rufen.“
Mit-Initiator Tom Kleine stellte im Anschluss an das Grußwort des Bürgermeisters das umfangreiche Programm von „Shalom Attendorn 2018“ und die Initiative „Jüdisch in Attendorn“ vor.
"Darum sind wir hier!"
Yair Rubin vom Ma’ale Yosef Community Center bedankte sich für den freundlichen Empfang und zeigte sich sehr angetan von der Aufarbeitung dieses wichtigen Kapitels der Geschichte durch die Hansestadt Attendorn: „Bei allem Spaß und aller Freude, die wir in diesen Tagen in Deutschland erleben dürfen, haben uns die Worte von Herrn Pospischil und Herrn Kleine daran erinnert, warum wir hier sind und wie wichtig der Jugendaustausch zwischen unseren Ländern ist.“
USB-Stick und Schokolade
Die Jugendlichen gingen nicht mit leeren Händen aus dem Rathaus und erhielten zur Erinnerung an Attendorn einen USB-Stick mit Bildern und Informationen aus der Hansestadt. Und die von einem heimischen Konditormeister handgefertigte „Attendorn-Schokolade“ ließen sich die meisten Schüler aufgrund der heißen Außen-Temperaturen und der damit verbundenen „Schmilzgefahr“ noch im Ratssaal schmecken.
Im Dezember gehts zum Gegenbesuch nach Israel
Der Gegenbesuch der deutschen Jugendlichen in Israel findet im Dezember statt.