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Walter Schnatz liest

DIE VERANSTALTUNG FÄLLT AUS!

Update 11.03.2017: DIE VERANSTALTUNG FÄLLT AUS

Die vom Heimatverein Attendorn und der Buchhändlerin Isabell Hoffmann im Café Moses in Neu-Listernohl geplante Lesung "Gewonnen Wasser" mit Walter Schnatz am Samstag, 18. März 2017, muss aufgrund einer Erkrankung von Walter Schnatz ausfallen. Ob und wann die Lesung neu terminiert werden kann, steht derzeit noch nicht fest. Wer sich bereits eine Karte im Vorverkauf gesichert hat, kann sich diese in der Buchhandlung Hoffmann in Attendorn erstatten lassen.

 

"Gewonnen Wasser" am 18. März 2017 in Neu-Listernohl

Auf Einladung des Vereins für Orts- und Heimatkunde Attendorn und der Buchhändlerin Isabell Hoffmann wird der gebürtige Attendorner Walter Schnatz am Samstag, 18. März 2017, zu Besuch in seiner alten Heimat sein, um im Café Moses in Neu-Listernohl aus seinem Buch „Gewonnen Wasser“ vorzulesen.

Die Vita des 86-jährigen liest sich selbst wie ein spannendes Buch: Walter Schnatz wurde 1930 in Attendorn geboren, wo er seine Kindheit und Jugend verbrachte. Im Jahr 1950 schrieb er ein Theaterstück über den Heiligen Kilian, das in der zerbombten Franziskanerkirche in Würzburg aufgeführt wurde. Im Jahr 1954 ging er in die DDR in der Hoffnung, dort über die Arbeiter- und Bauernfakultät zum Abitur zu kommen, was sich jedoch nicht verwirklichen ließ. Er arbeitete als Zimmermann und Heizer und nahm erfolgreich an mehreren Literaturwettbewerben der DDR teil, was dazu führte, dass er am Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig studieren konnte. Im Jahr 1973 legte er das Staatsexamen in Literatur ab. Heute leben der 86-jährige Walter Schnatz und sein Sohn in Osnabrück.

Das bewegte Leben eines Arbeiterkindes im 20. Jahrhundert

Dieses bewegte Leben eines Arbeiterkindes durch das 20. Jahrhundert über die Jahrtausendschwelle zur Poesie spiegelt sich in seinen im Jahr 2014 von der Deutschen Literaturgesellschaft veröffentlichten Lebenssonetten „Gewonnen Wasser“ mit 465 Sonetten, drei Novellen und diversen Gedichten wider.

Walter Schnatz schildert unter anderem, wie er als Kind, in freudiger Erwartung der Ersten Heiligen Kommunion, die Verbrechen der Novemberpogrome mitansehen musste. Diese Gräueltaten brachten im November 1938 auch in Attendorn viel Leid über die jüdischen Mitbürger. In dieser Zeit der Verbrechen erfährt Walter Schnatz die Güte und Menschlichkeit des jüdischen Kaufmanns Cohn. Diese und weitere Erlebnisse wird Walter Schnatz am 18. März 2017 erzählen.

Moderiert wird die Veranstaltung von Achim Gandras und Tom Kleine.

Suppe und Getränk sind in der Eintrittskarte enthalten

Die Veranstaltung wird als „Suppenlesung“ durchgeführt. Im Eintrittspreis von 14 Euro sind eine Suppe und ein Getränk enthalten. Karten gibt es im Vorverkauf in der Buchhandlung Hoffmann in Attendorn (Ennester Straße 16) und im Café Moses in Neu-Listernohl (Augustinusplatz 11).

13.02.2017