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Von COPD bis Lungenkrebs: Was können Ärzte tun?

Asthma, COPD und Lungenkrebs gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Lunge. Wie sie behandelt werden können, erläutert Michael Arattukulam, neuer Leitender Arzt der Pneumologie beim nächsten „Attendorner Medizin-Gespräch“ am 16. März um 16 Uhr in der HELIOS Klinik Attendorn am Hohler Weg 9.

Unsere Lunge leistet Erstaunliches: Bei einem Erwachsenen fließen täglich um die 10.000 Liter Luft über die Atemwege in das lebensnotwendige Organ. Asthma, COPD und Lungenkrebs gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Lunge. „Das Bronchialkarzinom muss heute aber kein Todesurteil mehr sein“, weiß Michael Arattukulam. Bei Lungenkrebs wird im frühen Erkrankungsstadium immer eine operative Entfernung des Tumors angestrebt, da hiermit die größten Heilungschancen bestehen. Als Standardverfahren gilt die Entfernung des betroffenen Lungenlappens (Lobektomie). Immer häufiger kann dieser Eingriff auch minimal-invasiv durch eine so genannte „Schlüsselloch-OP“ vorgenommen werden. Welche pneumologischen Erkrankungen es außerdem gibt, was bei COPD oder Asthma helfen kann und wie eine Lungenentzündung am effektivsten behandelt wird, wird der Fachmann in seinem Vortrag erläutern.

Rauchen: Aufhören lohnt sich immer

Der mit Abstand größte beeinflussbare Risikofaktor für eine Lungenerkrankung ist das Rauchen. „Die durch den Zigarettenkonsum verursachen Lungenkrankheiten gehören zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit“, erklärt Arattukulam. „Durch den Tabakrauch werden die Flimmerhärchen der Schleimhaut in den Bronchien zerstört, die normalerweise eine reinigende Funktion übernehmen und die Schadstoffe, die über die Atemwege aufgenommen werden, abtransportieren. Außerdem führt das Rauchen zu einer vermehrten Schleimbildung in den Bronchien. Das äußert sich oft in Husten mit Auswurf am Morgen. Viele denken, dass sich nach vielen Jahren des Rauchens ein Aufhören für sie nicht mehr lohne. Da sind wir anderer Meinung! Jeder kann sein Atemvolumen spürbar erhöhen und sein Krankheitsrisiko senken, wenn er die Zigaretten aufgibt.“

Weitere Termine der Attendorner Medizingespräche im 1. Halbjahr 2016 finden Sie hier.

11.03.2016