Die Mini-Gruppe der "Liga gegen den Imperialismus" hatte Verstärkung erhalten. Aus dem Kreis Olpe und von jenseits der Kreisgrenzen waren ähnlich extrem gesonnene linke Einzelgänger nach Attendorn gekommen. Sie wollten Solidarität üben u.a. mit dem Attendorner Trio, das sich jetzt vor Gericht wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt und vorsätzlicher Körperverletzung verantworten muß. Doch nicht das soll Gegenstand dieser Berichterstattung sein. Die "Ligisten" haben in der Vergangenheit Attendorner Betriebe attackiert und dabei den Firmen Viegener II, Geta und Kutsch auf Flugblättern massive Vorwürfe wegen angeblicher Benachteiligung von Gastarbeitern in der Unterbringung und am Arbeitsplatz gemacht.
Das ist ein Teilaspekt des Hintergrundes für den Gesamtvorgang, der jetzt die Justiz auf den Plan gerufen hat. Aber eben dieser Aspekt war für die Westfalenpost Anlaß, in Attendorn "vor Ort" zu dieser Frage die Meinung der Betriebsratsvorsitzenden zu eben diesen Vorwürfen zu hören. Für das Geta-Werk spricht Betriebsleiter Elbracht.
Eugen Rameil, Betriebsratsvorsitzender bei Viegener II: Den Kindern und jungen Leuten sollte man das Fahrgeld geben und sie in das Land ihrer Träume schicken. Sämtliche Wohnungen der Gastarbeiter werden vor dem Bezug renoviert. Fotos dienen als Beweismaterial über den früheren und jetzigen Zustand. Zu den im Flugblatt zitierten unzumutbaren Verhältnissen in der Firma FV II kann ich nur sagen: Nach den tariflichen Bestimmungen sind deutsche Arbeitnehmer und Gastarbeiter gleichgestellt. Die Firma zahlt, auch an Gastarbeiter, eine übertarifliche Zulage. Die Betriebsratsmitglieder werden von deutschen und Gastarbeitern gewählt. Seit drei Jahren ist der Jugoslawe Paul Nagin im Betriebsrat der Firma und vertritt die Interessen der Gastarbeiter. Aufgrund des Betriebsverfassungsgesetzes ist es meine Pflicht, die Interessen aller Arbeitnehmer zu vertreten. Daß dies bei der Firma FV II geschieht, kann ich ausdrücklich bestätigen. Meiner Einladung zu einer Betriebsbesichtigung, um sich von der Falschheit bei ihren Anschuldigungen zu überzeugen, wurde von den Ligamitlgiedern nicht akzeptiert. Ersichtlich ist, daß es ihnen nicht auf eine wahrheitsgemäße Darstellung und Vertretung der Rechte der ausländischen Arbeitnehmer ankommt. Im Vordergrund steht "Effekthascherei".
Gerhard König, Betriebsratsvorsitzender der Firma M. Kutsch: "Die Einstellung der Liga-Mitglieder ist in keiner Weise gerechtfertigt und beeinträchtigt das Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer. Ihr Verhalten ist nicht im Sinne der Demokratie. Daß die Gastarbeiter in dreckigen Löchern wohnen und überhöhte Preise dafür zahlen, trifft in firmeneigenen Wohnungen nicht zu. Das ist auch die Meinung der Betriebsratsmitglieder."
Helmut Elbracht, Betriebsleiter des Geta-Werkes: "Der Grund dafür, daß wir im Liga-Blättchen ständig erwähnt werden, liegt darin, daß die Betriebsinhaber Gebrüder Teipel und ich nicht gewillt waren, aus den betriebseigenen Unterkünften einen Puff machen zu lassen. Wir wollen unsere Unterkünfte sauber halten und unser gesundes Betriebsklima nicht durch Chaoten versauen lassen. Zu der Schreierei auf dem Marktplatz kann ich nur sagen: Die sollen hinter dem Stacheldraht bölken, da hat man die richtigen Methoden für diese Leute. Die jungen Leute werden von Gastarbeitern und einheimischen Arbeitskräften nicht für voll genommen."
Das ist ein Teilaspekt des Hintergrundes für den Gesamtvorgang, der jetzt die Justiz auf den Plan gerufen hat. Aber eben dieser Aspekt war für die Westfalenpost Anlaß, in Attendorn "vor Ort" zu dieser Frage die Meinung der Betriebsratsvorsitzenden zu eben diesen Vorwürfen zu hören. Für das Geta-Werk spricht Betriebsleiter Elbracht.
Eugen Rameil, Betriebsratsvorsitzender bei Viegener II: Den Kindern und jungen Leuten sollte man das Fahrgeld geben und sie in das Land ihrer Träume schicken. Sämtliche Wohnungen der Gastarbeiter werden vor dem Bezug renoviert. Fotos dienen als Beweismaterial über den früheren und jetzigen Zustand. Zu den im Flugblatt zitierten unzumutbaren Verhältnissen in der Firma FV II kann ich nur sagen: Nach den tariflichen Bestimmungen sind deutsche Arbeitnehmer und Gastarbeiter gleichgestellt. Die Firma zahlt, auch an Gastarbeiter, eine übertarifliche Zulage. Die Betriebsratsmitglieder werden von deutschen und Gastarbeitern gewählt. Seit drei Jahren ist der Jugoslawe Paul Nagin im Betriebsrat der Firma und vertritt die Interessen der Gastarbeiter. Aufgrund des Betriebsverfassungsgesetzes ist es meine Pflicht, die Interessen aller Arbeitnehmer zu vertreten. Daß dies bei der Firma FV II geschieht, kann ich ausdrücklich bestätigen. Meiner Einladung zu einer Betriebsbesichtigung, um sich von der Falschheit bei ihren Anschuldigungen zu überzeugen, wurde von den Ligamitlgiedern nicht akzeptiert. Ersichtlich ist, daß es ihnen nicht auf eine wahrheitsgemäße Darstellung und Vertretung der Rechte der ausländischen Arbeitnehmer ankommt. Im Vordergrund steht "Effekthascherei".
Gerhard König, Betriebsratsvorsitzender der Firma M. Kutsch: "Die Einstellung der Liga-Mitglieder ist in keiner Weise gerechtfertigt und beeinträchtigt das Verhältnis Arbeitgeber-Arbeitnehmer. Ihr Verhalten ist nicht im Sinne der Demokratie. Daß die Gastarbeiter in dreckigen Löchern wohnen und überhöhte Preise dafür zahlen, trifft in firmeneigenen Wohnungen nicht zu. Das ist auch die Meinung der Betriebsratsmitglieder."
Helmut Elbracht, Betriebsleiter des Geta-Werkes: "Der Grund dafür, daß wir im Liga-Blättchen ständig erwähnt werden, liegt darin, daß die Betriebsinhaber Gebrüder Teipel und ich nicht gewillt waren, aus den betriebseigenen Unterkünften einen Puff machen zu lassen. Wir wollen unsere Unterkünfte sauber halten und unser gesundes Betriebsklima nicht durch Chaoten versauen lassen. Zu der Schreierei auf dem Marktplatz kann ich nur sagen: Die sollen hinter dem Stacheldraht bölken, da hat man die richtigen Methoden für diese Leute. Die jungen Leute werden von Gastarbeitern und einheimischen Arbeitskräften nicht für voll genommen."