Peterwagen und zivile Polizeifahrzeuge kurvten in den Straßen um die Attendorner Stadthalle, ein verstärktes Polizeiaufgebot und Beamte der Sicherheitsgruppe "K 14" in Zivil hatten sich in die 1.000 Besucher der Mai-Feier gemischt, die vom DGB und der IG Metall des Kreises Olpe am Vorabend des 1. Mai in der Attendorner Stadthalle abrollte: Trotz zunehmender Gerüchte, die "Liga gegen den Imperialismus" wolle die Maifeier mit dem neuen Erzbischof der Erzdiözese Paderborn, Dr. Degenhardt, als Festredner stören, blieb es ruhig. Die Tore der Stadthalle wurden so rechtzeitig verschlossen, daß die Liga-Mitglieder ihre Flugblätter mit Kampfparolen und Beschimpfungen nur unter den Türen herschieben und hinter den Scheibenwischern der Fahrzeuge anbringen konnten.
Unter dem Motto "Menschlichkeit - Sozialer Fortschritt - 25 Jahre DGB", das in großen Lettern die Stadthallenbühne der Hansestadt zierte, stand diese erste Großveranstaltung von DGB und IG Metall in der neuen Attendorner Halle, die mit der Ehrung von 136 Jubilaren verbunden war. IG-Metall Bevollmächtigter Franz Tittelbach, der ebenso wie Bürgermeister Hammer zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte, stellte heraus, daß in Attendorn erstmalig in der Bundesrepublik mit Dr. Degenhardt ein Erzbischof das Referat einer Maifeier des DGB hält. Dabei sei besonders zu würdigen, daß der neue Erzbischof zwei Tage nach seiner Inthronisation seinen ersten öffentlichen Auftritt im Rahmen einer Veranstaltung von Arbeitnehmern hat. Für die Bezirksleitung der IG Metall begrüßte Ludwig Bauer aus Hagen diese Tatsache.
Ein großes Maß an Übereinstimmung zwischen den Vorstellungen der Kirche und den Gewerkschaftlern auf dem Sektor Humanisierung der Arbeitswelt stellte Erzbischof Dr. Degenhardt in seinem Referat fest. Er appellierte deshalb an die Beteiligten, bessere Kontakte zu schaffen und eine fruchtbarere Zusammenarbeit herbeizuführen. Diejenigen, die sich für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Menschenwürde einsetzen, so der Erzbischof, müßten zusammenarbeiten. Nur so werde der Mensch auch in Zukunft Mensch bleiben.
Trotz einer Bejahung des Fortschritts gibt es nach Ansicht des Kirchenfürsten Gründe der Beunruhigung, weil der Fortschritt und das damit verbundene Wachstum der Wirtschaft nicht nur verwandt wird, die Ungleichheiten in der Gesellschaft zu mildern, stattdessen werde er mißbraucht, die Ungleichheiten zu verschärfen und zu vergrößern. Der Sinn des wirtschaftlichen Fortschritts, so das Anliegen der Kirche (Dr. Degenhardt fügte hinzu: "Ich hoffe auch das der Gewerkschaften"), bestehe nicht im Gewinn oder in der Erzielung einer Machtstellung, sondern im Dienst am Menschen. Der Erzbischof verwies auf die Soziallehre der Kirche und forderte: "Der Mensch ist Ursprung, Mittelpunkt und Ziel des gesamten wirtschaftlichen Lebens." Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bezeichnete Dr. Degenhardt als ein dringendes Erfordernis der Zeit. Gleichzeitig forderte er eine bessere Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Die Weckung und Förderung von Verantwortungsbereitschaft und eigenständiger Mitverantwortung sollte das Ziel jedes Unternehmens sein.
Unter dem Motto "Menschlichkeit - Sozialer Fortschritt - 25 Jahre DGB", das in großen Lettern die Stadthallenbühne der Hansestadt zierte, stand diese erste Großveranstaltung von DGB und IG Metall in der neuen Attendorner Halle, die mit der Ehrung von 136 Jubilaren verbunden war. IG-Metall Bevollmächtigter Franz Tittelbach, der ebenso wie Bürgermeister Hammer zahlreiche Ehrengäste begrüßen konnte, stellte heraus, daß in Attendorn erstmalig in der Bundesrepublik mit Dr. Degenhardt ein Erzbischof das Referat einer Maifeier des DGB hält. Dabei sei besonders zu würdigen, daß der neue Erzbischof zwei Tage nach seiner Inthronisation seinen ersten öffentlichen Auftritt im Rahmen einer Veranstaltung von Arbeitnehmern hat. Für die Bezirksleitung der IG Metall begrüßte Ludwig Bauer aus Hagen diese Tatsache.
Ein großes Maß an Übereinstimmung zwischen den Vorstellungen der Kirche und den Gewerkschaftlern auf dem Sektor Humanisierung der Arbeitswelt stellte Erzbischof Dr. Degenhardt in seinem Referat fest. Er appellierte deshalb an die Beteiligten, bessere Kontakte zu schaffen und eine fruchtbarere Zusammenarbeit herbeizuführen. Diejenigen, die sich für Gerechtigkeit, Freiheit, Frieden und Menschenwürde einsetzen, so der Erzbischof, müßten zusammenarbeiten. Nur so werde der Mensch auch in Zukunft Mensch bleiben.
Trotz einer Bejahung des Fortschritts gibt es nach Ansicht des Kirchenfürsten Gründe der Beunruhigung, weil der Fortschritt und das damit verbundene Wachstum der Wirtschaft nicht nur verwandt wird, die Ungleichheiten in der Gesellschaft zu mildern, stattdessen werde er mißbraucht, die Ungleichheiten zu verschärfen und zu vergrößern. Der Sinn des wirtschaftlichen Fortschritts, so das Anliegen der Kirche (Dr. Degenhardt fügte hinzu: "Ich hoffe auch das der Gewerkschaften"), bestehe nicht im Gewinn oder in der Erzielung einer Machtstellung, sondern im Dienst am Menschen. Der Erzbischof verwies auf die Soziallehre der Kirche und forderte: "Der Mensch ist Ursprung, Mittelpunkt und Ziel des gesamten wirtschaftlichen Lebens." Die Mitbestimmung der Arbeitnehmer bezeichnete Dr. Degenhardt als ein dringendes Erfordernis der Zeit. Gleichzeitig forderte er eine bessere Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Die Weckung und Förderung von Verantwortungsbereitschaft und eigenständiger Mitverantwortung sollte das Ziel jedes Unternehmens sein.