Jung und Alt standen sich auf der Bühne gegenüber, trugen Verwicklungen aus, setzten Durcheinandergeratenes wieder gerade und feierten am Schluß, wie konnte es auch nicht anders sein, das "große Happyend". Und so kennt man sie halt vom Bildschirm, jenes Volkstheater-Ensemble aus Hamburg an der den Großen Bleichen, das sich - nach seinem Gründer - Ohnsorg-Theater nennt. 1.200 begeisterte Zuschauer jubelten diesem Theater am Mittwoch in der ausverkauften Attendorner Stadthalle zu, als im Rahmen einer Tournee das Lustspiel "Die zwei Engel" mit Heidi Kabel in der Hauptrolle über die Bühne lief.
Was der Verkehrsverein und die Stadt schon lange geplant hatten, war also Wirklichkeit geworden. Der Erfolg blieb nicht aus. "Trude Engel" alias Heidi Kabel und zugleich "Frau Konsul Brinkmann" in einer Person wollte ihre Tochter Bessie (Heidi Mahler) unter die Haube bringen. Für viel Bühnen-Spektakulum sorgten dabei der gutmütige Kolonialwarenhändler Willy Schünzel (Werner Riepel), der junge Verehrer Klaus Mönkeberg (Jürgen Pooch) und nicht zuletzt Dr. Schäfer (Hanno Thurau).
Übrigens: Pro Auftritt kassiert die Zugnummer des Ensembles, Heidi Kabel, 1.200 Mark. Das bekommt der Kuli nicht.
In der Pause unterhielt sich unser Giba-Redaktionsmitglied mit Heidi Kabel: Hier das Interview:
Frage: Sie sind zum erstenmal mit dem Ohnsorg-Theater auf Torunee. Wieviel Vorstellungen haben sie bisher gegeben, wann ist Tournee-Ende?
Antwort: Es begann am 12. August und endet jetzt am 4. Dezember in Hamburg. Wir haben über 120mal in großen und kleinen Städten gastiert.
Frage: Kann man schon jetzt von einem Erfolg sprechen?
Antwort: Ja, ich glaube schon. Man selbst erzählt das ja nicht so gern, aber wir hatten fast durchschnittlich nur ausverkaufte Häuser, was man leider von allen Tourneen nicht sagen kann.
Frage: Glauben Sie, daß diese Tournee vielleicht einen noch größeren Erfolg gehabt hätte, wenn der vom Ohnsorg-Theater ausgeschiedene Henry Vahl mit von der Partie gewesen wäre?
Antwort: Das glaub ich nicht, denn mehr wie ausverkauft geht wohl nicht. Man kann die Leute ja nicht aufeinander setzen.
Frage: Was kommt nach der Ära von Volkstheater-Schauspielern wie Heidi Kabel oder Willi Millowitsch?
Antwort: Das wird immer weiter gehn. Wenn wir mal nicht mehr sind, dann werden andere kommen, die dann genauso beliebt sind. Wir haben ja guten Nachwuchs genug.
Frage: Gerade im Sauerland hat auch jetzt der Winter seinen Einzug gehalten. Lieben sie den Schnee und die Berge?
Antwort: Wenn ich ein schönes, warmes Zuhause habe, dann lieb ich ihn sehr. Ich laufe gern im Schnee rum, aber es muß dann, wenn ich zurückkomme, auch wieder warm sein. Und das ist ja so'n bißchen in Frage gestellt, jetzt währen der Ölkrise ...
Was der Verkehrsverein und die Stadt schon lange geplant hatten, war also Wirklichkeit geworden. Der Erfolg blieb nicht aus. "Trude Engel" alias Heidi Kabel und zugleich "Frau Konsul Brinkmann" in einer Person wollte ihre Tochter Bessie (Heidi Mahler) unter die Haube bringen. Für viel Bühnen-Spektakulum sorgten dabei der gutmütige Kolonialwarenhändler Willy Schünzel (Werner Riepel), der junge Verehrer Klaus Mönkeberg (Jürgen Pooch) und nicht zuletzt Dr. Schäfer (Hanno Thurau).
Übrigens: Pro Auftritt kassiert die Zugnummer des Ensembles, Heidi Kabel, 1.200 Mark. Das bekommt der Kuli nicht.
In der Pause unterhielt sich unser Giba-Redaktionsmitglied mit Heidi Kabel: Hier das Interview:
Frage: Sie sind zum erstenmal mit dem Ohnsorg-Theater auf Torunee. Wieviel Vorstellungen haben sie bisher gegeben, wann ist Tournee-Ende?
Antwort: Es begann am 12. August und endet jetzt am 4. Dezember in Hamburg. Wir haben über 120mal in großen und kleinen Städten gastiert.
Frage: Kann man schon jetzt von einem Erfolg sprechen?
Antwort: Ja, ich glaube schon. Man selbst erzählt das ja nicht so gern, aber wir hatten fast durchschnittlich nur ausverkaufte Häuser, was man leider von allen Tourneen nicht sagen kann.
Frage: Glauben Sie, daß diese Tournee vielleicht einen noch größeren Erfolg gehabt hätte, wenn der vom Ohnsorg-Theater ausgeschiedene Henry Vahl mit von der Partie gewesen wäre?
Antwort: Das glaub ich nicht, denn mehr wie ausverkauft geht wohl nicht. Man kann die Leute ja nicht aufeinander setzen.
Frage: Was kommt nach der Ära von Volkstheater-Schauspielern wie Heidi Kabel oder Willi Millowitsch?
Antwort: Das wird immer weiter gehn. Wenn wir mal nicht mehr sind, dann werden andere kommen, die dann genauso beliebt sind. Wir haben ja guten Nachwuchs genug.
Frage: Gerade im Sauerland hat auch jetzt der Winter seinen Einzug gehalten. Lieben sie den Schnee und die Berge?
Antwort: Wenn ich ein schönes, warmes Zuhause habe, dann lieb ich ihn sehr. Ich laufe gern im Schnee rum, aber es muß dann, wenn ich zurückkomme, auch wieder warm sein. Und das ist ja so'n bißchen in Frage gestellt, jetzt währen der Ölkrise ...