Bericht des Amtsverwalters Johann Eberhard Höynck zu Bilstein. So habe der verstorbene Dompropst Johann Adolf von Fürstenberg schon lange vor seinem Tode die Absicht gehabt, in Oberhundem eine Vikarsstelle zu stiften, um gleichzeitig neben dem Priesteramt die Jugend unterrichten zu können. Zu diesem Zweck hat er das Häuschen errichten lassen, was jetzt der Gärtner bewohnt und wo früher eine unscheinbare Schmiede gestanden hat. Zunächst wurde dieses Haus durch den Adolfsburger Rentmeister bewohnt. Da dieser der Gemeinde Oberhundem viele gute Dienste erwiesen hat, bekam er die Erlaubnis, Bier und Branntwein auszuschenken. Dessen Nachfolger Meister Dietrich, Koch der Adolfsburg, hat die Ge-meinde dasselbe Recht eingeräumt. Der jetzige Bewohner betreibt eine sehr starke Wirtschaft und ist der Meinung, die Wirtschaftskonzession klebe von jeher an diesem Haus. Nicht nur der Gärtner, sondern auch der Jäger Arnold wohne in diesem Haus; sie hätten den früheren Baumeister Fritz mit seinem Weib sogar noch als Untermieter einquartiert, was für Ärger im Dorf sorge. Daneben vernachlässige der Gärtner seine eigentlichen Arbeiten und sorge ständig durch seine losen Redensarten im Dorf für Aufruhr. Der Freiherr möge Klarheit schaffen, da diese Verhältnisse für ein geistliches Haus nicht angemessen seien.