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Die Kette knapp 500 Gramm. Ihre edlen Materialien: Gold, Silber, Elfenbein. Sie hat der Goldschmiedemeister Lutz Kuhlmann (Hemer) geformt und zusammengefügt zu einer Amtskette für Attendorns ersten Bürger und Vorsitzenden im Rat der Stadt. Die neue Amtskette soll Zeichen der Würde und Ausdruck selbstbewußter Repräsentation sein. Sie wurde heute im Rat der Stadt entgegengenommen. Erstmals trug Bürgermeister Karl Hammer den (10.000 DM wertvollen) Bürgermeisterschmuck.
Juwelier Kuhlmann verwies vor dem Rat darauf, daß der Brauch einer Amtskette auf ritterliche Gewohnheiten in der Zeit des 14. und 15. Jahrhunderts zurückreicht. Er wünscht der Stadt und den zukünftigen Trägern Erfolg und übergab die Kette dem Al-terspräsidenten. Eugen Epe (67) traf die Feststellung, daß von den Kosten die "schwachen Finanzen der Stadt nicht belastet werden", denn: Institutionen und auch Ratsmitglieder haben dafür gespendet. Diese Amtskette wertete er auch als sichtbaren Ausdruck dafür, daß sich ein Stadtgefühl entwickelt habe.
Nachdem er die Kette an Bürgermeister Hammer weitergegeben hatte, sprach der Ratsvorsitzende, für ihn bedeute sie "Ehre und Verpflichtung zugleich". Die Verbindung der einzelnen Ket-tenglieder schien ihm Symbol zu sein für die Bindeglied-Aufgabe des Bürgermeisters im Verhältnis zum Rat, zur Verwaltung und zu allen Schichten der Bürgerschaft. Er bekundete die Absicht, diese Kette einmal seinem Nachfolger zu übergeben in dem Bewußtsein, im Dienst für die Gemeinschaft seine Pflicht erfüllt zu haben. Sein Dank galt den Kollegen im Rat, dem Bür-gerausschuß und auch allen, die im Laufe der Zeit seine Tätig-keit mit Kritik begleitet haben. Der Beifall der Ratsmitglieder war zustimmender Schlußpunkt hinter eine kurze Zeremonie, die si-cherlich auch als Auftakt der Feierlichkeiten zum Attendorner Stadtjubiläum verstanden werden darf.