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In diesem Jahr kann die Spar- und Darlehnskasse auf ein 75jähriges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde eine Feierstunde in der Schützenhalle veranstaltet. In seiner Festansprache wies Staatsminister a. D. Dr. Peters besonders auf die freiheitliche Entwicklung der Genossenschaften hin.
Die Festversammlung wurde verschönt durch Darbietungen des Attendorner Jugendorchesters unter der Leitung von Edwin Roth. Herzliche Begrüßungsworte richtete der Vorsitzende der „Spadaka“, Richard, Milstenau, an die Versammlung, insbesondere an die Ehrengäste. Unter anderem waren erschienen Landrat Metten, Vikar Kettler in Vertretung der Geistlichkeit, Bundestagsabgeordneter Lenze, die Bürgermeister Albus, Struck und Luke, Dr. Kniggemeier als Vertreter der Ländlichen Genossenschaften, Verbandsprüfer Cordes und die Rendanten der Spar- und Darlehnskassen aus Listernohl, Helden und Heggen, die gleichfalls in diesem Jahre 75 Jahre bestehen.
Einen geschichtlichen Überblick der Spar- und Darlehnskasse Attendorn gab der stellvertretende Vorsitzende Paul Maiworm. Wenn man die Protokolle und Aufzeichnungen aus dieser Zeit vor sich hat, wird offenbar, welch wichtiges Ereignis damals im Wirtschaftsleben der Stadt diese Gründung zur Zeit von Vikar Brill bedeutete. Die Geburtsurkunde der Spadaka umfaßt alle namhaften Vertreter der verschiedensten Berufsstände. Die Urkunde besagt, daß es damals ein drin-gendes Bedürfnis war, in eigener Verantwortung ein Geldinstitut zu er-richten, das allen Ständen gerecht wurde.
Staatsminister a. D. Dr. Peters betonte in seiner Festansprache, daß nicht die Größe einer Kasse entscheidend sei, sondern das der Geist der Gründer weiterleben müsse. Dieses sei in Attendorn bis auf den heutigen Tag geschehen. Die Spar- und Darlehnskasse sei die Einrichtung einer echten Selbsthilfe, die gemeinschaftlich zur Eigenhilfe ansporne und das Selbstbewustsein des einzelnen fördere, sein Vertrauen in die eigene Kraft stärke. In den Genossenschaften, so führte der Staatsminister weiter aus, werde durch den Ansporn zur gemeindli-chen Selbsthilfe und der daraus sich ergebenden Selbstverwaltung die Persönlichkeit herausgebildet.
Die Glückwünsche des Landkreises überbrachte Landrat Metten; für Stadt und Amt Attendorn sprachen die Bürgermeister Albus (Attendorn) und Struck (Niederhelden). Bundestagsabgeordneter Lenze und viele andere Gäste schlossen sich den Gratulanten an.
Während der Festversammlung konnten acht Mitglieder geehrt werden, die bereits 40 Jahre der Spadaka Attendorn angehören. Als Vorsitzender des Aufsichtsrates sprach Landrat Metten den Jubilaren seine Glückwünsche aus und überreichte ihnen Geschenke. Die Namen der Jubilare sind: Johann Zacker (Windhausen), Karl Schröder (Ennest), sowie Franz Gudelius, Friedrich Fuhrmann, Paul Fuhrmann, Casper Schmidt, Franz Kronenberg und Franz Teipel, sämtlich aus Attendorn.