Bericht des Gografen Joanvahrs an Landdrost und Räte über die Trup-penbewegungen der letzten Tage; am 16.12. seien drei Kompanien Dragoner, die bis zu diesem Zeitpunkt in den Gerichten Olpe, Drolshagen und Wenden gelegen hätten, aufgebrochen. Zwei Kompanien seien ins Amt Bilstein, eine ins Gogericht Attendorn gezogen. Gleichzeitig kamen Kanoniere und Wagenknechte in unbekannter Zahl im Gericht Olpe, Drolshagen und Wenden an. Am 22.12. seien diese wieder aufgebrochen und nach Herborn gezogen. Am 22.12. kam eine Kompanie vom 21. Dragonerregiment an, die auf das 2. Regiment aufgeteilt wurden. Da der Stab aber bereits nach Burbach abgezogen war, mußten diese Dragoner dorthin folgen. Am 24.12. erfolgte dann nach mehreren verschiedenen Befehlen der Aufbruch des 2. Regiments zwischen 10 und 11 Uhr. Eine Stunde später kamen erneut die Quartiersmeister des 1. Regiments, wovon der Stab im Haus Wocklum liegt, um Quartier zu machen. Am gleichen Abend kam der Stab von Wocklum in der Stadt Attendorn an. Eine Kompanie ist ins Gogericht Attendorn, 4 ins Amt Bilstein und 3 Kompanien ins Amt Olpe, Drolshagen und Wenden einquartiert worden. Der Durchzug dauerte fast die ganze Nacht. Eine Kompanie wurde noch im Haus Schnellenberg, in der Kanonie Ewig und im Dorf Ennest einquartiert. In Ennest sind in der vergangenen Nacht 80-100 Pferde von Dragonern oder Fuhrleuten gewesen. In jede, Haus der Stadt waren 3-5 Mann untergebracht. Zur Zeit kommen wieder 40 Pferde an. Joanvahrs weist darauf hin, dass, falls die Einquartierung bis Lichtmess andauern sollte, sämtliche Futtervorräte aufgebraucht, das Vieh verbraucht und die Äcker nicht bestellt werden könnten.