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Montag, 21. September 2020
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05.05.2020

Südsauerlandmuseum wieder geöffnet

Das Südsauerlandmuseum in Attendorn hat ab sofort zu den bekannten Öffnungszeiten unter Einhaltung bestimmter Verhaltensregeln wieder geöffnet.

Bestimmte Verhaltensregeln

Unter Einhaltung der Abstandsregeln und Niesetikette ist das Museum ab dem 5. Mai 2020 wieder geöffnet. An der Kasse des Museums wurde ein Spuckschutz instaliert, am Eingang ein Handspender für Desinfektionsmittel. Pro Etage im Museum sind maximal drei Besucher erlaubt. Dies sind nur einige der Maßnahmen, die im Südsauerlandmuseum getroffen wurden, um einen geregelten Ablauf wieder aufnehmen zu können.

Kunstsammlung des Lennestädter Ehepaares Wulff

Das Südsauerlandmuseum gibt Infos zur aktuellen Ausstellung:

"Wir präsentieren Gemälde und Drucke aus der Sammlung der Eheleute Meinolf und Marlies Wulff, Lennestadt-Altenhundem, die aus der Epoche des Symbolismus stammen.

Die Wurzeln dieser Kunstströmung sind in den gesellschaftlichen Umwälzungen und historischen Ereignissen des 19. Jahrhunderts zu suchen, z. B. der Industrialisierung, dem technischen und wissenschaftlichen Fortschritt und der Entstehung des Materialismus.

Herkömmlichen Religion und Moralvorstellungen gerieten ins Wanken. Die Auffassung der Welt als etwas unzulänglich Erfasstes führte zusammen mit der Aufbruchsstimmung der Fin-de-Siècle-Kultur zu der Suche nach neuen Entfaltungsmöglichkeiten.

Aus der Sicht von Historikern handelt es sich um die Wilhelminische Epoche, die mit dem Dreikaiserjahr 1888 begann. Kunst, Musik und Literatur wiesen im Reich bedeutende Namen auf und Wissenschaft und Technik, Universitäten und Schulen genossen hohes Ansehen.

Der Ausbau der Industrie, der Verkehrs- und Kommunikationswege, und hier vor allem der Ausbau des Schienennetzes der Eisenbahn, erleichterten den Warenverkehr. Der Telegrammverkehr war innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem Massenkommunikationsmittel geworden, die Ausbreitung des Fernsprechers stand kurz bevor. Die Elektrifizierung wurde großräumig angestoßen. Mit Übersee-Export und Ozeanschifffahrt, Kolonien und Flotte wähnten sich Volk, Regierung und Monarch in den Kreis der Weltmächte aufgestiegen.

Hinter der glanzvollen Fassade verbargen sich jedoch die ungelösten Gegensätze der jungen Industriegesellschaft.

Die Kunstsammlung geht auf die Sammlungstätigkeit des Unternehmerehepaares Marlies und Meinolf Wulff zurück. Da das Paar kinderlos war, wurde die Kunst eines der Steckenpferde der Wulffs. Diese Leidenschaft kristallisierte sich in den späten 60-er Jahren und dann auch intensiv in den 70-er bis 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts heraus. Schon 1994 hatten die Eheleute Wulff verfügt, dass das gesamte Vermögen, darunter die Kunstsammlung und mehrere Immobilien in eine Stiftung unter der Bezeichnung „Sammlung Wulff“ eingebracht werden sollten. Der Zweck der Stiftung ist die Förderung von Kunst und Kultur, insbesondere die Erhaltung, Förderung und Erweiterung der vorhandenen Kunstsammlung ist. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Erhaltung, Förderung und Erweiterung der vorhandenen Kunstsammlung und die Zugänglichmachung der Sammlung für die Öffentlichkeit. Wobei die Satzung ausdrücklich beinhaltet, dass die Kunstgegenstände der Öffentlichkeit auch in Museen auf Zeit oder dauerhaft als Leihgabe zur Verfügung gestellt werden können.

Das Südsauerlandmuseum freut sich sehr, eine Auswahl der Sammlung in der Ausstellung: „Aufbruch ins 20. Jahrhundert präsentieren zu können. Wir präsentieren die Kunstwerke und setzen sie in Beziehung zu Politik und Wirtschaft, Volkglauben und Lebenswelt der Menschen unserer Region.“

 

Kontakt

Südsauerlandmuseum »
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