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Samstag, 17. November 2018
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07.11.2018

Gedenkstele auf dem jüdischen Friedhof enthüllt

Auf dem jüdischen Friedhof in Attendorn ist die Gedenkstele zur Erinnerung an die während der Terrorherrschaft der Nazis deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürger der Hansestadt enthüllt worden. Zahlreiche Angehörige der Opfer waren aus aller Welt angereist, um an dem Ereignis teilzunehmen.

Die Erinnerung wach halten

In einer würdevollen Feier haben zahlreiche Besucher sowie Angehörige der jüdischen Attendorner Familien dem schrecklichen Geschehen gedacht, das auch in Attendorn niemanden verschont hatte. "Wenn wir uns heute vor den Toten verneigen und der Opfer gedenken, dann bekunden wir damit auch, dass wir uns unserer Geschichte stellen und die Erinnerung wachhalten wollen", sagte Bürgermeister Christian Pospischil in seiner Ansprache.

Auch Landrat Frank Beckehoff und Alexander Sperling vom Landesverband der jüdischen Gemeinden von Westfalen-Lippe wiesen auf die Verantwortung hin, die aus der Vergangenheit erwachsen ist. Während des Gesangs des Dortmunder Kantors Arieh Mozes verneigten sich viele Besucher - jüdische und nicht-jüdische - in tiefer Betroffenheit.

Stelenenthüllung als Höhepunkt der Veranstaltungsreihe

Das Programm wurde untermalt von Daria Weck und Cagla Dural von der Hanseschule, die eine Fabel von James Thurber auf Deutsch und Englisch vortrugen. Das Quartett des St. Ursula-Gymnasiums Attendorn mit Lea Dolligkeit, Janina Rauterkus, Severine Risch und Adelina Kühl waren unter der Leitung von Christoph Schulte für das musikalische Programm verantwortlich. Timo Keseberg vom Rivius Gymnasium verlas nach der Enthüllung der Stele den Text derselben.

Hartmut Hosenfeld und Tom Kleine vom Verein "Jüdisch in Attendorn" haben eine Veranstaltungsreihe zum 80. Jahrestag der Novemberpogrome ins Leben gerufen, deren Höhepunkt die Errichtung der Stele auf dem jüdischen Friedhof ist.

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Tom Kleine »
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