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Freitag, 03. Juli 2020
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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

24.10.1661 Rechtsstreit soll beendet werden

Ferdinand von Fürstenberg, Bischof von Paderborn, bittet den Markgrafen Wilhelm von Baden, den Rechtsstreit mit seinem Bruder Friedrich von Fürstenberg zu beenden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 233.

25.01.1662 Neuigkeiten aus Olpe

Friedrich von Stockhausen, Richter zu Olpe, wünscht Friedrich von Fürstenberg Gesundheit zum neuen Jahr. Die Schatzungen werden zur Zeit eingetrieben. In den Gerichten Drolshagen und Wenden ist der höchste Steuersatz, das Gericht Olpe hat den niedrigsten Anschlag. Es muss nun entschieden werden, ob die Rückstände, die sich als Folge des Krieges seit 1630 angesammelt haben, niedergeschlagen oder eingetrieben werden sollen. Stockhausen empfiehlt eine Niederschlagung; arme Leute, die vor vielen Jahren die wüst gelegenen Höfe übernommen und wieder emporgewirtschaftet hätten, sollten jetzt nicht nachträglich für all die Aufbaujahre besteuert werden.
Auch die Zollpraxis sollte geändert werden. So bedienen sich bergische und märkische Fuhrleute beim Import von Eisen der Drolshagener Straße, die nach Meinerzhagen führt – zum Schaden des Römershagener Zolls. Es empfiehlt sich, die Zollstation deshalb in Scheda einzurichten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 235, Blatt 37.

10.03.1662 Auseinandersetzung wegen Rauterkusen

Vor dem Gogericht Attendorn setzen sich die Erben des Hofes Rauterkusen, Degenhard Mehler und dessen Schwester Margaretha Vetter, mit dem Pächter auseinander. Seit mehr als 50 Jahren besitzt die Familie Mehler ein Viertel des Hofes. Ursprünglich habe der Vater Friedrich Mehler die Pacht bekommen, dann dessen Stieftochter Margaretha. Zwischenzeitlich sei der Hof auch abgabepflichtig an den Generalfeldmarschall von Bönninghausen gewesen. Ausgefertigt vom Gerichtsschreiber Christoph Zeppenfeld.


Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3163.

23.03.1662 Sauerländer Klima in der Barockzeit

Friedrich von Fürstenberg schreibt aus Paderborn an seine Frau und berichtet ihr über seinen Gesundheitszustand. Er sagt, sein Doktor habe ihm empfohlen, nicht zu oft auf Schnellenberg zu sein. Das Klima dort sei im Winter zu scharf und zu kalt, im Sommer zu feucht. Der Nebel komme selbst durch verschlossene Fenster in die Zimmer.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 235.

24.07.1662 Weg mit den alten Registern

Friedrich von Stockhausen, Richter zu Olpe, teilt Friedrich von Fürstenberg mit, dass die Steueransätze für die Schatzungen zu hoch seien, teilweise seien sie veranschlagt auf der Grundlage veralteter Register. Man möge die Ansätze überprüfen zu Gunsten der Bevölkerung.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 235, Blatt 253.

07.08.1662 Belehnungen mit dem Stürzenberg

Adam Dietrich Rump zur Wenne belehnt den ehrbaren Eberhard Höffer zu Attendorn mit 10 Viertelscheid Land am Stürzenberg, so, wie dies vordem Georg Dankelhaus und Hermann Höffer als Lehen trugen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

14.08.1662 Amtseinführung des neuen Drosten

Kurfürst Maximilian Heinrich von Köln setzt den Johann Adolf von Fürstenberg bis zur Großjährigkeit des Maximilian Heinrich von Fürstenberg zum Drosten der Ämter Bilstein, Waldenburg und Fredeburg ein.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20731.

20.08.1662 Der Komtur rüffelt den Heldener Vikar

Eberhard von Dallwig zu Waldenburg antwortet Bernhard Kühn, Kaplan und Vikar in Helden und Dünschede. Er wirft ihm eine Beschwerde des Kolonen Friedrich Bockhagen aus Silbecke vor, wonach Kühn diesem die Kommunion verweigert habe mit der Begründung, dass er unwürdig sei. Auch habe er öffentlich von der Kanzel erklärt, er werde den reichen Bauern Bockhagen binnen Jahresfrist arm machen. Er habe dem Peter Drudeken Schläge ins Gesicht angedroht. Der Komtur fordert den Vikar Kuhn auf, sich künftig gegenüber den Kolonen vernünftig zu benehmen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 235, Blatt 287.

23.08.1662 Jagdstreit kommt vors Reichskammergericht

Der Kurfürst teilt den Einsassen der Ämter Bilstein, Waldenburg und Fredeburg mit den dazu gehörenden Gerichten Olpe, Drolshagen und Wenden mit, dass er eine Immunität der Jagddienste nicht bestätigen könne.

Im Folgenden entwickelt sich zwischen dem Kurfürsten und den Ämtern und Gerichten eine weitere langwierige Auseinandersetzung über die vom Kurfürsten eingeforderten Jagddienste. In diesem Zusammenhang bevollmächtigt der Abt Johannes von Grafschaft den Ordenskomtur Eberhard von Dall-wich zu Waldenburg, beim Reichskammergericht Klage zu erheben.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2545, Blatt 395.

16.09.1662 Gratulation aus Rom

Wilhelm von Fürstenberg, Domdechant zu Salzburg und zur Zeit Gast in Rom, gratuliert Johann Adolf von Fürstenberg zu seiner Bestallung als Droste der Ämter Bilstein, Waldenburg und Fredeburg. Er soll sich von der Arnsberger Regierung nicht in die Karten schauen lassen; andererseits soll er stets ein reines Gewissen bewahren, damit er seinem Gegenüber stets klar ins Gesicht sehen kann.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akten AFH 235, Blatt 333.

02.11.1662 Gograf bittet den Paderborner Hofmarschall um Auskünfte

Lambert Bischopinck, Gograf von Attendorn, an Franz Wilhelm von Fürstenberg, Deutschordensritter und Komtur zu Duisburg und Osnabrück, paderbornischer Hofmarschall: Offenbar gibt es Schwierigkeiten bei der Erhebung der Gefälle in den Ämtern Bilstein und Fredeburg, außerdem bedarf die fürstenbergische Vormundschaft einer Erklärung; Bischopinck bittet um Anweisung, wie er sich in Sachen Schüngel und Schulte zu Günne verhalten soll. Er bittet, den Sohn des Chirurgus Zeppenfeld als Student in Paderborn zu protegieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 235, Blatt 403.

22.11.1662 Gograf Bischopinck bittet um Unterstützung

Lambert Bischopinck, Gograf von Attendorn, schreibt an Franz Wilhelm von Fürstenberg, Deutschordensritter und Komtur zu Duisburg und Osnabrück und paderbornischer Hofmarschall: Offenbar gibt es Schwierigkeiten bei der Erhebung der Steuern in den Ämtern Bilstein und Fredeburg, außerdem bedarf die fürs-tenbergische Vormundschaft einer Erklärung; Bischopinck bittet um Anweisung, wie er sich in Sachen Schüngel und Schulte zu Günne verhalten soll. Er bittet, den Sohn des Chirurgus Zeppenfeld als Student in Paderborn zu protegieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 235, Blatt 403

24.02.1663 Frone soll selbst ins Gefängnis

Richter Friedrich von Stockhausen teilt dem Vikar Richard Lüling in Attendorn mit, dass er den Fronen von Drolshagen bei Androhung einer Bilsteiner Gefängnisstrafe angewiesen habe, seine Rückstände umgehend zu bezahlen. Lacksiegel des Richters.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 238, Blatt 63.

19.04.1663 Geschenk an den Gografen für treue Dienste

Dietrich von Fürstenberg, Scholaster und Offizial der Stiftskirche in Fritzlar, schenkt dem Gografen Lambert Bischopinck als Gegenleistung für seine langjährigen treuen Dienste 5 Malterscheid Land am Stürzenberg, das lehnspflichtig an das Haus Wenne ist. Zeuge ist der Vikar S. Francisci zu Attendorn, Richard Lüling.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

26.04.1663 Attendorner Gograf wird belehnt

Adam Dietrich Rump zur Wenne belehnt den Gografen Lambert Bischopinck zu Attendorn mit 5 Malterscheid Land hinter dem Stürzenberg; davon hatten vormals Christoph Böckelmann 3 Malterscheid und Johannes Liexfeld zwei Malterscheid als Lehen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1509.

28.04.1663 Name Sauerland vor 350 Jahren erwähnt

Wilhelm von Fürstenberg erwähnt in einem Brief aus Rom den Begriff Sauerland.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 238, Blatt 169.

28.04.1663 Sauerland erwähnt

Der Salzburger Domdechant Wilhelm von Fürstenberg erwähnt in einem Brief aus Rom den Begriff "Sauerland".

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 238, Blatt 169.

04.05.1663 Geld für die Armen

Richard Lüling, Attendorn, quittiert den Empfang von 150 Rtl. für die fürstenbergischen Armen in Attendorn durch Bernhard Coster, Hofzahlmeister des Bischofs von Paderborn.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 239, Seite 1.

07.06.1663 Das Jagdrecht des adeligen Hauses Langenei

In einem Streit zwischen dem Grafen Johann Dietrich von Plettenberg zu Lenhausen und dem Edelherrn Wilhelm Heinrich von Bruch zum Bruch über die Jagdgerechtigkeit des Hauses Langenei kommt es zum Prozess. Dabei hatte Wilhelm Heinrich von Bruch sich beklagt, dass ihm die Jagd des Hauses Langenei, die seit uralter Zeit als Lehen des Erzbischofs und Kurfürsten von Köln zum Hause Bruch gehöre, ihm durch den Grafen streitig gemacht werde. In diesem Zusammenhang ordnet der Gogreve und Amtsverwalter Lambert Bischopinck an, dass der Graf sich solange der Jagd im genannten Bezirk enthalten möge, bis die Angelegenheit rechtlich geklärt sei.

In diesem Zusammenhang wird als Zeuge Tewesen Hencken in Langenei, ca. 80 Jahre alt [* ca. 1583], vernommen, der bestätigt, dass das Jagdrecht zur Familie von Schnellenberg zu Schönholthausen gehöre. Er habe noch Junker Eberhard von Oell, dessen Söhne Hermann und Franz, sowie die Frau Maria von Stael gekannt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2889, Blatt 5.

05.08.1663 Kalklieferungen aus dem Repetal

Quittung des Valentin Kramer aus Niederhelden, der für die Kalklieferungen zum Brückenbau in Bilstein 15 ½ Reichstaler erhalten hat. – Weitere 15 Reichstaler für die Lieferung von 30 Fuder Kalk erhält Peter Boge aus Dünschede.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2337.

27.09.1663 Grundstücksverkauf in Lichtringhausen

Johann Zeppenfeld auf der Wiesen und Margaretha, Bürger zu Attendorn, verkaufen dem Cornelius Schulte und seiner Frau Dorothea zu Windhausen eine Wiese unterhalb Lichtringhausen am Wasser. Siegel des Gografen Lambert Bischopinck. Unterschrieben von Gerichtsschreiber Christoph Zeppenfeld.

Angesiegelt ist eine Urkunde vom 07.01.1700, in der vor dem Gogericht Attendorn der Schulte zu Windhausen gegenüber dem Ferdinand von Fürstenberg auf seine Rechte an der Wiese zu Lichtringhausen verzichtet, die zum Gebrauch des Drosten Gutes zu Hebberg bestimmt ist. Siegel des Gogerichts und Unterschrift des Gerichtsschreibers Peter Koch.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunden 22517 ff.

23.01.1664 Von Elspe heiratet von Elspe

Heiratskontrakt zwischen Georg Wilhelm Vogt von Elspe zu Stirpe, Sohn des verstorbenen Bernhard Christoph Vogt von Elspe zu Borghausen und der Walpurg Lucia von Fürstenberg, und Anna Hendrine Vogt von Elspe, des Henrich Philipp Vogt von Elspe zu Bamenohl und Herfeld und der Magdalena Elisabeth von und zu Waltmannshausen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 20284.

12.02.1664 Ewiger Jagdprozess

Prior, Procurator und sämtliche Konventualen des Klosters Ewig bevollmächtigen den Ordenskomtur Eberhard von Dalwigh zu Waldenburg, die Interessen des Klosters im Prozess gegen den Kurfürsten beim Reichskammergericht in Bezug auf die Jagddienste zu vertreten. Unterschrift des Priors Johannes Gertmann und des Seniors Nikolaus Ackerschott. Siegel des Klosters Ewig.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2545, Blatt 565.

03.04.1664 Protest gegen die Ableistung von Jagddiensten

Protestschrift der Einsassen der Ämter Bilstein, Waldenburg und Fredeburg gegen die Erhebung von Jagddiensten, aufgeschrieben in der obersten Stube der Waldenburg durch den kaiserlichen Notar Johannes Zeppenfeld im Beisein der Zeugen Heinrich von der Horst, Bürger zu Attendorn, und Johannes Poertz. Notariatssignet des Johannes Zeppenfeld. Mit dem Inhalt des Schreibens haben sich einverstanden erklärt der Richter von Olpe Friedrich von Stockhausen, der Gograf Gottfried Hengesbeck von Attendorn, der Richter Bernhard Christiani von Bilstein, der Gograf Friedrich von Stockhausen zu Fredeburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2545, Blatt 577.

29.05.1664 Vernehmung in Sachen Rauterkusen

Protokoll über die Vernehmung von Zeugen in der strittigen Sache des Hofes Rauterkusen. Es sagen aus Johannes Zeppenfeld (50) und der bettlägerige Bürgermeister Degenhard Zeppenfeld (64). Zeuge ist der Vikar Richard Lüling. Ausgefertigt vom Attendorner Proconsul Franz Joanvahrs.

Dabei geht es um die Ansprüche des Degenhard Mehler zu Spädinghausen am vierten Teil des Hofes Rauterkusen. Mehler bekräftigt dabei immer wieder, dass sein Vater Friedrich Mehler und dessen Gattin Margaretha Vedders und Degenhard Zeppenfeld genannt Hümmeler, Vormünder des damaligen Schulten Rötger zu Rauterkusen, immer wieder gesagt hätten, dass der Rötger den halben Hof von Friedrich von Fürstenberg gepachtet hatte. Die Pacht ging an die Erben Zeppenfeld bzw. Mehler für ein Viertel des Hofes, die andere Pacht an das Haus Schnellenberg. Als nun der Feldmarschall von Bönninghausen auf der Burg gewohnt habe, habe er zu allererst die Pacht des Hofes Rauterkusen komplett an sich gezogen. Seitdem stünden die Erben Zeppenfeld leer da. Deshalb wird der Droste gebeten, die Verhältnisse zu überprüfen und den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3163.

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