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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

29.01.1919 Schneiderinnenprüfung

Ihre Gehilfinnenprüfung im Schneiderhandwerk bestanden mit "gut" Martha Graf, Hedwig Hüpper, Agnes Quinker und Anna Scherer von hier.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 39.

02.02.1919 Versammlung des Handwerkervereins

Der Handwerkerverein hielt im Kost'schen Saale seine Generalversammlung ab. Mitgliederzahl 59. Zum Vorsitzenden wurde Bauunternehmer Heinrich Nebeling gewählt (Näheres Attendorner Volksblatt Nr. 13).

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 39.

05.02.1919 Bevorstehende Stadtverordnetenwahl

Im Attendorner Bürgerverein besprach man die demnächstigen Stadtverordnetenwahlen. Man kam zu der Ansicht, daß bei dieser Wahl die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei nicht maßgebend sein dürfe und daß der Bürgerverein die geeignetste Stelle sei zur Aufstellung einer Liste. Zu diesem Zwecke soll der Vorstand eine Hauptversammlung einberufen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 39.

07.02.1919 Fleisch geklaut!

Das Fleisch eines in Milstenau gestohlenen Rindes wurde in einem Hause in Attendorn entdeckt und die drei Diebe in Haft genommen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 40.

09.02.1919 Sitzungen von Metallarbeiterverband, Beamten- und Handwerkerverein

Generalversammlung der Ortsgruppe des Christlichen Metallarbeiterverbandes. Die Mitgliederzahl ist von 62 zu Anfang 1918 auf 372 gestiegen. Vortrag: Gewerkschaftssekretär Schrage (Olpe) über die Tätigkeit des Verbandes (Attendorner Volksblatt Nr. 16).

Im Kost'schen Saale wurde eine Ortsgruppe für Stadt und Amt Attendorn des Beamtenvereins für den Kreis Olpe gebildet. 1. Vorsitzender Amtsgerichtsrat Ernst (Näheres: Attendorner Volksblatt Nr. 16).

Generalversammlung des Handwerkervereins. Aussprache über Stellungnahme zu den nächsten Kommunalwahlen (Näheres: Attendorner Volksblatt Nr. 16).

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 40.

12.02.1919 Vorbereitung der Stadtverordnetenwahlen

In einer Versammlung der technischen und kaufmännischen Angestellten wurden als Kandidaten für die Stadtverordnetenwahlen (die von der derzeitigen Regierung zum 2. März nach den Bestimmungen für die zur Nationalversammlung angeordnet sind) Prokurist Rustemeyer, Werkmeister Johannes Becker und Betriebsführer Middel aufgestellt. Nach einem Antrage des Gerichtsrates Ernst wurde beschlossen, mit dem Beamtenverein eine gemeinsame Liste aufzustellen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 40.

13.02.1919 Zwangspause des Turnvereins beendet

Nach einer Zwischenzeit von fast 5 Jahren hielt der hiesige Turnverein wieder eine Generalversammlung ab. Gefallen sind im Kriege 6 Turngenossen: Toni Bilsing, Bernhard Fuhrmann, Willi Graf, Paul Hundt, Josef Kronenberg und Paul Schmidt. Mit dem Turnen soll Dienstag wieder begonnen werden. Der Verein zahlt für Mitbenutzung der Gymnasialturnhalle 120 Mark jährlich (Näheres Attendorner Zeitung Nr. 19).

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 41.

14.02.1919 Talsperre zugefroren!

Der Stausee Listertalsperre trägt eine solch starke Eisdecke, daß der Verkehr über sie freigegeben werden konnte.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 41.

17.02.1919 Keine neuen Mützen für das Gymnasium

Der Direktor des Gymnasiums weist darauf hin, daß für die Schüler keinerlei Verpflichtung besteht, zu Ostern neue Klassenmützen anzuschaffen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 42.

19.02.1919 Politik, Notstand und Tod

In der heutigen Sitzung des Ortskomitees der Zentrumspartei konnte behufs Aufstellung einer gemeinschaftlichen Liste zu den Stadtverordnetenwahlen mit den drei hiesigen Arbeiterverbänden (Hirsch-Duncker, Christliche Gewerkschaft und Katholischer Arbeiterverein St. Joseph) noch kein Resultat erzielt werden.

In Heggen starb unerwartet Theodor Gante, von 1894 - 1917 Gemeindevorsteher der Landgemeinde Attendorn.

Die Landgemeinde Attendorn beschloß, folgende Wegebauten nunmehr als Notstandsarbeiten auszuführen: 1. Listernohl - Ackerschott - Imminghausen, 2. Ennest - Attendorn, 3. Heggen - Hülschotten.

Die Demokratische Partei beschloss in heutiger Mitgliederversammlung, an ihrer Liste zu den Stadtverordnetenwahlen festzuhalten.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 42 f.

01.03.1919 Lehrer Deupmann kehrt aus dem Krieg zurück

Am 1. März 1919 kehrte Lehrer Deupmann genannt Frohnes gesund aus dem Weltkriege an die Heldener Schule zurück; jedoch wurde Lehrerin Hermes mit Rücksicht auf den peinlich empfindlichen Stellenmangel, der trotz Warnung der Schulbehörde durch übergroßen Zudrang zum Lehrerinnenberufe sowie durch Anstellung vieler zunächst berücksichtigt werdender Lehrer, die aus den durch den Krieg verlorengegangenen Gebieten von Posen, Westpreußen und Elsaß-Lothringen ausgewiesen waren, entstanden war, hier weiter beschäftigt bis zum 1. Oktober 1919. Von da ab stand sie der Regierung zur anderweitigen Verwendung zur Verfügung.

Quelle. Stadtarchiv Attendorn, Schulchronik Helden.

09.03.1919 Generalversammlung des Kriegervereins

Vor dem Kriege 276 Mitglieder, einberufen etwa 100, gefallen 14, sonst verstorben 27. Von den Mitgründern im Jahre 1868 leben noch 5, welchen eine Ehrentafel überreicht wurde, nämlich: Wilhelm Mayworm, Wilhelm Springob (Attendorn), Josef Keseberg (am Loh), Josef Langenohl (Listerscheid) und Friedrich Keseberg (Windhausen). Unter den jetzigen 218 Mitgliedern sind noch 22 Mitkämpfer von 1864, 1866 bzw. 1870/71. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Fabrikant Bethke gewählt.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 45.

10.03.1919 Schwere Verletzungen

Beim Hantieren mit einem Granatzünder, der explodierte, trug der 11jährige Sohn des Fuhrunternehmers Theodor Viegener schwere Verletzungen an den Händen davon.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 45.

14.03.1919 Frost und Bürgergesellschaft

Heute morgen stand das Thermometer auf 5° unter Null.

Generalversammlung der Bürgergesellschaft. Die Anlage an der Spülbrücke soll wiederhergestellt werden.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 45.

16.03.1919 Handwerksverein

Es soll ein Buchhalter für Handwerker angestellt werden. Die Gründung einer Baugenossenschaft für Stadt und Amt Attendorn wurde ins Auge gefasst und die Vorarbeiten dazu einem Ausschuss übertragen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 45.

19.03.1919 Sitzung der Stadtverordneten

Heute traten die neugewählten Stadtverordneten zu ihrer ersten Sitzung zusammen. Herr Bürgermeister Dr. Laymann eröffnete die Sitzung mit einer Ansprache (siehe auch Attendorner Zeitung Nr. 33). Die Stadtverordneten wurden dann für ihr Amt verpflichtet. - Zum Vorsteher wurde mit 10 Stimmen Herr Mathias Kutsch gewählt (8 Stimmen fielen auf Herrn K. Ursell). Als Stellvertreter wurde mit 11 Stimmen Herr Franz Viegener gewählt (7 fielen auf Josef Mayworm). Das Amt eines Schriftführers wurde Herrn Stadtsekretär Zanders übertragen. Stellvertreter Herr Gustav Rustemeyer.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 46.

26.03.1919 Schnee und Vortrag

Heute schneite es ganz gewaltig.

Im Festsaale des Gymnasiums sprach heute Herr Professor Wempe (Oldenburg) über die Wunder der Sternenwelt (mit Lichtbildern).

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 46.

31.03.1919 Gründung einer Baugenossenschaft geplant

Im Dingerkus'schen Saale tagte heute Abend eine Versammlung zur Beratung über das Wohnungswesen. Die Gründung einer Baugenossenschaft wurde in Aussicht genommen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 46.

04.04.1919 Schuljahr am Gymnasium beendet

Am hiesigen Gymnasium wurde heute das Schuljahr geschlossen. Gesamtschülerzahl 1918: 296, die höchste bis jetzt erreichte.
Sexta 38, Quinta 26, Quarta 38, Untertertia 32, Obertertia 25, Untersekunda 48, Obersekunda 25, Prima 15. Eine Oberprima war nicht vorhanden. Katholisch 215, evangelisch 30, jüdisch 2. 63 waren aus Attendorn, 184 von auswärts. Von den ehemaligen Schülern kehrten nach Beendigung des Krieges 38 in die Schule zurück. Davon traten 27 in den Sonderlehrgang, 11 wieder in ihre früheere Klasse. In 6 Kriegsreifeprüfungen erhielten 11 Schüler das Zeugnis der Reife, im Februar erhielten 11 Schüler dasselbe Zeugnis ohne Prüfung. Am 24. Juni starb der Untersekundaner Erich Cohn an der Grippe. Der Krieg forderte im ganzen 19 Schüler als Opfer, im letzten Jahre 4: U II Josef Fünkeler am 31.5.1918, O II Josef Schneider 27.7.1918, O II Hermann Lackmann am 12.8.1918 und O II Otto Bock am 27.8.1918.

In den Volksschulen begann das neue Schuljahr am 1. April. Lernanfänger in der katholischen Volksschule 58 Knaben, 62 Mädchen, Gesamtzahl der Schüler rund 770; in der evangelischen Volksschule 6 Knaben, 6 Mädchen.

In einer von Herrn Bürgermeister Dr. Laymann einberufenen Versammlung wurde die Bildung einer Bürgerwehr als nicht nötig erklärt.

Die Schützengesellschaft erhält zur Wiederherstellung der Halle 8.000 Mark aus dem Demobilmachungsfonds.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 47.

05.04.1919 Dachstuhlbrand

Im Hause des Fritz Kost entstand heute abend ein Dachstuhlbrand, der glücklicherweise bald gelöscht werden konnte.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 47.

06.04.1919 Räucherkammer geplündert

Ein großer Einbruchdiebstahl wurde in der vergangenen Nacht in die Räucherkam-mer von Wilhelm Selter (Plaßmannshof) verübt. Gestohlen wurden 12 Schinken, 6 Speckseiten und 44 Mettwürste, wovon ein großer Teil Verwandten und Nachbarn gehörte.

Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn 1898 e.V., Chronik der Stadt Attendorn, Band 2.

14.04.1919 Sitzung der Stadtverordneten

Als Zuhörer waren wohl 70 Personen erschienen, die den Versammlungsraum füllten und stehend 2 ½ Stunden ausharrten. Vor Eintritt in die Tagesordnung beantragt Stadtverordneter Mayworm, Punkt 2 „Vergütung für die Tätigkeit der Arbeiterräte“ von der Tagesordnung abzusetzen, da die Sache durch eine Verordnung vom 16.11.18 geregelt sei. Es wird ihm entgegnet, daß die Stadt wohl das Prüfungsrecht habe. Darauf zieht er seinen Antrag zurück.
1) Die Gültigkeit der Stadtverordnetenwahlen wird anerkannt. Weil bezweifelt wird, ob § 17,2 der Städteordnung – der sogenannte Brüderparagraph – noch gültig sei, wird beschlossen, beim Minister des Inneren darüber anzufragen (Es handelt sich darum, ob die beiden Brüder Scherer der Versammlung angehören dürfen.).
2) Die Vergütung für die Tätigkeit von Mitgliedern des Arbeiterrates in der beantragten Höhe von rund 400 M wird einstimmig genehmigt.
3) ... [Gründung einer Baugenossenschaft] ...
4) ... [Errichtung eines Bauamtes] ...
5) ... [Bildung einer Lohnkommission, Bildung einer Wege- und Baukommission] ...
6) ... [Grundstückstausch] ...

Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn 1898 e.V., Chronik der Stadt Attendorn, Band 2.

14.04.1919 Buchhalter für den Handwerkerverein

Betreffs Anstellung eines Buchhalters durch den Handwerkerverein wurde der Ausschuss beauftragt, sich mit den Mitgliedern persönlich in Verbindung zu setzen. - In der Beteiligungsfrage an der zu gründenden Baugenossenschaft wurde beschlossen, abzuwarten, wie sich die Industrie zu dem Plane stellen wird. Nach einem Schreiben des Magistrats soll die Finanzierung mit 100.000 Mark geschehen, wovon die Stadt 51.000 Mark übernehmen will, während man annimmt, dass die restlichen 49.000 Mark von der Industrie, den Beamten- und Handwerkerkreisen aufgebracht werden sollen. - Der Stadtverordnete Biergans wird beauftragt, bei der Stadtvertretung eine Verlegung der Unterrichtsstunden der Fortbildungsschule zu beantragen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 47f.

16.04.1919 Unfallmeldedienst eingerichtet

Seit dem 1. April dieses Jahres ist auf Antrag des Herrn Bürgermeisters der telegrafische Unfallmeldedienst während der Nachtzeit eröffnet. Danach ist die Benutzung des Fernsprechers während der Nacht bei Feuersgefahr, in Krankheitsfällen, bei Diebstahl usw. zugelassen. Gebühr: 20 Pfennige.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 50.

22.04.1919 Baugenossenschaft gegründet

Heute fand eine Versammlung im Dingerkus'schen Saale statt, die sehr zahlreich aus allen Kreisen der Bürgerschaft besucht war. Die Gründung einer Baugenossenschaft, zu welchem Zwecke die Versammlung einberufen war, soll in einer weiteren Zusammenkunft am 23. April vor sich gehen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 50.

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