Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden06.08.1915 Rat tagt
Stadtverordnetenversammlung.
1) Ein Plan für eine Teilkanalisation der Stadt soll von der Firma Scheven zu Düsseldorf ausgearbeitet werden. Diese soll dann baldmöglichst in Angriff genommen werden.
2) Kleinere bauliche Veränderungen im Spritzenhause zur Unterbringung des Fäkalienkessels und die Überdachung der Fäkalgrube wurden genehmigt.
3) Bei der Einfriedigung der evangelischen Kirche soll die Benutzung städtischer Grundstücke auf jederzeitigen Widerruf bis zur späteren Regelung gestattet werden.
1) Ein Plan für eine Teilkanalisation der Stadt soll von der Firma Scheven zu Düsseldorf ausgearbeitet werden. Diese soll dann baldmöglichst in Angriff genommen werden.
2) Kleinere bauliche Veränderungen im Spritzenhause zur Unterbringung des Fäkalienkessels und die Überdachung der Fäkalgrube wurden genehmigt.
3) Bei der Einfriedigung der evangelischen Kirche soll die Benutzung städtischer Grundstücke auf jederzeitigen Widerruf bis zur späteren Regelung gestattet werden.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 333 f.
07.08.1915 Beförderungen
Vizefeldfebel Otto Kost, Sekretär am hiesigen Königlichen Amtsgerichte, ist zum Leutnant befördert worden. - Her Professor Hermann Wibbe vom Realgymnasium zu Lippstadt ist zum Direktor des hiesigen Gymnasiums ernannt worden.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 334.
13.08.1915 Eisernes Kreuz verliehen
Das Eiserne Kreuz 2. Klasse am weißschwarzen Bande wurde dem Reichsmilitärgerichtsrat Schwarze in Berlin verliehen, der früher Amtsrichter in Attendorn war. Ferner erhielt das Eiserne Kreuz der Gefreite Toni Höffer von hier.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 334.
15.08.1915 Pfarrwallfahrt
Unter reger Beteiligung fand heute die übliche Pfarrprozession nach Waldenburg statt. Herr Vikar Peine hielt bei der Wallfahrtskapelle die Predigt, in welcher er die Gottesmutter als Helferin der Christen pries.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 334.
20.09.1915 Rektor Lex und Einberufungen
Herr Rektor Lex wurde zum Pfarrer von Östinghausen, Dekanat Werl (Kreis Soest) ernannt. Aus Gesundheitsrücksichten ist die Ernennung rückgängig gemacht. -
Vom Gesellenverein sind wieder 8 Mitglieder zur Fahne einberufen, so daß die Hälfte der 70 Mitglieder des Königs Rock trägt.
Vom Gesellenverein sind wieder 8 Mitglieder zur Fahne einberufen, so daß die Hälfte der 70 Mitglieder des Königs Rock trägt.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 336.
11.10.1915 Militärische Beförderung
Der Unteroffizier Robert Junge von hier wurde zum Vizefeldwebel befördert.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 337.
10.02.1916 Eisernes Kreuz verliehen
"Feldfliegerunteroffizier Gustav Fest wurde das eiserne Kreuz 2. Klasse verliehen."
Stadtarchiv Attendorn, Depositum Verein für Orts- und Heimatkunde, Chronik der Stadt Attendorn, 1. Band.
17.07.1916 Versammlung des Kaufmännischen Vereins
Der katholische kaufmännische Verein hielt im Dingerkus'schen Saale eine Versammlung ab, in der der Volksschriftsteller Pfarrer Dr. Augustin Wibbelt aus Mehr bei Klewe einen Vortrag hielt über "Die niederdeutsche Sprache und Literatur." Dem Vortrage ließ er einige kleinere Werke in plattdeutscher Mundart folgen, die er verfasst hat, "de olle Magister", und "Mamsell up Reisen". Der Saal war vollbesetzt, da auch viele Mitglieder teilnahmen.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 350.
02.08.1916 Übung der Feuerwehr
Die Übung der Freiwilligen Feuerwehr am heutigen Abend verfolgte als Hauptzweck die Feststellung des Atmosphärendrucks des städtischen Wasserwerks. Die Übung fand an der Pfarrkirche statt. Das Wasser zeigte zu ebener Erde einen Druck von 7, über den Glockenfenstern von 3 und in der Höhe des Zifferblattes der Turmuhr, etwa 50 Meter über der Erde, von 2 1/2 Atmosphären. Das Resultat kann als ein sehr gutes bezeichnet werden.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 350.
11.08.1916 Umfassende Tagesordnung im Rat der Stadt
Stadtverordnetensitzung.
1) Der zum Stadtverordneten gewählte Herr Franz Biergans wurde von dem Herrn Bürgermeister in sein Amt eingeführt.
2) Herr August Beul wurde nach Ablauf seiner Amtsperiode als Magistratsmitglied wiedergewählt.
3) Anstelle des Herrn Otto Kost wurde Herr Bürgermeister Dr. Laymann zum Mitglied des Sparkassenvorstandes gewählt.
4) Zu Rechnungsprüfern für die Stadt- und Armenkassenrechnung für 1915 wurden gewählt die Herren C. F. Kost und Albert Ursell.
5) Die Einführung des Scheckverkehres und Einrichtung ein es Girokontos bei der Reichsbanknebenstelle wurde genehmigt und eine dementsprechende Satzungsänderung gutgeheißen.
6) Abnahme der Stadtkassenrechnung für 1914.
Einnahme: 388.293,48 Mark, Ausgabe: 371.061,24 Mark, Bestand: 17.232,24 Mark.
...
Dem Rendanten wurde Entlastung erteilt.
7) Die Kosten für das spezielle Projekt zu einer Teilkanalisation der Stadt im Betrage von 1.600 Mark wurden genehmigt.
8) Für die Elektrizitätslieferung werden als Preise für die Kriegszeit festgesetzt für den Kraftstrom 12 Pfg., für Lichtverbrauch ein Zuschlag von 10%.
9) Die Rückbürgschaft gegenüber dem Kreiskommunalverband Olpe für bewilligte Nachhypotheken an Kriegsteilnehmer oder sonst durch Kriegsverhältnisse geschädigte Personen wird in Höhe von 25% des etwaigen Ausfalls übernommen.
10) Der Ankauf des Dr. Drixelius'schen Felsenkellers an dem Wegeneubau Attendorn-Helden wird abgelehnt, ebenso eine Entschädigung für angebliche Wertminderung entsprechend einem vorliegenden Gutachten.
11) Die Kosten für eine Kur tuberkulöser Kinder im Cäcilienstift zu Lippspringe sollen auch in diesem Jahr zu einem Drittel übernommen werden. Im vorigen Jahre machten dort 6 Kinder von hier eine Kur mit gutem Erfolge durch.
12) Die Kosten der Errichtung einer Haushaltungsschule, 300 M für Einrichtung, 150 Mark jährlicher Zuschuss, werden genehmigt. Damit soll die Speisung bedürftiger Schulkinder verbunden werden. Lokal: Altes Klostergebäude.
13) Zur Herstellung eines Spielplatzes für Zwecke der Jugendpflege soll zu der Lehmkuhle das Noll'sche Grundstück zum Preise von 20 Mark pro Rute hinzugekauft werden. Das Grundstück ist 366 Ruten groß.
1) Der zum Stadtverordneten gewählte Herr Franz Biergans wurde von dem Herrn Bürgermeister in sein Amt eingeführt.
2) Herr August Beul wurde nach Ablauf seiner Amtsperiode als Magistratsmitglied wiedergewählt.
3) Anstelle des Herrn Otto Kost wurde Herr Bürgermeister Dr. Laymann zum Mitglied des Sparkassenvorstandes gewählt.
4) Zu Rechnungsprüfern für die Stadt- und Armenkassenrechnung für 1915 wurden gewählt die Herren C. F. Kost und Albert Ursell.
5) Die Einführung des Scheckverkehres und Einrichtung ein es Girokontos bei der Reichsbanknebenstelle wurde genehmigt und eine dementsprechende Satzungsänderung gutgeheißen.
6) Abnahme der Stadtkassenrechnung für 1914.
Einnahme: 388.293,48 Mark, Ausgabe: 371.061,24 Mark, Bestand: 17.232,24 Mark.
...
Dem Rendanten wurde Entlastung erteilt.
7) Die Kosten für das spezielle Projekt zu einer Teilkanalisation der Stadt im Betrage von 1.600 Mark wurden genehmigt.
8) Für die Elektrizitätslieferung werden als Preise für die Kriegszeit festgesetzt für den Kraftstrom 12 Pfg., für Lichtverbrauch ein Zuschlag von 10%.
9) Die Rückbürgschaft gegenüber dem Kreiskommunalverband Olpe für bewilligte Nachhypotheken an Kriegsteilnehmer oder sonst durch Kriegsverhältnisse geschädigte Personen wird in Höhe von 25% des etwaigen Ausfalls übernommen.
10) Der Ankauf des Dr. Drixelius'schen Felsenkellers an dem Wegeneubau Attendorn-Helden wird abgelehnt, ebenso eine Entschädigung für angebliche Wertminderung entsprechend einem vorliegenden Gutachten.
11) Die Kosten für eine Kur tuberkulöser Kinder im Cäcilienstift zu Lippspringe sollen auch in diesem Jahr zu einem Drittel übernommen werden. Im vorigen Jahre machten dort 6 Kinder von hier eine Kur mit gutem Erfolge durch.
12) Die Kosten der Errichtung einer Haushaltungsschule, 300 M für Einrichtung, 150 Mark jährlicher Zuschuss, werden genehmigt. Damit soll die Speisung bedürftiger Schulkinder verbunden werden. Lokal: Altes Klostergebäude.
13) Zur Herstellung eines Spielplatzes für Zwecke der Jugendpflege soll zu der Lehmkuhle das Noll'sche Grundstück zum Preise von 20 Mark pro Rute hinzugekauft werden. Das Grundstück ist 366 Ruten groß.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 351.
14.08.1916 Heldentod
Den Heldentod starb der Leutnant Georg Richard von hier, ebenso der Musketier Karl Hesse.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 351.
05.12.1916 Schützenhauptmann Kost beigesetzt
Protokoll über die Sitzung des Schützenvorstandes; hierzu waren erschienen Alex Kaufmann, Josef Heuel, Josef Biecker, Josef Heupel, Josef Dünnebacke und Franz Schürmann.
"Festsetzung der Feierlichkeiten zum Begräbnis des gefallenen Schützenhauptmanns Otto Kost: Der einstimmige Beschluß ging dahin, daß die Schützengesellschaft ihrem gefallenen Hauptmann in corpore das Ehrengeleit geben soll, der Vorstand erscheint in voller Parade, Anzug, Bonapart und Harnisch, ferner übernimmt die Schützengesellschaft die Stellung der Musik, stellt eine Gewehrabteilung zum Feuern des Ehrensaluts und widmet einen Kranz. Die Leiche soll auch von Schützenbrüdern getragen werden. Die Kosten für die Musik und Kranzspende übernimmt der Schützenvorstand."
"Festsetzung der Feierlichkeiten zum Begräbnis des gefallenen Schützenhauptmanns Otto Kost: Der einstimmige Beschluß ging dahin, daß die Schützengesellschaft ihrem gefallenen Hauptmann in corpore das Ehrengeleit geben soll, der Vorstand erscheint in voller Parade, Anzug, Bonapart und Harnisch, ferner übernimmt die Schützengesellschaft die Stellung der Musik, stellt eine Gewehrabteilung zum Feuern des Ehrensaluts und widmet einen Kranz. Die Leiche soll auch von Schützenbrüdern getragen werden. Die Kosten für die Musik und Kranzspende übernimmt der Schützenvorstand."
Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte SG 59, Seite 270.
16.02.1917 Studienstiftung für Neupriester
Pfarrer Klein, Jubilarpriester in Attendorn, will für Theologiestudenten aus dem DeKanat Attendorn eine Studienstifung errichten, er stiftet dafür 5.000 Mark. Bedingung ist, daß der Nutznießer aus dem Dekanat Attendorn stammt, die Stiftung gilt ausschließlich für das Leokonvikt Paderborn.
Pfarrarchiv Attendorn, Akten A 31, Seite 399.
23.07.1917 Wohnhaus Bellebaum abgerissen
Das seitens der Stadt angekaufte Bellebaum'sche Wohnhaus ist abgebrochen worden und ist jetzt mit dem Abbruch des ebenfalls von der Stadt angekauften Selter'schen Wohnhauses an der Ennester Straße begonnen worden. Durch die Entfernung des letzteren wird die Enge der Straße, die dem Fuhrverkehr sehr hinderlich war, beseitigt.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 367.
27.07.1917 Neuer Gemeindevorsteher
Zum Gemeindevorsteher der Landgemeinde Attendorn wurde der Kaufmann Anton Schulte zu Heggen gewählt, nachdem der frühere Vorsteher Gante nach 24jähriger Amtstätigkeit wegen Krankheit und vorgerückten Alters sein Amt niedergelegt hatte.
Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 367.
02.01.1918 Eisernes Kreuz verliehen
Der Hornist Heinrich Schröder erhielt das eiserne Kreuz zweiter Klasse, desgleichen der Wachtmeister Schnauß.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
04.01.1918 Münzen eingezogen
Die 10 und 5-Pfennigstücke aus Nickel wurden eingezogen und von den öffentlichen Kassen zurückgehalten.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
05.01.1918 Robert Scherer verstorben
Im Johanniterkrankenhause zu Altena starb heute der Friseur Robert Scherer. Er gehörte seit der Gründung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr und seit 12 Jahren dem Stadtverordnetenkollegium an und hatte stets das Wohl der Vaterstadt im Auge. Seit mehreren Jahren war er Vorstandsmitglied des Vereins für Orts- und Heimatkunde.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
07.01.1918 Kriegsauszeichnungen - Kriegsopfer
Den Heldentod starb der Gefreite Martin Henze (21. Dezember 1917). Mit dem eisernen Kreuze 2. Klasse wurden ausgezeichneet: 1) der Musketier Wilhelm Hesse (Kölnertor), 2) der Jäger Josef Viegener, 3) der Unteroffizier Adolf Noll zu Trier (von hier gebürtig).
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
10.01.1918 Kriegsauszeichnungen - Kriegsopfer
Das eiserne Kreuz 2. Klasse erhielt der Fahrer Heinrich Viegener.
Der frühere Schüler des hiesigen Gymnasiums, der Unterprimaner Albert Limper aus Welschenennest, starb den Heldentod als elfter Schüler der Anstalt.
Der frühere Schüler des hiesigen Gymnasiums, der Unterprimaner Albert Limper aus Welschenennest, starb den Heldentod als elfter Schüler der Anstalt.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
16.01.1918 Wetterkapriolen
Nachdem durch das beginnende Tauwetter die Schneeschmelze in außerordentlich rascher Weise vor sich gegangen, wurde ein großer Teil der Stadt durch Übertreten des Biekeganges unter Wasser gesetzt; dasselbe floss an der evangelischen Kirche vorbei über den Klosterplatz in mächtigem Strome. Der Unterricht am Gymnasium musste ausfallen, da das Gebäude nicht zu erreichen war. Der Blitz schlug in das hiesige Elektrizitätswerk, sodaß der Betrieb von Mittwoch bis Samstag unterbrochen war. Ersatz wurde geschaffen durch Anschluß des Stadtnetzes an das Elektrizitätswerk der Firma A. A. Ursell.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
18.01.1918 Reifeprüfung für Kriegsteilnehmer
Heute fand am hiesigen Gymnasium unter dem Vorsitze des Direktors die mündliche Reifeprüfung für Kriegsteilnehmer statt. Es erhielten das Zeugnis der Reife die früheren Schüler der Anstalt Josef Degenhardt aus Niederberndorf bei Fredeburg, Walter Gehle aus Siegen, Anton Lubeley aus Serkenrode und Franz Menzebach aus Olpe.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 1.
24.01.1918 Jahreshauptversammlung Heimatverein
Hauptversammlung des Vereins für Orts- und Heimatkunde. Von den Mitgliedern des Vereins sind im verflossenen Jahre gestorben der Schuhmachermeister Rudolf Hoberg und das Vorstandsmitglied Robert Scherer. In den Vorstand wurde Herr Professor Pickert gewählt.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 2.
27.01.1918 Kaisers Geburtstag
Der Geburtstag Seiner Majestät des Kaisers wurde in Kirche und Schule in gewohnter Weise gefeiert. Bei der Feier im Gymnasium hielt Herr Professor Ernst die Festrede. Die städtischen Körperschaften und Beamten versammelten sich am Sonntag im Sitzungssaale des Rathauses zu einer entsprechenden Feier, bei welcher Herr Bürgermeister Dr. Laymann die Festrede hielt.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 2.
01.02.1918 Stadtverordnetensitzung
Vor Eintritt in die Tagesordnung gedachte der Vorsitzende in ehrenden Worten des verstorbenen Stadtverordneten Robert Scherer.
1) Gegen die Gültigkeit des Herrn Fabrikanten Sohler zum Stadtverordneten waren Einsprüche nicht erhoben.
2) Für eine Stadtverordnetenersatzwahl wurden gewählt zu Beisitzern Apotheker Peiffer und Josef Humberg, zu Stellvertretern K.J. Isphording und Alex Kaufmann.
3) Zum Magistratsmitgliede wurde Herr K.J. Isphording wiedergewählt.
4) Gewählt wurde zum Stadtverordnetenvorsteher Herr E. Peiffer sen., zum Stellvertreter Herr C. Pletsch sen.
4) Zum Schriftführer der Stadtverordneten wurde Herr Stadtassistent Droege, zum Stellvertreter J. Humberg gewählt.
6) Die ausscheidenden Mitglieder der Sparkassenüberwachungskommission, Professor Ernst, Rendant Neukirch und Lehrer Teigler wurden wiedergewählt.
7) Die Fabrikanten Albert und Julius Ursell hierselbst haben am 4. Januar 11918 der Armenverwaltung ein Kapital von 5.000 Mark mit der Weisung geschenkt, daß hieraus eine Stiftung "Minna Ursell, Attendorn" gebildet werden soll. Die Zinsen sollen nach Ermessen der Armenverwaltung in erster Linie solchen Bedürftigen der Stadt zugewiesen werden, deren unterhaltungspflichtige Angehörige in diesem Kriege gefallen sind. Die Stiftung wurde mit dem Ausdruck des besten Dankes angenommen.
8) Dem Unternehmer des Wegebaus Attendorn-Helden wurde wegen Steigung der Baukosten während der Kriegszeit eine Zulage von 20% = 9.347,50 Mark zugebilligt. Die Kosten belaufen sich auf 46.787,56 Mark.
9) Die Genehmigung zum Verkaufe der Jahnschaftsaktien 142/860 Taler westlicher und 213/360 Taler östlicher Jahnschaftsanteile zur Gesamtgröße von 86,56 ar der Gemarkung Altenkleusheim, welche im Besitze der hiesigen Sparkasse sind, an die Witwe Egon Becker zu Altenkleusheim wurde erteilt.
1) Gegen die Gültigkeit des Herrn Fabrikanten Sohler zum Stadtverordneten waren Einsprüche nicht erhoben.
2) Für eine Stadtverordnetenersatzwahl wurden gewählt zu Beisitzern Apotheker Peiffer und Josef Humberg, zu Stellvertretern K.J. Isphording und Alex Kaufmann.
3) Zum Magistratsmitgliede wurde Herr K.J. Isphording wiedergewählt.
4) Gewählt wurde zum Stadtverordnetenvorsteher Herr E. Peiffer sen., zum Stellvertreter Herr C. Pletsch sen.
4) Zum Schriftführer der Stadtverordneten wurde Herr Stadtassistent Droege, zum Stellvertreter J. Humberg gewählt.
6) Die ausscheidenden Mitglieder der Sparkassenüberwachungskommission, Professor Ernst, Rendant Neukirch und Lehrer Teigler wurden wiedergewählt.
7) Die Fabrikanten Albert und Julius Ursell hierselbst haben am 4. Januar 11918 der Armenverwaltung ein Kapital von 5.000 Mark mit der Weisung geschenkt, daß hieraus eine Stiftung "Minna Ursell, Attendorn" gebildet werden soll. Die Zinsen sollen nach Ermessen der Armenverwaltung in erster Linie solchen Bedürftigen der Stadt zugewiesen werden, deren unterhaltungspflichtige Angehörige in diesem Kriege gefallen sind. Die Stiftung wurde mit dem Ausdruck des besten Dankes angenommen.
8) Dem Unternehmer des Wegebaus Attendorn-Helden wurde wegen Steigung der Baukosten während der Kriegszeit eine Zulage von 20% = 9.347,50 Mark zugebilligt. Die Kosten belaufen sich auf 46.787,56 Mark.
9) Die Genehmigung zum Verkaufe der Jahnschaftsaktien 142/860 Taler westlicher und 213/360 Taler östlicher Jahnschaftsanteile zur Gesamtgröße von 86,56 ar der Gemarkung Altenkleusheim, welche im Besitze der hiesigen Sparkasse sind, an die Witwe Egon Becker zu Altenkleusheim wurde erteilt.
Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 2, Seite 2 f.