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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

02.03.1911 Karneval in Attendorn

Die Karnevalstage in Attendorn sind, abgesehen von einer Rempelei zwischen jungen Leuten am Sonntag abend, ungestört und in heiterster Weise gefeiert worden. Die Beteiligung an dem bunten Treiben war besonders gestern nachmittag trotz des ungünstigen Wetters bedeutend reger als in den Vorjahren. Die Erinnerung an die früheren glänzenden Fastnachtszüge ließ der gestrige Umzug mit der schneidgen Musikkapelle und dem noch schneidigeren Dirigenten an der Spitze wieder aufleben. Die allgemeine Begeisterung kam schließlich in der Aufführung des Trillertanzes auf dem Marktplatze zum Ausdruck. Auch die Frequenz der Wirtschaften und Vergnügungslokale war an den Abenden sehr stark. Über die wieteren Veranstaltungen wird in der Plauderei der heutigen Beilage berichtet. - Der Karneval 1911 ist verrauscht; es lebe der nächste!

Verein für Orts- und Heimatkunde Attendorn 1898 e.V., Attendorner Zeitung Nr. 26 vom 2.3.1911.

14.03.1911 Josef Wilmes verstorben

Heute starb plötzlich infolge eines Herzschlages der Fabrikbesitzer Josef Wilmes. Vom Jahre 1889-1894 war er Stadtverordneter, von 1894-19011 Mitglied des Magistrats und vom 13. Mai 1895 bis zum 14. Juni 1901 Beigeordneter. Seit dem 1. Januar 1905 gehörte er wieder dem Stadtverordnetenkollegium an. Im Jahre 1907 wurde er auch zum Kreistagsabgeordneten gewählt. In allen Ämtern hat er sich um die Stadt viele Verdienste erworben. Sein Andenken wird in Ehren bleiben!

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 227.

27.03.1911 Gymnasiallehrer Parensen und Forck geehrt

Verliehen wurde dem Herrn Professor Parensen, zur Zeit in Warburg, der rote Adlerorden IV. Klasse und dem Gymnasiallehrer Forck der Königliche Kronenorden IV. Klasse.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 228.

30.06.1911 Konzertprogramm zum Schützenfest

In der Ausgabe der „Attendorner Zeitung“, Nr. 78, wurde das Programm für das Streichkonzert am Schützenfestsamstag wie folgt abgedruckt:
Wilhelmus von Nassauen, Marsch von Kitzing.
Ouverture zur Oper „Der Freischütz“ von Weber.
Fantasie aus „Ein Sommernachtstraum“ von Mendelssohn.
Walzer aus der Operette „Die Frühlingslust“ von Fetras.
Ouverture zur Oper „Tancred“ von Rossini.
Kanon aus der D-moll-Suite von Grimm.
Frühlingslied von Gounod.
Potpourri aus der Operette „Der fidele Bauer“ von Fall.
Ouverture zu „Pique Dame“ von Suppè.
Le Tremolo, Fantasie für Flöte von Demerssemen.
Potpurri aus der Operette „Die Fledermaus“ von Strauß.
Walzer aus der Operette „Der Graf von Luxemburg“ von Lehár.
Potpourri „Offenbachiana“ von Conradie.
Wenn aus tausend Blütenkelchen von Blon.
Serenade von Moszkowsky.
Husarenritt von Spindler.

Stadtarchiv Attendorn, Dep. SG 36, Blatt 10

23.09.1911 Attawerk gegründet

Ein neues industrielles Unternehmen ersteht in der Nähe des Wassertores. Auf dem Grundstücke des Herrn Josef Humberg, auf dem früher eine Gerberei betrieben wurde, wird nämlich unter dem Namen Attawerk eine Fabrik für Blechkonstruktionen errichtet. Geschäftsführer ist Techniker Bernhard Seifeling (Weidenau).

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 237.

23.10.1911 Tagung des Windthorstbundes

Der Windthorstbund veranstaltete heute im Dingerkusschen Saale eine gut besuchte Versammlung. Als Redner traten auf Herr Dr. Zacherl vom Generalsekretariat der Windthorstbunde in Köln und der Vorsitzende des hiesigen Zweigvereins, Herr Professor Kalbfleisch.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 238.

19.11.1911 Schützenvorstand berät über Verpfändung des Schützenhofes

Protokoll über die Sitzung des Schützenvorstandes; hierzu waren erschienen Hauptmann Hüttemann, Theodor Bilsing, Hubert Arens, Josef Beul, Josef Heuel, Anton Viegener, Josef Biecker, Franz Schürmann, Josef Dünnebacke, Josef Hormes, Martin Roll und Karl Pletsch junior.
1) Festsetzung des Schützenfesttermins auf den 29., 30. Juni und 1. Juli 1912. – 2) Zur Verpflichtung einer Musikkapelle sollen weitere Anstrengungen unternommen werden, u.a. soll ein Inserat in „Deutsche Musikerzeitung“ geschaltet werden. – 3) Bei der hiesigen Stadtvertretung den Antrag zu stellen, daß sie darin einwilligt, den ihr gehörigen Schützenhof mit dem von der Schützengesellschaft aufzunehmenden Darlehen verpfänden zu lassen. Außerdem soll der Spar- und Darlehnskassenverein gefragt werden, ob und unter welchen Bedingungen er bereit ist, der Schützengesell-schaft 10.000 M Darlehen zu geben.

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte SG 59, Seite 180.

23.12.1911 Attahügel verkauft

Das Restaurant Attahügel ging für den Preis von 11.300 Mark in den Besitz des Anton Schmelter über.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 241.

28.12.1911 Schützen gegen Sozialdemokraten

Protokoll über die Sitzung des Schützenvorstandes; hierzu waren erschienen Hauptmann Hüttemann, Theodor Bilsing, Josef Beul, Josef Heuel, Anton Viegener, Josef Biecker, Franz Schürmann, Hermann Deichmann, Josef Dünnebacke, Franz Biergans, Josef Hormes, Emil Peiffer jun., Karl Pletsch jun., Martin Roll und Wilhelm Müller.
1) Mit den Musikkapellen ist noch weiter zu verhandeln. – 2) Die zustimmende Mitteilung des Magistrats hier betreffend Übernahme der Bürgschaft zu dem bei der Sparkasse aufzunehmenden Darlehn von 10.000 Mark wurde zur Kenntnis der Versammlung gebracht und die geforderte Rückbürgschaftserklärung von den Anwesenden unterzeichnet. – 3) Antrag des sozialdemokratischen Kreisvereins zur Abhaltung ei-ner öffentlichen Wählerversammlung am 6. Januar 19 Uhr. Nach eingehender Beratung wurden zwei Anträge gestellt und zwar der eine auf öffentliche und der andere auf geheime Abstimmung. Der erste Antrag vereinigte 13 Stimmen auf sich, während für geheime Abstimmung nur 2 Stimmen abgegeben wurden. Hierauf wurde zur öffentlichen Abstimmung geschritten mit dem Resultate, daß der Antrag des sozialdemokratischen Kreisvereins abgelehnt wurde. Auf Antrag des Vorstandsmitgliedes Emil Peiffer wurde beschlossen, dem Antwortschreiben an den genannten Verein folgenden Wortlaut zu geben: „Nach § 1 ihrer Satzungen bezweckt die Schützengesellschaft die Förderung der Eintracht und des Gemeinsinns der Bürgerschaft und die Belebung der Liebe zu König und Vaterland. Da sich die Bestrebungen der sozialdemokratischen Partei hierzu in direktem Widerspruch setzen, sehen wir uns außer Stande, ihrem Antrage Folge geben zu können."

Stadtarchiv Attendorn, Schützengesellschaft Attendorn, Dep. SG 59, Seite 182.

29.12.1911 Breite Techt gepflastert

Die Straße: Der "Breite Techt" ist neue gepflastert worden. Der frühere Kanal auf der einen Seite ist in Beton neu ausgeführt und von Klewes vor dem Veltinschen Hause her verlängert worden. Er ist mit Eisenbeton gedeckt.
Der neue Bahnhofsweg wurde linksseitig mit einem erhöhten, gepflasterten Fußsteige versehen. Die Platten von der Brücke bis zur Chaussee deckten früher den Kanal im "breiten Techt."

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 242.

11.01.1912 Sitzung der Stadtverordneten

In der heutigen Sitzung der Stadtverordneten wurde nach einer Neujahrsansprache des Bürgermeisters Dr. Laymann folgendes verhandelt und beschlossen:
1. Zum Stadtverordnetenvorsteher wurde Herr Emil Peiffer senior und zu dessen Vertreter Herr Keimer per Akklamation wiedergewählt.
2. Zum Schriftführer wurde Stadtsekretär Zanders und zu dessen Stellvertreter Herr Josef Humberg gewählt.
3. Die Bürgschaft für ein Arbeiterwohnhaus im Betrage von 8.000 Mark wurde übernommen.
4. In die Kommission zur Prüfung der Stadt- und Armenkassenrechnung wurden gewählt C.F. Kost, E. Turwitt und Robert Scherer.
5. Der Beitritt der Stadt zum Verkehrsvereinsverband wurde beschlossen.
6. Es wurde beraten über die Bedingungen zum Verkauf der Klosterkirche.
7. Die jetzige Spülbrücke soll durch eine solche in Eisenkonstruktion ersetzt werden.
8. Die Erweiterung des Volksschulgebäudes am Ennester Tore nach dem vorliegenden Plane wurde beschlossen.
9. Für die Schützengesellschaft wurde nach den vorliegenden Bedingungen die Bürgschaft übernommen.
10. Im Prinzip erklärte sich die Versammlung für die Bereitstellung eines Zuschusses zur Anstellung eines Baubeamten für die Stadt Attendorn, der von dem Kreisbaumeister zur Verfügung gestellt wird, einverstanden. Über die Anstellung soll noch ein Dienstvertrag vorgelegt werden.
11. Das Elektrizitätswerk soll erweitert wrden.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 245.

22.01.1912 Wohnhaus Wilmes verkauft

Das zur Josef Wilmes'schen Konkursmasse gehörige Wohnhaus an der Niedersten Straße ist heute zum Preise von 29.200 Mark an Frau Anton Viegeener jun. verkauft worden.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 245.

08.03.1912 Abiturprüfung

Heute fand am hiesigen Gymnasium unter dem Vorsitze des Provinzialschulrates Cramer die mündliche Abiturientenprüfung statt. Von den 14 Prüflingen wurden 6 von der mündlichen Prüfung befreit, nämlich Wolfgang Böheimer (Attendorn), Franz Bruse (Attendorn), Konrad Eusterboock (Wiedenbrück), Fritz Huckestein (Drolshagen), Rudolf Isphording (Attendorn) und Albert Schulte (Albaum). Auch die übrigen acht, nämlich 1. Josef Clemens (Rüblinghausen), 2. Anton Frey (Attendorn), 3. Josef Görg (Wegeringhausen), 4. Fritz Hopmann (Werdohl), 5. Karl Pfeiffer (Finnentrop), 6. Eduard Raymann (Attendorn), 7. Adolf Veltin genannt Söbbeler (Himmelpforten), 8. Ferdinand Wiethoff (Finnentrop) bestanden die Prüfung.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 248.

29.03.1912 Personalveränderungen am Gymnasium

Am hiesigen Gymnasium schloß heute das Schuljahr. Aus dem Lehrerkollegium treten aus:
1. Dr. Vornefeld, der zum Leiter des in der Entwicklung begriffenen Gymnasiums zu Dülmen gewählt ist;
2. Dr. Schulte, der zum Oberlehrer am Gymnasium zu Neustadt ibn Westpreußen ernannt ist;
3. der Schulamtskandidat Kellermann.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 249.

23.08.1912 Hausverkauf an der Niedersten Straße

Der Fleischbeschauer Baltes kaufte von Herrn Anton Viegener das frühere Wilmes'sche Haus an der Niedersten Straße für 31.440 Mark.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 257.

30.09.1912 Post und Wetter

Dem Oberpostassistenten Funke hierselbst wurde mit Wirksamkeit vom 1. Dezember des Jahres ab die Leitung des Postamtes in Finnentrop übertragen unter gleichzeitiger Ernennung zum Postverwalter.
Starker Frost macht sich in diesem Jahr schon recht früh unangenehm bemerkbar. Das Thermometer zeigte hier an den letzten Morgen 3-5°C unter Null. - Der Wetterbericht vom September weist 16 Regentage auf, die eine Niederschlagsmenge in einer Gesamthöhe von 77,5 mm brachten. Der meiste Regen fiel am 8. September, der mit einer Höhe von 14,1 mm gemessen wurde. Der 2. September brachte ein Nahgewitter.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 259.

06.10.1912 Schützenwirtin zahlungsunfähig

Protokoll über die Sitzung des Schützenvorstandes; hierzu waren erschienen Hauptmann Hüttemann, Theodor Bilsing, Josef Beul, Josef Heuel, Josef Bieker, Anton Roll, Anton Viegener, Leo Hoberg, Hubert Arens, Franz Schürmann, Josef Dünnebacke, Franz Biergans, Alex Kaufmann und Wilhelm Müller.
Da die Schützenwirtin in Zahlungsschwierigkeiten geraten ist und die Attendorner Brauerei es abgelehnt hat, direkt an sie zu liefern, hat der Hauptmann das Bier zum Ernteball auf Rechnung der Schützengesellschaft bestellt. Der Gewinn wird direkt mit der Schuld der Schützenwirtin verrechnet.
Stadtarchiv Attendorn, Dep. SG 59, Seite 205

10.10.1912 Protest gegen das Jesuitengesetz

Der hiesige katholische Verein "Hansa" hat an Reichstag und Bundesrat einen Protest gegen das Jesuitengesetz abgesandt.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 260.

31.10.1912 Stadtverordnetensitzung

1. Für den hier stattfindenden Kochkursus unter Leitung der Kochlehrerin Fräulein Zeppenfeld werden seitens der Stadt für 300 Mark Geräte angeschafft. Es haben sich 29 Teilnehmerinnen gemeldet.
2. Für die demnächstige Stadtverordnetenwahl werden zu Beisitzern die Herren E. Peiffer und Fr. Fecker, zu Stellvertretern J. Humberg und C.F. Kost gewählt.
3. Für das Krankenhaus soll ein Apparat zu Lichtbädern im Preise von 600 Mark angeschafft werden.
4. Der Ausbau der Straße zu den Neubauten Kampschulte und Fuhrmann, Länge 55 m, Breite 12 m, wird genehmigt. Die Kosten werden von den Anliegern eingezogen.
5. Es soll eine kaufmännische Fortbildungsschule eingerichtet werden. Schulgeld: 20 M.
6. Zur Linderung der Fleischnot bezieht die Stadt Attendorn Dänisches Fleisch von Köln und läßt es in drei Verkaufsstellen (Quinker, Gutmann und Maiworm) verkaufen.
7. Die Feuerversicherungsgesellschaft Phönix hat 75 M für Feuerlöschzwecke gestiftet.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 261.

23.11.1912 Autounfall

Heute ereignete sich auf der Chaussee unterhalb Ewig ein Automobilunglück dadurch, daß das Auto auf einen mit Bäumen beladenen Wagen fuhr. Einer der Insassen, Herr Wilhelm Haas, wurde schwer verletzt, da er durch die Scheibe des Autos geschleudert wurde. Er wurde in das hiesige Krankenhaus gebracht.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 262.

21.02.1913 Sitzung der Stadtverordneten

Stadtverordnetensitzung.
1) Zu dem Zwecke der Erweiterung des städtischen Elektrizitätswerkes hielt Herr Porsch, Ingenieur aus Hagen, einen Vortrag, in dem er empfahl, den Mehrverbrauch an Strom von der Listertalsperre zu beziehen. Das Kollegium beschloß, mit der Talsperrengenossenschaft deshalb in Verbindung zu treten.
2) Die wiedergewählten Stadtverordneten Vigener und Brake wurden in ihr Amt eingeführt.
3) Für die Aufstellung eines Kanalisationsprojektes durch Herrn Dr. Benzel in Münster wurden die Kosten in Höhe von 5-600 Mark bewilligt.
4) Der Beitritt zur Sparkassenvereinigung für das südöstliche Westfalen wurde unter dem Vorbehalt beschlossen, daß sämtliche Sparkassen des Bezirkes beitreten.
5) Als ständige Hilfskraft für die Sparkasse wird Josef Bruder angestellt mit einer monatlichen Vergütung von 60 Mark.
6) Das vorgeschlagene Statut für die kaufmännische Fortbildungsschule wurde genehmigt. Das Schulgeld beträgt für Pflichtschüler 20 Mark, für freiwillige 30 Mark.
7) Der Umbau der Telephonanlage im Rathause wurde genehmigt. Die Gespräche können dann geheim geführt werden.
8) Für die von August Hoffmann und Karl Schulte zur Erweiterung des Windhauser Weges erworbenen Parzellen wurde die Wertzuwachssteuer, insoweit sie den Betrag von 10 Mark übersteigt, übernommen.
9) Die Verpachtung des am Rappelsberg gelegenen städtischen Steinbruchs an die Firma Nebeling und Feldmann wurde genehmigt. Die Pachtzeit beträgt 5 Jahre, der Bruchzins 30 Pfg. pro cbm.
10) Dem Umtausch von Parzellen zur Erbreiterung der am Hause des Schreinermeisters Sommer vorbeiführenden Grabenstraße wurde zugestimmt.
11) Zu dem aus Anlaß des 25jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät zu stiftenden Baufonds für ein neues Krankenhaus wurden 3.000 Mark bewilligt.
Der Bürgermeister Dr. Laymann brachte ein Schreiben der Königl. Regierung zur Verlesung, wonach diese vorerst von weiteren Schritten in der Frage des Ausbaues der Mädchenmittelschule mit Rücksicht auf die zur Zeit bestehenden Meinungsverschiedenheiten in den städtischen Vertretungen absehen will."

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Verein für Orts- und Heimatkunde, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1.

22.02.1913 Auszeichnungder Uni Bonn

"Stud.med. Franz Bieker von hier erhielt an der Universität Bonn zum 2. Male den Hohenzollern-Ehrenpreis auf Grund der Arbeit: 'Das Blut als Träger physiologischer und pathogener Elemente.'"

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Verein für Orts- und Heimatkunde, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1.

05.03.1913 Kurs geschlossen

In der Haushaltungsschule wurde heute der 2. Kochkursus geschlossen. Zu der Schlußfeier war auch Herr Landrat Freusberg aus Olpe erschienen.

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 272.

13.03.1913 Vortrag

Herr Dr. Schniederjost hielt im katholischen kauffmännischen Verein einen Vortrag über "Das Licht im Dienste der Menschen."

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 273.

19.03.1913 Silbernes Priesterjubiläum

Herr Rektor hospitalis Otto Lex, der Sohn des früheren kommissarischen Bürgermeisters Franz Caspar Anton Lex, feiert heute sein 25jähriges Priesterjubiläum. Er war zuerst tätig an der Josefskirche in Hamm, dann als Kaplan zu Wiedenbrück. Am 1. Oktober 1889 wurde er zum Vikar an der Pfarrkirche in Attendorn ernannt. Bis Ostern 1899 war er Vikar St. Jacobi et Andreae und seit der Zeit rector hospitalis. Um die Schützensache, Verschönerung der Hospitalkirche, Wirksamkeit im Gesellen- und anderen Vereinen, als Leiter des Gymnasialkonvikts Cötus II, hat er sich dauernde Verdienste um Attendorn erworben. Ad multos annos!

Stadtarchiv Attendorn, Chronik der Stadt Attendorn, Band 1, Seite 273.

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