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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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08.05.1797 Französische Revolution fordert Geiseln

Amtsverwalter Zeppenfeld aus Olpe teilt mit, dass man aus französischen Kreisen eine weitläufige gedruckte Verordnung gefunden habe, in der zu lesen sei, dass durch die Franzosen in Kürze aus Westfalen und den benachbarten Ländern bis an den Main im Süden, den Rhein im Westen und die Demarkationslinie im Norden insgesamt Gelder in Höhe von 3.725.000 Livres gefordert würden. Falls diese Forderungen nicht erfüllt würden, werde man aus allen Ländern die vornehmsten Leute als Geiseln nach Frankreich bringen.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 819.

08.05.1797 Französische Revolution fordert ihren Tribut

Amtsverwalter Zeppenfeld aus Olpe teilt dem Gografen in Attendorn mit, dass man aus französischen Kreisen eine weitläufige gedruckte Verordnung gefunden habe, in der zu lesen sei, dass durch die Franzosen in Kürze aus Westfalen und den benachbarten Ländern bis an den Main im Süden, den Rhein im Westen und die Demarkationslinie im Norden insgesamt Kriegsgelder in Höhe von 3.725.000 Livres eingefordert würden. Falls die Forderungen nicht erfüllt würden, werde man aus allen Ländern die vornehmsten Leute als Geiseln nach Frankreich zu bringen.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 819.

13.05.1797 Rüge für den Gografen

Landdrost und Räte in Arnsberg rügen in scharfer Form die Tatsache, dass der Attendorner Gograf Joanvahrs sich unterstanden habe, den freien Stand mit den Bauern gleichzusetzen und von diesem Abgaben zu fordern. Daher wird der Freiherr von Schade zu Ahausen in Schutz genommen, der sich zu Recht beschwert habe. Gleichzeitig wird Joanvahrs bis auf weiteres verboten, gegen den befreiten Stand Verordnungen auszusprechen.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 819.

13.06.1797 Franzosen stiften Unruhe

Bericht des Rentmeisters Bock von der Adolfsburg: „Soeben kommen 2 Dragoner von franz: von Oberkirchen, wo deren Offizier liegt, und hatten die ordre, dass ich mit selben zu dem Offizier nach Oberkirchen reisen sollte. 2 von den Klostergeistlichen sind in der Pastorath, welche nach Dillenburg wollen, um einen Nachlas wegen der Contribution zu erhalten mit 10 Dragonern. Hr. Richter (ein schöner Herr) hat sich bei dieser Geschichte abwesend gemacht, und er soll zu Fleckenberg nach Aussage der 2 geistlichen seyn. – Ich werde ihm aber bedeuten, dass er absolute erscheinen müsste zu Oberkirchen, dan ich kann keine Einrichtung machen, solches komt dem Richtrer zu. – Ich bin aber einsweilen gezwungen, nach Oberkirchen mitzureisen, solches habe ich vielleicht dem Richter zu verdanken. – Ich habe von den 2 geistlichen gehört, 150.000 Livres sollen Ihro Rfhe. Gnaden zur Contribution angesetzt seyn. Ich hoffe Eur Rfhe Gnaden werden mich, wenn es so weit kommen sollte, nicht im Stich lassen.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

16.06.1797 Schlägerei in Oberhundem

Bericht des Rentmeisters Bock: „Eur Reichsfreiherrlichen Gnaden ersehen nun selbst laut Schreiben von Hr. Grschbr Padberg, in welche misliche Lage wir nun vielleicht in Zeit 1 Stund gesetzt werden. Heut bin ich zu Oberkirchen entlassen, und muß nun jetz dies Schicksal hier erwarten. So eben komt der Jäger Padborg wieder retour von Vasbach, und sagt mir, das der Herr Richter Höynk nach Herdringen seyn sopllte, also schon wieder eine Verlängerung dieser wichtigen Sache. – So wie ich gehört, so soll ja der Richter Höynk schon vor 8 Täge vom General Becker dieser Geschichte halber avisirt seyn, wenn diesem also wäre, so hätte diese ganz wichtige Sache gewis nicht müsen verscho-ben werden. Der Willmes zu Fleckenberg soll zu Dillenburg gewesen seyn, ob dieser vom Richter dazu beordert gewesen, solches weis ich nicht, er hat aber nichts Haubtsächliches ausgerichtet. Eur Reichsfreiherrliche Gnaden werden also (weilen der Herr Richter jetz wird zu Herdringen seyn) die schleunigste Anstalten zu treffen wissen, wenn die Executions Truppen kämen (welche nun doch sicher hierhin kommen werden), dass man des Lastes los wird.“ – „P.S.: Es sind alle Dragoner hier aufm Haus geblieben, weil die Bauren hier sich mit selben geschlagen haben, und der Officier will morgen noch mehrere Truppen kommen lassen, und so gar das Dorf [Oberhundem] in Brand schießen lassen. Das ist hiermal ein Zustand. Der Officier hat anfänglich 25 Mann ins Dorf beordert und 7 Mann hierhin. – Und die Bauren wollten keine haben, und dadurch ist dieses entstanden.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844

18.06.1797 Soldatenplage auf der Adolfsburg

Bericht des Rentmeisters Becker: „Wie ich schon im letzten Brief gemeldet, so haben wir eine Nacht die 32 Mann hier aufm Haus im Quartier gehabt, 25 Mann sind aber nachhero hier weeg und ins Dorf Oberhundem verlegt worden, welches in so weit mit Absprache des Herrn Officier zu Werk gebracht habe, gegen ein extra Duceur. – Heut sagte mir aber Hr. Officier, wenn morgen früh keine Order vom General Becker zu Dillenburg zum Abmarsch hier wäre, so könnte er mir nicht mehr helfen, und müsste laut seiner Order das ganze Volk hier wieder auf das Schloß verlegen, und dabei, weil die Dragoner schon bei dieser Geschichte missvergnügt wären, sie vielleicht allerhand Excessen ausübten; ich antwortete hierauf, er sollte nur alles mögliche thuen, und habe ihm mit Überlegung des R. Nückel 40 Kronthaler versprochen, - wir haben eine Nachtg nur das Volk alle gehabt, da haben wir schon entsetzliche Umstände gehabt, und wenn sie wieder kämen, dan mögte Gott helfen, wie es dann ginge. – Hier ist nun gewiß keine Aufschiebung mehr; sonst geht es gewiß in Ewigkeit nicht guth. – und besonders, wenn der Bauer diese Sache inne würde.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

19.06.1797 Verhandlungen mit den Franzosen in Friedberg

Gograf Joanvahrs und Bürgermeister Plange teilen dem Apotheker Goebel mit, wie er die Verhandlungen im französischen Hauptquartier zu Friedberg führen soll. Das Geld, das Stadt und Gericht Attendorn zu den 12.000 Livres Kontributionen des Amtes Waldenburg beitragen sollten, ist bereits durch Caspar Biecker und zwei andere Boten nach Wetzlar zum Reichs-kammergerichtsagenten Abel getragen worden. Sollte nun die Sonderabgabe des Amtes Waldenburg in Höhe von 100.000 Livres aufgehoben werden, so muß dies per Quittung dem Hofrat Abel mitgeteilt werden. Außerdem soll Goebel mit den Geiseln von Schliprüthen sprechen: Sie sollen sich an das Amt Waldenburg halten, nicht an das Amt Fredeburg.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 819.

20.06.1797 Drohende französische Einquartierung

Bericht des Adolfsburger Rentmeisters Bock: „Ich habe gestern müssen nach Siegen rennen, weil der Herr Advocat Schrage nicht zu Bilstein ware. – Wie ich demselben die Instructionsvollmacht überreichte, und ihn dabei fragte, ob ihm von Herrn R. Höynk ein Anschreiben weghen der fr. Contribution wäre zugeschickt worden, sagte er: Noch von H. Höynk wäre ihme etwas zugekommen, und wäre also nötig, das ihme laut hiebeigehender Anlage folgendes zugeschickt würde, welches demselben (wenn er Gdge Herr Dbr. zu berichten) versprochen habe. Ich habe aber einsweilen mit Herrn Schrage abgeredet, dass er vor allem müsste sorgen, dass die Executions Truppen von hier wegkämen, welches derselbe auch versprochen, er sagte mir hiebei, solches sollte wophl schwerlich ohne ein gutes Douceur abgehen, ich antwortete hierauf, solches nach der Billigkeit einzurichten. – Heut schickte einen Botten nach Billstein, um zu hören, ob ein Brief an Herr Advocat Schrage von Herrn R. Höynk würde ankommen, so brachte mir der Botte beliegen in Copia von Herrn Landdrost und Räthen an Hr. R.Höynk erlassenes Schreiben, wleches in originali heut noch dem Herrn Advocat Schrage (mit dem Ersuchen, alles für meinen gdg Herrn zum besten einzurichten) nach Fridberg abgeschickt habe. – Der Herr Officier fragt mich täglich, ob noch keine Order von Herrn General Becker wäre ankommen. – Der heut nach Billstein geschickte Botte brachte mir ein herrliches Compliment vom Herrn Richter zu Billstein, sagend: ich wäre schuld daran, dass die übrige 25 Mann ins Dorf Oberhundem wären einquartiert worden, der Herr könnte ja wophl bezalen, wenn mir hier die Leuthe im Dorf mit Gift speisen könten, solches würden sie nicht unterlassen; ich habe etlichen schon geantwortet, die Order wäre ja so Hr. Officier zugegangen. Wenn aber nun der Hr. Schrage auf die Vollmacht erst lauren wollte, so könnte dieses noch eine verfluchte Affaire absetzen.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

21.08.1797 Überfall in der Rüspe

Rentmeister Bock zur Adolfsburg berichtet dem Freiherrn von Fürstenberg, dass der Pächter Caspar aus der Rüspe mit seiner Frau persönlich nach Herdringen kommen würden, um über einen Überfall zu berichten, den 2 Spitzbuben, die ihr Gesicht geschwärzt hätten, auf sie verübt hätten. Etliches sei ihnen gestohlen worden. Da die Frau des Caspar eine gute Haushälterin sei und sie in der Rüspe aus Angst nicht mehr leben will, schlägt der Rentmeister vor, sie auf Adolfsburg als Haushälterin anzustellen, zumal die jetzige Haushälterin ihre Dienstzeit beendet habe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

27.08.1797 Französische Dragoner in der Adolfsburg

Bericht des Rentmeisters Bock zu Adolfsburg an den Freiherrn von Fürstenberg: „Heut Mittag rückten hier ins Kirspiel Oberhundem 60 franz. Dragoner von den Roßschweifen des 2ten Regiments ein, und wir haben hier den Capitain, 1 Bedienten und 3 Pferde ins Quartier bekommen, wie lang solche hier verbleiben, wusste der Capitain selbst noch nicht. 1 ½ Viertel Haber und nötiges Heu für die 3 Pferde wird ihnen pr. Tag gegeben. – Die Franzosen haben verflossene Nacht zu Förde gelegen, und sollen directé über den Rhein gekommen seyn. – Der Capitain ist ein stiller Mann, wo man noch zur Zeit nichts bestimmtes von sagen kann. Derselbe logirt auf dem Sommerzimmer.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

25.12.1797 Französische Truppen im Gogericht eingefallen

Bericht des Gografen Joanvahrs an Landdrost und Räte über die Trup-penbewegungen der letzten Tage; am 16.12. seien drei Kompanien Dragoner, die bis zu diesem Zeitpunkt in den Gerichten Olpe, Drolshagen und Wenden gelegen hätten, aufgebrochen. Zwei Kompanien seien ins Amt Bilstein, eine ins Gogericht Attendorn gezogen. Gleichzeitig kamen Kanoniere und Wagenknechte in unbekannter Zahl im Gericht Olpe, Drolshagen und Wenden an. Am 22.12. seien diese wieder aufgebrochen und nach Herborn gezogen. Am 22.12. kam eine Kompanie vom 21. Dragonerregiment an, die auf das 2. Regiment aufgeteilt wurden. Da der Stab aber bereits nach Burbach abgezogen war, mußten diese Dragoner dorthin folgen. Am 24.12. erfolgte dann nach mehreren verschiedenen Befehlen der Aufbruch des 2. Regiments zwischen 10 und 11 Uhr. Eine Stunde später kamen erneut die Quartiersmeister des 1. Regiments, wovon der Stab im Haus Wocklum liegt, um Quartier zu machen. Am gleichen Abend kam der Stab von Wocklum in der Stadt Attendorn an. Eine Kompanie ist ins Gogericht Attendorn, 4 ins Amt Bilstein und 3 Kompanien ins Amt Olpe, Drolshagen und Wenden einquartiert worden. Der Durchzug dauerte fast die ganze Nacht. Eine Kompanie wurde noch im Haus Schnellenberg, in der Kanonie Ewig und im Dorf Ennest einquartiert. In Ennest sind in der vergangenen Nacht 80-100 Pferde von Dragonern oder Fuhrleuten gewesen. In jede, Haus der Stadt waren 3-5 Mann untergebracht. Zur Zeit kommen wieder 40 Pferde an. Joanvahrs weist darauf hin, dass, falls die Einquartierung bis Lichtmess andauern sollte, sämtliche Futtervorräte aufgebraucht, das Vieh verbraucht und die Äcker nicht bestellt werden könnten.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 819, Seite 585 ff.

04.01.1798 Erhebung von Kriegssteuern

Richter Freusberg zu Bilstein verfügt, dass von allen freien Gütern 13 Rtl. 18 Petermännchen an Kriegssteuern innerhalb von 3 Tagen zu zahlen sind.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1845, Beleg 12.

06.01.1798 Reich gedeckter Wildpret-Tisch

Verzeichnis des im Jahre 1797 durch den Jäger Franz Anton Padberg zu Adolfsburg geschossenen Wildprets: 29 Rehböcke, 47 Hasen, 151 Pfund Fische, 1 Auerhahn, 5 Haselhühner und 16 Strickvögel.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1845, Beleg 11.

28.01.1798 Franzosen nutzen Attendorner Schmiede

Rechnung des Ferdinand Stumpf an das Gografenamt über die Mitbenutzung seiner Werkstatt durch den Dragonerschmied und dessen Fertigung von Schmiedearbeiten für die französische Armee.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 794, Seite 166.

02.02.1798 Franzosen nehmen Adolfsburg in Beschlag

Bericht des Rentmeisters Bock: „Dermalen liegen 5 Dragoner vom 2ten Regiment, wovon aber 2 Ordonanzen sind, hier im Dorf Oberhundem … der Herr Offizier Lambert, so mit dem Fourier dermalen hier ist, ließe mir durch den Fourier sagen, er wollte einmal den Saal sehen, welchen R. Nückel auch aufmachte, nachhero sagte er der Commandant von Butzbach käme hiehin zur Tafel und man sollte die Tafel für 10 Personen auf dem Saal linker Hand im Nebenzimmer decken, an Platz des Commandanten kame am 21. Jan. der Capitain Rej von Bilstein mit 3 Offizieren und speisten auf dem Nebenzimmer am Saal, wie der Herr Capitein am 22. Jan. wieder fortreiste, sagte der Herr Offizier, er wollte mit dem Fourier auf dem Saal bleiben, darauf speisen und schlafen, die beiden haben jetzo die 2 Nebenzimmer linker Hand am Saal inne; es wird zware noch nichts darauf spolirt, aber ein rechter Freund ist der Herr Offizier vom tracktiren.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

23.02.1798 Einquartierung auf der Adolfsburg

Bericht des Rentmeisters Bock über Einquartierungen in der Adolfsburg: „Die Herrn Franzosen haben sonst auf dem langen Gang geschlafen, alwo 2 Zimmer sind, darauf Ofen gesetzt worden; - 3 Wochen hat Hr. Lieutenant Lambort hernach mit dem fourier auf den beiden Nebenzimmern linker Hand am Saal gespeist und geschlafen, es ist aber darauf nicht spolirt worden. – Die Hr. Franz. sind am 12ten Febr. von hier nach Liedfeld abgereist, und es hieße, sie müssten alle bei Neuwied über den Rhein, laut Nachricht von Fuhrleuthen sollen noch sehr viele franz. auf dem Westerwald und in der Gegend bei der Burg und Elberfeld liegen, so dass 5 bis 6 Mann in einem Haus lägen, was dieses bedeutet, weiß man nicht, wenn sie und nur nicht wieder zurückkommen.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1844.

10.03.1798 Franzosen brauchen was zu essen

Rentmeister Bock zu Adolfsburg liefert an den Bauernrichter zu Kirchhundem für die französischen Kanoniers 19. Kürassier-Regiment 13 Rationen Hafer, 13 Rationen Heu und 13 Gebund Stroh. Quittiert durch Witwe Kremer zu Kirchhundem. – Desgleichen am 17.03.1798, Beleg Nr. 28. – Weitere regelmäßige Zahlungen gehen bis November 1798, da immer noch in verschiedenen Ortschaften des Amtes Bilstein französische Artillerie einquartiert ist. Außerdem gehen Fouragelieferungen ins französische Magazin nach Olpe und ins französische Mehl- und Fouragemagazin

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1845, Beleg 26.

23.07.1798 Kalklieferungen aus dem Repetal

Rentmeister Nückel zu Schnellenberg quittiert den Empfang von 27 Fuder Kalk durch Erlhoff zu Helden und Kaiser und Mödderen zu Dünschede.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1845, Beleg 52.

06.10.1798 Einquartierung auf der Adolfsburg

Bericht des Rentmeisters Bock an den Freiherrn von Fürstenberg: „Am 3. d. M. kame der Commandant mit einem Herrn Capitain von Bilstein von den nemlichen Truppen No. 1 Jäger Kohr hier an, welche auf dem Nebenzimmer linker Hand am Saal nach dem Garten hin ihr Quartier bezogen, selbige speisten hier; der Commandant zoge nemlich tags wieder fort, es ginge doch dabei ordentlich zu; der Capitain ist hier, und schläft auf dem Zimmer, wo der Commandant auf ware; er ist aber ein feiner Herr, und dermalen etwas kränklich, er ersuchte mich, ob ich ihm nicht etliche Bouteilgen Burgunder Wein verschaffen könnte, ich schickte also gleich nach Berleburg und erhielte gegen 4 Gulden zwei, welche doch nicht ganz ächt waren; Hr. Capitain wollte diese mir gleich wieder zalen, ich sagte ihm, wir wären ja noch beisammen, solches eilte nicht. – Gestgern ist der hier gelegene Oberleutnant nach Marmicke gegangen, und wir haben jetzo Hr. Capitain, ein Leutnant und 2 Bediente im Quartier No. 1 Jäger Kohr; Hr. Leutnant schläft aufm Sommerzimmer und die Bedienten aufm langen Gang, und die Herrn essen in der Rentmeisterei.“

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg_Herdringen, Akte AFH 1844.

09.01.1799 Reiche Beute in Waldenburger Wäldern

Im Jahre 1798 wurde durch Förster Padberg folgendes Wild erlegt: 2 Hirsche, 11 Rehböcke, 44 Hasen, 65 ½ Pfund Fische, 2 Auerhähne, 4 Feldhühner und 1 wildernder Hund.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg, Akte AFH 1846, Beleg 16.

17.05.1799 Chirurg aus Olpe verlangt seine Bezahlung

Der Chirurg Jakob Denzer aus Olpe hat eigene Kosten in Höhe von 115 Rtl. eingeklagt. Diese setzen sich aus medizinischen Leistungen zusammen, die er an französischen Soldaten ausgeführt hat. Er ist der Meinung, dass die Städte Attendorn, Olpe und Drolshagen, das Gericht Attendorn und das Gericht Olpe, Drolshagen und Wenden ihm diese Kosten anteilsmäßig zu erstatten haben. - Die Regierung in Arnsberg verfügt daraufhin die Bezahlung der Kosten. - Richter Freusberg in Bilstein lehnt die Zahlung der Kosten ab, da keinerlei Aufträge an den Chirurgen erteilt wurden.

Stadtarchiv Attendorn, Akten B 794.

27.03.1800 Neuer Vikar in Helden

Gottfried Stamm, Vikar in Helden, teilt dem Freiherrn von Vogt zu Aplernbeck mit, daß vor einigen Tagen der Pastor Weber zu Oberkirchen verstorben und damit die Vikarie St. Anna in Helden vakant geworden sei. Da die Schullehrerstelle in Helden schlecht dotiert sei, bittet Stamm zusätzlich um die Übertragung der Vikarie St. Anna an ihn.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 207.

31.05.1800 Verbot der Hasenjagd in Helden

Befehl des Gerichts in Arnsberg, daß sich die Einsassen des Kirchspiels Helden der Hasenjagd enthalten sollen. Dieses Verbot wurde am 8. Juni 1800 durch den Vikar Engelbert Viegener von der Kanzel der Heldener Pfarrkirche verkündet. Das Dokument enthält das Arnsberger Gerichtssiegel.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3177.

14.06.1800 Jungschützen bauen Vogelsrute auf

In den historischen Schützenakten hat sich ein Vermerk erhalten, der sich mit dem Aufbau der Vogelsrute befasst. Dabei ist mit dem Begriff Vogelsrute nicht die Örtlichkeit gemeint, sondern ein langer Mast, der während des Jahres auf dem Dachboden der Hospitalkirche gelagert wurde und dann als eigentliche Vogelstange aufgerichtet wurde.

"Haben den alten Schützen mitt Anschluß der jungen Schützen die Vogelsrutte wieder aufgebauet, unter dem Oberscheffer Stephan Müller. In diesem 1800 Jahr haben die Scheffers einen neuen Messingtrumme angeschaft und kostet in allem 17 Rtl. unter dem Oberscheffer Müller."

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, SG 46, Seite 217.

16.06.1800 Waldverkauf in Oberhundem

Kaufvertrag. Damit verkauft der Johann Beermann zu Oberhundem dem Freiherrn von Fürstenberg ein Stück Wald an der Kohle, ein Stück Wald am Dempersseifen, ein Stück Wald am großen Burgseifen und ein Stück Wald am Lippstrut zum Preis von 700 Rtl. – Nebst gerichtlicher Bestätigung vom 17.06.1800. Der Verkauf wurde im Arnsbergischen Intelligenzblatt angekündigt, die Nr. 43 ist beigefügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1702.

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