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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

07.01.1770 Inventarverzeichnis der Burg Schnellenberg

Numero 1mo
Auff dem herrschafflichen Schlaff-Zimmer
[nichts]

Numero 2do
Neben dem Herrschafftlichen Schlaff-Zimmer
[nichts]

Numero 3tio
Hinter dem Schirm
[nichts]

Numero 4to
Hinter dem Schirm
1 Tisch
1 Ofen
3 hölzerne Stühle
1 hohes Kinder-Stühlgen
1 kleines schmales Stück Eisen
1 Bethlade
1 Oberbeth von Barchem
1 Küssen von Barchem
2 kleine Unterbether von Trill

Numero 5to
Hinter dem Schirm
[nichts]

Numero 0
Auff dem Speiß-Zimmer
[nichts]

Numero o
Im Schreib-Cabinet am Speiß-Zimmer
[nichts]

Numero 0
Im Thurn hinter der Küchen
[nichts]

In der Küchen, wo jetz der Backoffen ist.
Küchen Gereitschaft, undt sonstige Sachen
Ein großer kupferner eingemauerter Braukessel. adest
Ein hölzerne Anrichte mit 6 Schäncken. adest
Ein ovaler hölzerner Tisch an der Wandt. adest
noch eine Anrichte ohne Schanck. adest
Ein Stück eiserne Platte hinterm Feur. adest
Ein alter hölzerner Schanck. adest
Ein Feur-Hal mit 2 länge Häls und zwey kleine Häls. adest
Ein hölzerner Schanck mit 4 Thüren. adest
Zwey Hirsch-geweyde auf dem Camin, nur ein großes da
Eine alte eiserne Trom von einem Schornstein. adest
Eine alte zerbrochene Leuchte. adest
Eine alte Butterkirn ohne Stößer. adest
Ein altes zerbrochenes Wasser-Hältgen
4 eiserne Reiffen. ad
2 hölzerne Schwingstöcke mit einer hölzernen Schwinge
ein klein Stängen mit 2 eisernen Reiffen. adest
ein Stück Offen-Peiff, so zerbrochen. adest
ein altes Stück Blech von einem Offen. adest
eine schlechte hölzerne Banck mit einem solchen Stuhl. adest
ein Nacht-Stuhl. adest
nioch ein alter hölzerner Lehn-Stuhl. adest
ein Backtrog mit einer hölzerner Banck. adest
ein eisern Thürgen vorm Backoffen undt ein Eisen zum Bierbrauen gehörig. adest
eine alte Bethstatt mit einigen alten Bretteren, deest
14 kleine Fleisch-Hacken, 1 Achs-Schien mit 1 Nagel, und einigen Stückelger altes Eisen. adest
ein eiserner Leuchter an der Wand. adest
56 Eisen zu einem Fischgarn, 51 adsunt.
ein Schüsselen-Schaft mit 4 Gefächer. adest
noch 1 hölzerne Schwinge
noch ein hölzerne Banck an der Wandt. adest
ein alter hölzerner Trog. adest
ein ovaler hölzerner Deckel. deest
ein Stück von einer hölzernen Rennen. deest.
zwey große kupferne Kessels
1 eiserner Pott
zwey Butterfäßgens
ein großer Mehlkasten
3 Zuläst toto mit 12 eisernen Reifen
2 Waschzingen, jede mit 3Eisenreifen
ein Fleischküben mit 3 dito
ein hölzernes Kistgen
eine Winde
1 Hack und Breche
NB: die Kessels und Pötte sambt 10 eisernen Reiffen hab ich beygeschlossen

In der Kammer, wo jetz der Backoffen ist
2 Schäncke in der Maur
5 Offen-Platten nebst ein Paar Stücker Schrauben

Numero 6to
[nichts]

Numero 7timo
[nichts]

Numero 8to
[nichts]

Numero 9no
Im Receptur-Zimmer
Zwey Schäncke in der Maur mit 4 Thüren. adest
ein schlechter hölzerner Tisch an dem Fenster festgemacht, neben mit Außzügelger. adest
ein kleiner Offen von Blech. adest
ein klein Tischelgen, so man ablaßen kann. adest
ein zerbrochener alter hölzerner Stuhl. deest
2 Stück mit Leder überzogene. adsunt, einer zerbrochen
4 Achsen
1 Quantitaet Nägel von allerhandt Sorten
1 Degen ohne Scheid, so ich in E[xce]ll[entissi]mo Zimmer gesetzt

Auff dessen Vorzimmer
Ein Offen mit einem Auffsatz. adest
Ein Scribal mit einer Schubladen. adest.
Ein Stuben-Uhr. adest
Ein Spiegel mit schwarzer Ramen. adest
Ein Servietten Preß mit 3 Außzügen. adest
Zwey an der Wandt festgemachte Schäncke. adest
ein ovaler Tisch, von zwey Theilen. adest
9 Stühle mit Leder überzogen. adest
1 Stuhl von Leusch geflochten. deest.
1 leyen Schreib-Stein. adest

Im Thurn daneben
2 Bethstätte, eine mit blauen, und 1 mit hell-blauen Leinencortinen. adest
2 Schäncke in der Maur. adest
1 alter schlechter hölzerner Tisch. adest
ein Bildgen von weißem Marmor undt zwey Bildger mit Glaß. mit Glaß fehlen
ein Unterbeth von schlechtem Trill. adest
zwey Püllen von schlechtem Trill. nur 1 Püllen.
drey Küssen von Barchem. Drey große zwey kleine
Zwey alte gestreifte wüllene Fenstercortinen. adsunt
ein alt Überbettgen
[NB: Die Bettwäsche ist „für die jungen Herren Max und Fritz“].

Auf dem Herrn Thillmanni seinen Bett
1 trillen Unterbett
1 Püllen von Trill
4 trillen und 1 barchem Küssen
1 Cataunen Deck
zwey Überbettger klein von Barchem
1 Chabelgen
zwey Schildereyen
ein gantz klein Schänckgen
zwey Kinderstuhl
drey alte herrschafftliche Flinten

In der Magdt-Kammer
2 hölzerne Bethladen ohne Cortinen
1 Unterbett von Trill
1 Püllen von Trill
2 Küssen
1 klein Oberbett von Barchem
1 große eiserne Kohl-Pfanne ohne deckels
1 altes Halbohms Faß
1 schlechter hölzerner Stuhl
1 Stuhl mit Leder überzogen
1 Schilderey
1 schlechte Tischplatte
1 Crucifix
[hinter dem Inventar der Magdkammer befindet sich eine geschweifte Klammer mit dem Vermerk: adest]

Vor demselben
1 Faß-Schragen

Numero 10mo
Abtissinnen-Kammer, mit Tapeten von Hortelischen behangen
Ein Bethstatt mit rothen Cortinen. Der Umbhang von rothem Seyden moir mit weißem Atlas außgestickt
Ein Strohsack in der Bethstadt
ein ganz große Schilderey
Ein großer Spiegel mit 1 Rahmen von geschlagenem Silber, so etwas beschädigt
4 mittelmäßige Schildereyen
4 Fenstercortinen von Leinen Damast, so beschädigt seyndt
1 Tisch undt 2 Gueredons mit Elffenbein eingelegt
1 Tischbett mit 1 Matratzen
1 Türckischer Teppig
1 Unterbeth von feinem Trill
4 Küssen von Barchem
1 grüne seidene gestickte Decke
4 Stühl, undt 1 Sessel mit feinem rothen Plüsch überzogen
1 Offen
2 eiserne Brandt-Ruthen mit 1 Blaßbalg im Camin

Numero 11mo
Der blaue Thurn
Ein Bettstadt mit rot und grüngestreiften Cortinen
3 Schildereyen
1 runder Spiegel mit goldenem Rahmen
2 oval-runde Thee Tisch mit gewächstem Tuch überzogen
1 schlechter eingelegt geweßener Tisch
1 zerbrochener Beth-Kasten
1 Matratze
1 Unterbeth von Trill
2 Püllen von Trill
2 Küssen von Trill, undt 1 von Barchem
1 rothe gestickte Decke von Cartum
1 gestickte blau gedruckte Decke
2 Gueredons
1 alter gelb überzogener Sessel
2 Stühl mit Leder überzogen
2 Scabelgen
4 Cortinen-ruthen
2 eiserne Brandt-Ruthen, und 1 Stück eiserne Platte
2 kleine Glaß-Fenster

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Seite 115.

30.08.1770 Brand in Tecklinghausen

Jost Platte auf Tecklinghausen, jetzt Johannes Platte, hat am 30. August angezeigt, daß beim Abbrennen seines Hauses im verwichenen Frühling sein Pachtbuch mit allen Quittungen verbrannt sei. - Wegen dieser Katastrophe sei der Kolon von Tecklinghausen weggezogen und der Pastor zu Helden habe sich des Hofes angenommen.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 70.

02.09.1770 Verpachtung des Backhauses in Borghausen

Vertrag zwischen dem Vogt von Elspe und dem Schreiner Martin Dierckes über die Verpachtung des Backhauses zu Borg-hausen. Der Martin Dierckes ist demnach berechtigt, sich das Backhaus als Woh-nung herzurichten und dort fünf Jahre zu wohnen. Dazu gehört die Nutzung eini-ger Länder und Gärten; der Pachtzins beträgt 10 Rtl. jährlich. Sollte der Erbherr bei dem Gut Borghausen einen Eisenhammer anlegen wollen, so hat der Pächter nach Ablauf der fünf Jahre keine Schadensersatzforderungen zu stellen.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 116.

03.09.1770 Kirchweihjubiläum der Franziskaner

Der Guardian des Attendorner Franziskanerklosters, Guido Brühl, teilt dem Freiherrn von Fürstenberg mit, dass es nunmehr 100 Jahre her sei, dass durch die Wohltaten des Johann Adolf von Fürstenberg die Attendorner Franziskanerkirche fertiggestellt werden konnte. Aus diesem Anlass soll am Sonntag, 9. September, ein feierliches Dankamt gelesen werden zum Seelenheil der Familie von Fürstenberg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4083.

24.03.1773 Kauf des adeligen Gutes Valbert bei Oedingen

Schuld- und Pfandverschreibung, ausgestellt am Gericht in Oedingen durch den Richter F. C. Becker im Beisein der Schöffen Franz Rath und Franz Padberg. Damit erklärt Friedrich Heinrich von Kettler zu Valbert (bei Oedingen), von dem Freiherrn Caspar Ferdinand von Droste, Domdechant zu Münster und Propst zu Soest, ein Kapital von 511 Reichstalern geliehen zu haben. Rotes Lacksiegel des Freiherrn von Kettler.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3237.

29.03.1773 Besitzveränderung in Saalhausen

Vor dem Pfarrer zu Lenne Franz Kaspar Kropf und den Zeugen Johannes Hanses und Johannes Schulte aus Saalhausen erklärt Adam Rameil aus Saalhausen, dass er Haus und Hof an den Enkel Johannes Rameil, den ältesten Sohn seines eigenen verstorbenen Sohnes Johannes, übertragen wolle.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1397.

22.08.1773 Holzspende für die Franziskaner

Pater Raymundus Fuchs, Guardian des Franziskanerkonventes zu Attendorn, bittet den Vogt von Elspe um die jährliche Zuteilung einer Holzspende für das Kloster.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 213.

19.10.1773 Verbot für die Pettmecke

Richter Freusberg zu Bilstein verbietet dem Pettmecker das Heid- und Ginsterhacken auf dem „Gelsterkopf“ bei Strafe von 10 Mark.

Pfarrarchiv Helden, Akten A 1, Seite 400.

21.08.1774 Ansprüche am Lehnsgut Rameil in Saalhausen

Die sieben Kinder des verstorbenen Johann Rameil stellen gegenüber dem Lehnsherrn fest, dass sich ihr Onkel Anton Rameil vor einigen Jahren zum Rhein begeben habe, um in Stildorf zu heiraten. Nun sei er zurück und beanspruche laut Übertragsvertrag seines Großvaters Adam Rameil das Erbe am Lehnsgut Rameil. Die Kinder beantragen die Abweisung des Anton Rameil durch den Lehnsherrn.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1397.

26.09.1774 Mäherlöhne

Vermerk, dass ein Mäher bei eigener Kost täglich 12 Petermännchen erhalte, ein gewöhnlicher Tagelöhner dagegen täglich 8 Petermännchen. Der Mäher hat morgens um 4 Uhr anzufangen und muss bis abends 7 Uhr mähen. Der gewöhnliche Tagelöhner fängt morgens um 6 Uhr an und muss bis abends 7 Uhr arbeiten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1764, Blatt 311.

10.02.1775 Maumker Lehen wird neu vergeben

Johann Grove von Meggen und Kaspar Steßmann von Elspe als Vormünder der rechtmäßigen Erben des verstorbenen Johann Jobst Heidschötter bestätigen den Empfang des Bruch’schen Lehens zu Maumke, halbes Heidschötter Gut, durch Antonetta Freifrau von Schade zu Ahausen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1177.

05.03.1775 Die Lenne tritt über die Ufer

Gemäß Bericht des Hammerpächters Krächter aus Langenei ist durch die große Flut die gesamte Schlacht beim Langeneier Hammer weggerissen worden. Diese muss völlig neu gebaut werden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1759, Blatt 109.

06.03.1775 Langeneier Hammer-Inventar

Inventar über die auf dem Langeneiner Hammer befindlichen Gerätschaften: 1) Zwei große Wagen mit zugehörigen Gewichten und Ketten, 2) 2 Ambosse, 3) 2 kleine Handhammer und 1 großer, 4) 2 Spieße, 5) 2 Luphacken, 6) 3 Klammern, 7) 5 Zangen, 8) eine Eisenstange, 9) ein Roßeisen, 10) eine große und zwei mittelmäßige eiserne Schaufeln, 11) 6 Eisenformen, wovon 3 neue mit „F.K.“ bezeichnet sind, 12) 2 eiserne Ringe mit Ketten zur Esse, 13) 2 Blasebälge.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1759, Blatt 102.

28.03.1775 Gut Hespecke wird neu verpachtet

Pachtvertrag. Damit verpachtet Clemens Lothar Reichsfreiherr von Fürstenberg sein zur Hespecke im Kirchspiel Attendorn gelegenes Krabben und Schulten Gut "dem ehrsamen Conrad Scheerer, gebürtig aus Merlebach, auf zwölf nacheinander folgende Jahre lang, doch jedem, sowohl Herren Verpfächtigern, alß Pfächteren frey stehen solle, nach Umlauf der sechs ersteren Jahren, vermittels vorher geschehener halbjähriger Loßkündigung aus diesem Pfacht Contract auszuscheiden, wovon dieses auf Maytag eintausend siebenhundert siebenzig fünf anfangend das erste, und das zukünftige Maytag eintausend siebenhundert achtzig sechs das letztere seyn solle." Zu Martini ist erstmals an die Schnellenberger Rezeptur das Pachtgeld in Höhe von 125 Rtl. zu zahlen. – Anstatt des trockenen Weinkaufs hat der Pächter sämtliche Reparaturen und Verbesserungen am Gut auf eigene Kosten durchzuführen. Allerdings erhält er das zum Bau nötige Holz nach vorher eingereichten und genehmigten Bauplänen und Kostenvoranschlägen. Das Bauholz hat der Pächter auf seine eigenen Kosten hauen, fahren und schneiden zu lassen. Sämtliche Lasten und Steuern sind ordnungsgemäß abzuführen, was durch Quittungen zu belegen ist. Das Gut ist in allen Bereichen ordentlich zu unterhalten.
Unterschrieben von Clemens Lothar Reichsfreiherr von Fürstenberg (mit rotem Lacksiegel), Conrad Scherer, und den Zeugen Johann Heinrich Kux und M. W. Bardenhewer.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1195.

12.04.1775 Und klaute wie ein Rabe

Freiherr von Fürstenberg verfügt, dass auf Antrag der Witwe Kuhlmann auf dem Langeneier Hammer der dort wohnende Heinrich Zimmermann wegen mehrerer Diebstahlsdelikte sofort des Hammers verwiesen werden soll.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1760.

04.05.1775 Adolfsburg soll neu verputzt werden

Freiherr von Fürstenberg teilt dem Vikar Bardenheuer zu Adolfsburg mit, dass die Maurer mit dem Bewerfen des Hauses Adolfsburg beginnen sollen. Dabei ist der Vikar Tillmann zu Schnellenberg zu bitten, sich um Kalklieferungen zu kümmern. Dabei tritt das Problem auf, dass ausschließlich roter Sand zu haben sei. Man könne diesen zwar waschen, damit er die Farbe des Kalkes annähme, man könne aber auch die rote Farbe so lassen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 1759, Blatt 187.

12.05.1775 Die Adolfsburg wird weiß verputzt

Vikar Bardenheuer teilt dem Freiherrn mit, dass die Maurer fleißig dabei sind, das Haus Adolfsburg neu zu bewerfen. Man habe jetzt doch weißen Sand gefunden, der zur Burg transportiert werde.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1759, Blatt 189.

06.07.1775 Beschwerde beim Kurfürsten

Clemens Lothar von Fürstenberg beschwert sich beim Kurfürsten über dessen Anordnung, dass der Bestallungshafer, der seit 90 Jahren zur Adolfsburg geliefert werden musste, nun vom Haus Bilstein abgeholt werden solle.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2547, Blatt 75.

29.02.1776 Neuverpachtung des Kellermanns Gutes in Niederhelden

Pachtvertrag. Damit verpachtet Clemens Lothar von Fürstenberg sein Schnellenberger Pachtgut Kellermann zu Niederhelden stückweise an die jeweils Meistbietenden. Das Verpachtungsprotokoll ist beigefügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4103.

17.03.1776 Neuverpachtung des Kellermanns Gutes in Niederhelden

Pachtvertrag. Damit wird der Anna Elisabeth Kellermann das Kellermanns Gut in Niederhelden verpachtet. Zeugen sind Wilhelm Sauerländer, Wilhelm Pflug und Johann Peter Sauerländer.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3583.

05.04.1776 Der Sohn soll es in Silbecke richten

Steffens zu Silbecke hat seinen Sohn zu sich ins Haus genommen, der ihm helfen soll, das stark verschuldete Gut zu sanieren. Steffens beantragt beim Baron die Genehmigung, den Sohn bei sich bestatten zu dürfen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1801, Blatt 171.

07.06.1776 Johannes Hoberg soll fürstenbergischer Pastor werden

Johann Hoberg, Presbyter in Attendorn, bedankt sich für das Angebot, in fürstenbergische Dienste treten zu sollen. Er verzichtet aber und schlägt den Sohn seines Bruders, Johannes Hoberg, vor.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 571, Seite 13.

14.01.1777 Die Armut des Peter Reichling

Peter Reichling in Rüspe bedankt sich beim Baron, dass er ihm und seiner Frau wegen seiner Armut das Rüsper Jagdhaus als Wohnung überlassen hat. Nun ist ihm die Armenrente gestrichen worden. Da er aber einerseits das Rüsper Jagdhaus mit hohem finanziellen Aufwand renoviert und außerdem oftmals in Adolfsburg und Herdringen gearbeitet hat, bittet er um Ansetzung einer billigen Pacht und die Auszahlung der Armenrente erneut veranlassen zu wollen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1801, Blatt 221.

18.01.1777 Kurfürstliches Schloss in Bonn abgebrannt

Vikar J. E. Maiworm zu Schnellenberg schreibt: "Gestern Abend kommt eine Nachricht hier an, dass das Bönnische Residenz Schloß an jüngst verwichnen Mitwoch morgens früh gegen 2 Uhr bis in Grund abgebrant wäre, und man den Kuhrfürsten durch 2 Grenadiers hätte heraustragen lassen. Heut Abend kommt der Bonnische Both, so wird man das zuverlässige hören."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1760, Blatt 31.

01.03.1777 Adolfsburger Höfe werden neu verpachtet

Protokoll über die Verhandlungen mit folgenden Pächtern: Reutzen Haus bleibt ausgestellt, hat bisher Anton Wilmes gepachtet. – Mertens Haus erneut an Peter Lingemann. – Baumeisters Kotten, sonst Evert Rötz, vertreten durch dessen Ehefrau Theresia Rötz genannt Feldhaus, erneut an Evert Rötz. – Kempers Kotten erneut an Johann Mönnich aus Oberhundem. - Böhmers Kotten erneut an Johann Evert Mönnich. – Voßlochs Maurer oder Jacobskotten erneut an Jakob Feldhaus. – Cleves Gut erneut an Anton Sasse genannt Kleff. – Vikariehaus zu Oberhundem , sonst Jost Henrich Duncke aus Oberhundem, für 12 Rtl. an Johannes Baltes in Kös Backhaus.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1688.

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