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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

19.05.1760 Lieferung von Selterswasser

Anton Struck genannt Bock zu Niederhelden liefert dem Freiherrn Vogt von Elspe 180 Krüge Seltersbrunnenwasser für 16 Rtl. 30 Stüber.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 228, Blatt 1.

03.01.1761 Brot für Kohlen

Der Kolon Rauterkus zu Rauterkusen beantragt die Erlaubnis, das Holz selbst verkohlen zu dürfen, um in schweren Kriegszeiten mit dem Erlös seine Familie weiter ernähren zu können. – Clemens Lothar von Fürstenberg notiert, Rauterkus hätte sich früher melden müssen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg, Akte AFH 1734.

30.05.1761 Ernennung zum Westfälischen Rat

Bestätigungsdekret des Kurfürsten Maximilian Friedrich für Clemens Lothar von Fürstenberg als Westfälischer Adliger Rat.
Papier. Nebst Kopie. Oblatensiegel des Kurfürsten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20594.

12.12.1761 Freiherr von Bruch verstorben

Todesanzeigen des am 26.11.1761 verstorbenen Freiherrn Johann Nicolas Adolph von Bruch, Herr zum Bruch, Würdinghausen und Stein, 73 Jahre alt. Starb an Gicht und Auszehrung.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 469, Blatt 153.

17.12.1761 Neubau des Steffens Hauses in Silbecke

Aufstellung des Zimmermeisters Bernhard Witte aus Heggen über die zum Hausbau des Steffens Hauses zu Silbecke benötigten Baumaterialien. Pächter ist Peter Bauckhage genannt Steffensmann zu Silbecke. – Die Bauzeichnung (Grundriss) ist beigefügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3419, Blatt 91.

31.01.1762 Brand in Dünschede

Gerichtsschöffe Anton Bock bescheinigt die Tatsache, dass ohne Fremdverschulden am 26.01. das Hufnagels Haus in Dünschede abgebrannt sei. Es konnte absolut nichts gerettet werden. – Johannes Haufnagel beantragt den Wiederaufbau des Hauses und eine Unterstützung durch den Baron. Bernhard Witte, Zimmermeister aus Heggen, erstellt daraufhin den Kostenvoranschlag. – Der Grundriss des Hauses ist beigefügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3419, Blatt 105.

10.02.1762 Gut Hespecke bei Ewig

Erzbischof Max Friedrich von Köln belehnt den Freiherrn Clemens Lothar von Fürstenberg mit dem Hof und Gut in Hespecke bei Ewig. Zeugen sind Carl Otto Theodor Freiherr von und zu Gymnich und Dr. Josef Clemens Lapp.
Die Pergamenturkunde enthält das Siegel des Erzbischofs.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 20816.

28.02.1762 Schornsteinfeger Graf

Quittung des Wilhelm Graf aus Attendorn über den Empfang des Lohnes für die Reinigung der Schornsteine auf der Adolfsburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1785, Blatt 443.

02.03.1762 Die Langeneier Güter kommen in andere Hände

Den freiadeligen Hausplatz in Langenei pachtet Jörgen Schulte, den freiadeligen Hausplatz, die Ölmühle und den Krächters Garten pachtet Johann Heinrich Krächter. Außerdem ist vom obersten Hammerplatz und vom alten Hammerplatz in Langenei die Rede. Eine Wiese wird als Totenohl bezeichnet.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1778, Blatt 35.

18.02.1763 Kriegslasten im Siebenjährigen Krieg

Bürgermeister, Rat und Gemeinheit der Stadt Attendorn leihen von der Witwe des Scheffen Caspar Dietrich Gertmann und deren Erbe 250 Rtl. für die jährl. Zinsen von 12 1/2 Rtl., um die Kontributionen, die der preußische General von Paud auferlegt hat, bezahlen zu können. Sie verpfänden dafür ihre Stadtmühle, den Keseberger- und Mühlerhof, sowie die städt. Renten und Gefälle. Unterschriften von Johann Franz Viegener, Bürgermeister; Ratsverwandter Antonius Dingerkus, Gemeinheitsvorsteher Franz Zeppenfeld und Gemeinheitsvorsteher Adolph Mirmann.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 128, Seite 3.

28.04.1763 Repetaler Kalk für die Adolfsburg

Abrechnung mit Kellermann, Peter Sauerländer, Anton Gerke, Pflug, Ahlbäumer und Johannes Hage von Niederhelden, Caspar Schulte und Remberg aus Mecklinghausen für die Lieferung von Kalk zur Adolfsburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1785, Blatt 647 ff.

06.10.1763 Ernennung zum Geheimen Rat

Mit einer Prachturkunde ernennt Kurfürst Maximilian Friedrich den Freiherrn Clemens Lothar von Fürstenberg zum wirklichen Münsterschen Geheimen Rat.
Die Vereidigung erfolgte am 14.1.1765.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg, Urkunde 20596.

04.07.1764 Hof Biggen verpachtet

Clemens Lothar von Fürstenberg verpachtet dem Johannes Döhmer vom Dohm und dessen Ehefrau Maria Schnepper aus Mecklinghausen für die Dauer von 12 Jahren das Schnellenbergische Pachtgut Biggen im Gogericht Attendorn gegen Zahlung eines Pachtgeldes von 20 Reichstaler. Der Pächter ist verpflichtet, jährlich zu Martini folgende Abgaben zu entrichten: 2 Malter Roggen, 1 Malter Gerste, 6 Malter Hafer, 1 Rtl. 13 Schillinge 6 Pfg. Pacht, 1 feistes Schwein, 10 Hühner, zwei Gänse, 1 Pfund Wachs, 2 Tage mähen, 8 Tagedienste mit 2 Pferden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1333.

13.01.1765 Fromme Geschenke

Pater Gervasius Knordt schenkt der Freifrau von Fürstenberg im Namen des Attendorner Franziskanerklosters einen bayerischen Ablaßrosenkranz. Er kündigt als weiteres Präsent das sogenannte Walburgis-Öl an.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4090.

30.04.1765 Übergabe des historischen Schützeninventars

Protokoll zur Übergabe des Inventars; hieran nahmen teil der alte Oberscheffer Franz Höffer, der neue Unterscheffer Theodorus [Gertmann] und der König Engelbert Grewe. Es wurden übergeben 1 messinge Trommel, 1 Holztrommel, 2 Fahnen, 1 alte und 1 neue, 3 Partisanen, 4 Feldzeichen, nämlich 2 rote und 2 grüne, 8 Federn, 3 rote, noch eine neue rote, 3 weiße, 1 blaue, 1 Jagdhorn mit einem Mundstück, den alten und neuen Rezeß, 4 eiserne Ärmlinge, 2 große Bütten, 3 Leinen an die Vogelstange, 4 Eisenringe mit der Rolle und Vogelstange, 1 Haspel, 22 lederne Eimer, ein neuer Willkom mit Deckel, 4 rote Degenkoppeln und 1 Spieß.

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft Akte SG 46, Seite 115

08.08.1765 Der Abt ist tot

Der Konvent des Klosters Grafschaft teilt mit, dass Abt Ludwig de Grona am 7.8. im Alter von 66 Jahren und im 23. Regierungsjahr verstorben sei.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 469, Blatt 919.

11.08.1765 Bei Belken kriselt es

Eingabe der Maria Catharina Belke aus Niederhelden, die den Reichsfreiherrn von Fürstenberg um Hilfe bittet. Seit Jahren sei ihre Familie Pächter des Belken Hofes in Niederhelden und ihr Vater habe tatkräftig beim Neubau des Hauses mitgeholfen. Nun wolle der neue Besitzer heiraten und deshalb die Familie Belke aus dem Hause werfen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3157, Blatt 63.

12.11.1765 Struck erhält Lehen in Maumke

Johann Peter Struck genannt Schnepper bestätigt namens seines Stiefsohnes Anton Struck den Empfang des Bruch’schen Lehens zu Maumke durch die Freifrau von und zum Bruch geborene von Wrede, wie dies dessen verstorbener Vater Anton Struck gebraucht hat.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1175.

25.02.1766 Stadt leiht sich Geld

Bürgermeister, Rat und Gemeinheit der Stadt Attendorn haben von dem kürzlich verstorbenen Vikar Bachmann 100 Reichstaler geliehen. Die Erben des Vikars, Johann Eberhard Gante zu Heggen und Menke zu Mecklinghausen, haben der Stadt zur Bezahlung die 100 Rtl. vorgestreckt. Unterschriften von Bürgermeister Antonius Dingerkus, Prokonsul Stephan Dingerkus, Johannes Gante als Haupt der Gemeinheit, Markus Franziskus Höffer als Gemeindevorsteher.

Stadtarchiv Attendorn, Akte B 128, Seite 8.

21.07.1766 Der Kurfürst kommt

Landdrost und Räte teilen dem Freiherrn von Fürstenberg mit, dass der Kurfürst persönlich nach Arnsberg kommen werde, um dort am 1. September den Landtag zu eröffnen. Die Reise werde über Olpe, Bilstein, Förde und Ostentrop erfolgen. Sollte die Lenne in Grevenbrück nicht überquert werden können, so werde der Kurfürst von Olpe über Attendorn, Lenhausen und Schönholthausen weiter nach Hellefeld reisen. Die Straßen seien entsprechend herzurichten, um ein problemloses Passieren mit Pferden und Kutschen zu ermöglichen. Die Bevölkerung soll angehalten werden, den Kurfürsten zu empfangen und zu begleiten. – Die Ausbesserung der in Frage kommenden Wegstrecken wird am 04.08. verfügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2561.

24.12.1766 Peter Bigger verstorben

Testament des ehemaligen fürstenbergischen Vorreiters zu Herdringen und Küsters zu Gladbeck, Peter Bigger von Biggen. Er lebt zur Zeit bei seinem Vetter Peter Witte in Heggen, dem er sein gesamtes Vermögen vermacht. Zeugen: Lehrer Anton Rauterkus, Heggen, und Johann Peter Hanske genannt Knopmann zu Heggen. Das Testament wird im Beisein des Notars Johannes Dingerkus verfasst. – Peter Bigger stirbt zum Jahresbeginn 1767.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 568.

24.07.1767 Kurfürstliche Waldrechte unauffindbar

Bescheinigung des Gerichtsschreibers Ferdinand Rüsche zu Oberkirchen, daß sich in den Lagerbüchern von Schnellenberg und Waldenburg nichts finde, womit der Kurfürst von Köln ein Recht an den zu beiden Rezepturen gehörenden Waldungen beansprucht. Dies gilt auch für diejenigen Waldungen, die zur Adolfsburg gehören. Rüsche hatte im Auftrag des Freiherrn von Fürstenberg gemeinsam mit den Amtsführern Ferdinand Kuhlmann und Gottfried Rinschede die genannten Lagerbücher durchgesehen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3131.

20.12.1767 Wer hat den Bestallungshafer zu liefern?

Clemens Lothar von Fürstenberg teilt dem Rentmeister Freusberg zu Bilstein mit, dass der kurfürstliche Bestallungshafer nicht durch die Bauern geliefert werden müsse, sondern ein Gehalt sei, das ihm vom Kurfürsten gezahlt werde. – Diese Auffassung scheint aber irrig zu sein, da der Freiherr am 08.11.1768 durch die kurfürstliche Hofkanzlei angewiesen wird, den Bestallungshafer in natura zu vereinnahmen und darüber dem Rentmeister zu quittieren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2547, Blatt 13

30.01.1768 Unrechtmäßige Zwangseintreibung

Goffried Rinschede zu Schnellenberg teilt dem Freiherrn mit, dass er in Attendorn gewesen sei, um die Rückstände des Kaufhold einzutreiben. Der Bürgermeister habe ihn zurecht gewiesen, dass ihm eine Zwangseintreibung nicht zustehe und dass man ihn beim nächsten Mal aus der Stadt prügeln würde, falls er noch einmal eine Pfändung vorzunehmen wage.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2702.

14.06.1769 Kalk aus dem Repetal

Das Repetal war über Jahrhunderte bekannt für die Herstellung von Kalk in hervorragender Qualität. Auch beim Bau der Adolfsburg wurde Repetaler Kalk verwendet. dieses wird durch einen der zahlreich überlieferten Rechnungsbelege bezeugt:

Johannes Hauffnagel zu Dünschede liefert drei Karren Kalk zur Adolfsburg und erhält dafür 3 Rtl.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1796, Blatt 435.

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