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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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Es wurden 4678 Einträge gefunden

22.10.1755 Inventar sichergestellt

An diesem Tag wurden folgende Inventarstücke aus dem Schnellenberger Hospital auf der Burg Schnellenberg sichergestellt: 37 Paar Fensterbeschläge, ein alte aus Eichenbrettern zusammengeschlagene Bettstatt, eine kleine Bettstatt aus Tannenholz, eine Bütte "oder Teute", eine "ledige Butter Vaß Stange", eine schlechte eiserne Pfanne, ein runder hoher eiserner Kessel, worin man Kohle dämpfen kann, "ein klein alt Körbgen mit 2 Ohren", 9 holtzerne Teller, ein alter Eimer, ein alter Korb, ein altes Fässchen und ein kleines Fässchen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Blatt 563.

07.11.1755 Dienstvertrag mit Johannes Weinbrecher aus Ennest

Johannes Weinbrecher aus Ennest tritt in fürstenbergischen Dienst "und zu aller knechtliche Arbeith angenohmen und gleich die andere von morgens ahn umb 4 Uhr und biß abends 7 Uhr, bey Sommerzeith aber in Vorfall wohl ehender auch wohl später, zum Bauwesen zutragen kann, arbeithen helffen, sich nach Befehl obligirt hatt. Dan wird hiemit angekündiget, alß pro 1mo daß er nicht ohnerlaubt heraußgehe und 2do es möge Sonn- oder Feyrtäge seyen, sich zu ördentlicher Zeith hier aufm Hauß einfinden, und wird gahr nicht beym Zuspäthkommen nachgetischet, oder es seye dan Sach, daß er in herrschaftl. Affair heraußgeschickt gewesen, so hatt es kein gesetz. 3. zu unördentlichen Heraußgehen am Sonn- und Feyrtägen oder anderen Tägen und des Nachts außpleiben, und Arbeith versäumen, davor der Übertretter jedesmählen und kann jeden Tagen an Lohn abgehen soll neun Schillinge. 4. wird keine Zanckerey oder hier aufm Hauße sich unter einander schlagen gahr nicht gestattet, sondern sollen in Fried und Ruhe leben, auch keiner dem andern nachtheilig weder im geringsten Schaden zufügen gesinnet seyen, da sonst in Ertapffungsfall dafür angesehen werden soll. 5to in Mißachtung und ohnlöbliche Übertrettung soll und wird ein Rtmr. oder der Sachverwalter freystehen, ein solcher Übelthäter nach Befinden gleich abzuschaffen und das zu Guth habende Lohn nur zur Halbscheid oder gahr alles ohnbezahlt bleiben soll, biß darüber die herschafftl. Resolution eingehohlet ist. 6. zu aller ihm vom Sachverwalter anzeigender Arbeith sich gleich andere gantz willig begeben, kein Knurren noch Murren weder über die Arbeith noch beym Essen wirdt gahr nicht gestattet; dan 7mo für allen solche trewen nachkommen wird dem Johannes ein Jahrlohn von 12 Rtl. schreibe zwölff Rtl. nach verfloßenen Jahrzeith zugedacht, auch einen Rtl. theilß am Statt eines Miedepfennigs einbedungen, auch gleich bey der Miethung ihm zugezählt habe ad einen Rtl. Signatum in dato wie vorgemelt. St. W. Rateler. mitgetheilet den 14. Xbris 1755.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen; Akte AFH 1069, Seite 629.

25.02.1756 Kloster Ewig pachtet die Waldenburger Fischerei

Pachtvertrag. Damit verpachtet Clemens Lothar von Fürstenberg (schwarzes Lacksiegel) dem Augustinerkloster Ewig, vertreten durch dessen Prior Adrian Heinrich Fuhr (rotes Lacksiegel), die zum Haus Waldenburg gehörende Fischerei für die Dauer von sechs Jahren.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3280.

03.06.1756 Haushälterinnen wechseln wie Sand am Meer

Die Anna Katharina Groetmann wechselt als Haushälterin vom Schnellenberg zur Adolfsburg. Nachfolgerin auf Schnellenberg wird die Haushälterin Catharina aus Herdringen, die ihren Dienst bis zum 28.11.1758 auf Schnellenberg verrichtet. Nachfolgerin als Haushälterin auf Schnellenberg wurde Anna Elisabeth Sondermann aus Sondern bis zum 23.05.1759, danach kam Katharina Schnetzler.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Seite 681.

06.07.1756 Hennecke zu Hundesossen wird vorgeladen

Richter Freusberg zu Bilstein befiehlt dem Anton Hennecke zu Hundesossen unter Strafandrohung, zum nächsten Gerichtstag in Bilstein zu erscheinen. – Da Hennecke zu Hundesossen und Rötger zu Harbecke nicht erschienen sind, werden sie am 28.07. erneut vorgeladen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1782, Blatt 25.

09.07.1756 Belehnung mit Schönholthausen

Die Äbtissin von Herford belehnt den Sekretär Johann Adolf Bresser als Bevollmächtigten des Clemens Lothar Freiherr von Fürstenberg mit dem Amt Schönholthausen nebst Zubehör und der Kollation für das Pastorat daselbst. Zeugen sind Direktor Hahn sowie Rat und Assessor Hartog aus Herford.
Pergament mit Siegel der Äbtissin.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Urkunde 21450

12.07.1756 Waldenburger Lehnsgut ungenehmigt verkauft

Notiz, dass Conrad Wirth von Möllmicke und die Witwe Anna Catharina Stracke von Hillmicke am 15.05.1756 den Eheleuten Heinrich Staller und Maria Nuhs in Hillmicke das halbe sogenannte Enken oder Steffen Wirths Haus samt Kappesgarten und das sogenannte Höfchen zum Preis von 80 Rtl. verkauft haben. Da dies ohne lehnsherrliche Genehmigung geschehen ist, wird man wohl zukünftig auf diesen Besitz als Waldenburger Lehensstück verzichten müssen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3284/2.

28.07.1756 Hundesosser Pachtabgaben

Richter Freusberg zu Bilstein bittet den Rentmeister, ihm alle Beweise an die Hand zu geben, die belegen, dass Hennecke zu Hundesossen und Rottgers zu Harbecke Abgaben zu entrichten haben in Form eines halben Schweines.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1772, Blatt 471.

16.09.1756 Ein Pferd als Geschenk

Der Richter von Stockhausen zu Olpe schenkt dem Freiherrn von Fürstenberg einen ungarischen Wallach als Dank für die Unterstützung seines Sohnes.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 475, Blatt 71.

04.02.1757 Hunde bleiben nachts im Haus

Amtsverwalter Freusberg macht bekannt, dass es bei Strafe verboten ist, nachts Hunde durch das Jagdrevier zu hetzen, die das Wild zu Fall bringen, sodass es verendet und in die Häuser geschleppt wird.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1725, Blatt 31.

05.02.1757 Pfändungsrecht der Familie von Fürstenberg

Gograf Bresser, Attendorn, teilt dem Freiherrn mit, dass die Familie von Fürstenberg von alters her das Exekutionsrecht besitze. Das bedeutet, dass Pachtrückstände nach zweimaliger Anmahnung gepfändet werden dürfen. – In diesem Zusammenhang sollen die Waldungen des Droste zu Hebberg besichtigt werden, um festzustellen, ob alle Köhlereiabgaben richtig bezahlt wurden.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2702.

11.04.1757 Bergbau im Sauerland

Johann Eberhard Zeppenfeld in Attendorn verpflichtet sich zum Dank für den Verzicht des Freiherrn von Fürstenberg auf das im Kaufvertrag von 1712 vereinbarte Wiederkaufsrecht am Haus seines Vaters, demselben bei der im Bau befindlichen Grube mit bergmännischem Rat ständig unentgeltlich an die Hand zu gehen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3656.

12.08.1757 Vermächtnis für die Franziskaner

Auszug aus dem Testament der Maria Theresia Felizitas von Fürstenberg. Im Punkt 7 vermacht sie dem Franziskanerkloster in Attendorn den Betrag von 500 Rtl., wenn ihr Leichnam dort in der Familiengruft bestattet werde. Sollte dies nicht möglich sein, soll das Geld dem Kloster in Dorsten zur Verfügung gestellt werden. Als Gegenleistung haben die Franziskaer alljährlich an ihrem Todestag ein Seelenamt zu lesen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 965, Blatt 71.

08.10.1757 Franziskaner erhalten 500 Taler

Amtsverwalter Gerhard Benedikt Bresser bescheinigt, dass er die durch die Erblasserin Maria Theresia von Fürstenberg geborene von Nesselrode dem Franziskanerkloster in Attendorn legierten 500 Rtl. richtig durch den Vikar N. J. Göbbels aus Schnellenberg erhalten habe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 491.

15.10.1757 Braukessel wird gepfändet

Da der Wittemund zu Böminghausen seit zwei Jahren die Pacht schuldet, pfänden die Gerichtsschöffen Heinrich Annen, Führer Johannes Korte und Gerichtsdiener Degenhard etliche kupferne Kessel und den Braukessel.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1727, Blatt 73.

17.10.1757 Reicher Segen für das Franziskanerkloster

F. Beda Gerlach, Guardian des Franziskanerklosters Attendorn, bestätigt in einem Brief an den Reichsfreiherrn von Fürstenberg die Nachricht, dass die Maria Theresia Felizitas von Fürstenberg geb. von Nesselrode, die am 12. August des Jahres verstorben sei, den Konvent mit einem ansehnlichen Legat bedacht habe.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 965/4, Blatt 67

19.05.1758 Der Baron wird Hauptmann

Gottfried Laurenz Benedikt Bresser in Attendorn bittet den Vikar Kraehling zu Adolfsburg, seinem Herrn und Baron die Glückwünsche zur Ernennung zum Hauptmann der Armee in Wien zu überbringen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 965, Blatt 95.

21.06.1758 Hof Hespecke verpachtet

Pachtvertrag zwischen dem Freiherrn Clemens Lothar von Fürstenberg und dem Pächter Johannes Heinrich Carl genannt Lincke über die Verpachtung der beiden Güter zu Hespecke, Krabben und Jaspers Güter genannt, für die Dauer von 12 Jahren. Die Pachtzeit beginnt am 01.05.1758 und endet am 01.05.1770.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 335.

07.07.1758 Diebstahl auf Haus Hespecke

Die Eheleute Fernholz sind gemäß Bericht des fürstenbergischen Rentmeisters Rateler in das herrschäfliche Hauß zu Hesbecke ohnerlaubter Weiße eingefallen und ein Brandrohde vom Feur, eine Kette auß dem Schornstein, ja sogahr eine Bettstette loßgebrochen und auf den Hoff gesetzet. – Fernholz wird vom Gografen Bresser bei Androhung von 6 Mark Brüchtenstrafe aufgefordert, das entwendete Eigentum des Freiherrn von Fürstenberg unverzüglich zurück zu bringen. – Am 9. Juli geben die Eheleute Fernholz am Gogericht zu Protokoll, dass sie die entwendeten Sachen dem vorigen Pächter Jeeck geliehen hätten und ihr Eigentum seien.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 335.

06.04.1759 Winterquartiere für die königliche Armee

Die Kommission zur Regulierung der Winterquartiere für die königliche Armee, vertreten durch Ph. von Imhoff. John Waldegrave und C. F. von Zastrow, fordern das Haus Waldenburg auf, innerhalb von acht Tagen den Betrag von 200 Talern zu zahlen, um den Beitrag zur Finanzierung der Winterquartiere zu entrichten. Herdringen zahlt 3.000 Taler, Langenei 100 Taler.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2561.

13.06.1759 Schützeninventar wird übergeben

Protokoll zur Übergabe des Schützen-Inventars; hieran nahmen teil der alte Oberscheffer Johannes Eberhard Cramer, der neue Oberscheffer Henning Dingerkus, der neue Unterscheffer Stefan Greve und der König Johannes Kramer. Es wurden übergeben "1 messinge Trommel, 1 Holztrommel, 2 Fahnen, 1 alte und 1 neue, 3 Partisanen, 5 Feldzeichen, nämlich 2 rote, 2 grüne und 1 blaue, 6 Federn, 3 rote, 2 weiße, 1 blaue, 1 Paar lederne Handschuhe, 1 Jagdhorn mit einem Mundstück, 1 Posthorn, den alten und neuen Rezeß, 4 eiserne Ärmlinge, 2 große Bütten, 3 Leinen an die Vo-gelstange, 4 Eisenringe an die Vogelstange, 1 Haspel mit der Rolle, 21 lederne Eimer, ein neuer Willkom mit Deckel, 4 rote Degenkoppel."

Stadtarchiv Attendorn, Depositum Schützengesellschaft, Akte SG 46, Seite 108.

30.07.1759 Adolfsburger Pachtverträge

Gewinnprotokolle und Verhandlungen mit folgenden Pächtern: Verlängerung des Pachtvertrages Mertens mit der Ehefrau des Johann Jürgen Mertens für weitere 12 Jahre ab 22.02.1753. – Verlängerung des Pachtvertrages mit Johann Franz Feldhaus genannt Voßloch. – Dto. mit der Ehefrau Johannes Kemper. – Dto. mit der Ehefrau des Heinrich Baumeister. – Dto. mit Johann Eberhard Mönnig genannt Böhmer. – Dto. mit der Ehefrau Johann Heinrich Beckmann von Silbecke. – Caspar Hesse genannt Vorth von Langenei. – Tochter des Christian Kirchhoff. – Peter Claren von Langenei. – Anton Gautmann genannt Brüggemann aus Langenei. – Hermann Sasse genannt Anton Sasse. – Johannes Schulte von Stelborn. – Johann Heinrich Gnacke genannt Blecker von der Stüppel, Schwiegersohn des Johannes Blecker. – Heinrich Kontze von Meggen namens seines verstorbenen Schwagers Christian Kontze und dessen Witwe Anna Elisabeth Steßmann genannt Kontze. – Heinrich Kontze namens Guntermann Droste genannt Brinker zu Meggen. – Hermann Jüngermann genannt Müller zu Albaum.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1688.

14.09.1759 Neuer Lehnsträger des Kölner Mariengradenstiftes

Clemens Maria Freiherr von und zu Weichs zur Wenne teilt mit, dass er neuer Lehnsträger des Stiftes S. Maria ad gradus in Köln sei. Er fordert die Subvasallen auf, die bisherigen Belehnungen zu erneuern. – Es folgen Vollmachten des Freiherrn von Fürstenberg für seine Rentmeister, die Lehen zu erneuern, von 1762 und 1782.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3473.

01.10.1759 Prior von Ewig verstorben

Der Konvent des Klosters Ewig teilt dem Freiherrn von Fürstenberg mit, dass der Prior Adam Heinrich Fuhr am 30. September um 3.15 Uhr früh an Auszehrung gestorben sei.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 475, Blatt 357.

05.12.1759 Die Hengstebeck wird neu verpachtet

Pachtvertrag. Damit verpachtet Clemens Lothar von Fürstenberg sein Schnellenberger Pachtgut Hengstebeck an Anton Kracht auf der Niederhengstebeck für die Dauer von 12 Jahren (22.02.1753 – 22.02.1765).

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4103.

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