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Historisches Tagebuch

Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.

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12.07.1753 Neuer Pächter in Helden

Gisbert Bernhard Vogt von Elspe verpachtet das Gut unter dem Stein zu Helden, jetzt Kösters Gut genannt, für die Dauer von acht Jahren an Johann Wilhelm Hendrichs und Catharina Kösters, Eheleute. Gleichzeitig ak-zeptieren die Eheleute Hendrichs den mit den Eheleuten Epe geschlossenen Vergleich.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 151.

14.07.1753 Turbulenzen auf Kösters Hof in Helden

Vergleich zwischen Johann Heinrich Epe und dem Freiherrn Vogt von Elspe. Der Vergleich kommt im Beisein des Bamenohl‘schen Hausadvokaten, Gograf Bresser aus Attendorn, zustande. Zeugen sind Pastor Voß von Helden, sowie Daniel Struck, Diedrich Ohle, Antonius Schulte und Catharina Köster. Es wird festgehalten, daß J. Heinrich Epe und dessen Ehefrau Maria Dorothea Cösters vor dem Offizialatgericht in Werl geklagt haben; hinzu kommen Freiherr von Vogt und J. Wilhelm Heinricus, „jüngst nachbestatteter
Costerischer Eydam“ als Beklagte. Die Eheleute Epe werden aus dem Kösters Hof vorübergehend in das Backhaus des Plattenhofes verwiesen. Da
nach soll auf dem Kösters oder Krempen Hof ein Anbau errichtet werden, in dem die Eheleute Epe wohnen können. Dafür haben sie jährlich 2 Rtl. zu zahlen. Weiter erhalten die Eheleute Epe einige Grundstücke, die vom Kösters Gut abgeteilt werden, zur freien Verfügung. Um die Brautschatz für die Ehefrau zu entschädigen, sind die zugewiesenen Grundstücke 15 Jahre lang pachtfrei, dann allerdings zahlen die Eheleute Epe dem jeweiligen Kolon auf Kösters Gut jährlich 3 Rtl. Pacht. Johann Wilhelm Heinricus zahlt eine einmalige Abfindung von 12 Rtl. an die Eheleute Epe. Sollte eine eigene Wohnung, aus welchen Gründen auch immer, nicht errichtet werden können, behalten die Eheleute Epe ihre bisherige Wohnung im Kösters Hause. Die Eheleute Epe verzichten dagegen auf die weitere Einklagung und Erhebung jedweder Forderungen.

Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 151, Blatt 81.

23.08.1753 Feuersbrunst in Langenei

Verwalter Kaufhold berichtet dem Baron über seinen Besuch in Langenei, um das Ausmaß der dortigen Feuersbrunst zu besichtigen und die Kosten für den Wiederaufbau des Hammers zu ermitteln. – Der Kolon Müllhermen zu Langenei ist verstorben.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1772, Blatt 43.

14.09.1753 Medizinische Instrumente sind auszuliefern

Der ausscheidende Rentmeister Johann Baptist Molitor bittet den Freiherrn von Fürstenberg um Herausgabe seiner geistlichen Bücher und Predigten, seiner Medikamente und medizinischen Instrumente. Nachfolger auf Schnellenberg ist Receptor J. G. Kraeling.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 440, Blatt 115.

25.10.1753 Fischverbot auf der Bigge

Urteil des kurfürstlich geistlichen Hofgerichtes Arnsberg in Werl. Demnach wird den Untertanen der Gerichte Olpe, Drolshagen und Wenden bei 100 Goldgulden Brüchtenstrafe untersagt, auf der Bigge zwischen der Imminghauser Brücke und dem sogenannten Kump vor der Hardt zu fischen, da es sich hierbei um Fischgrund des Hauses Waldenburg und damit des klagenden Freiherrn von Fürstenberg handelt. - Das Urteil wird am 15.11.1753 durch den Notar Johannes Dingerkus folgenden Personen bekanntgemacht: Bürgermeister Zeppenfeld in Olpe im Beisein der Zeugen Johannes Schartz und Johannes Dornseifer aus Gerlingen; Dietrich Hundt in Sondern als Vorsteher der Bauerschaft Stade im Beisein der Zeugen Johann Heinrich Sundermann und Johann Peter Hespert aus Howald; Adrian Baten in der untersten Neger als Vorsteher der Bauerschaft Rhode im Beisein der Zeugen Heinrich Schulte und Heinrich Peick aus Neger; Franz Maiworm in Olpe als Gemeinheitsvorsteher von Olpe und als Nachfolger des verstorbenen Gemeinheitsvorstehers Röttger Schmidt, im Beisein der Zeugen Jakob Stamm aus Günsen und Johannes Sondermann von Junkernhöh; Philipp Rütting als Vorsteher der Bauerschaft Kleusheim, im Beisein der Zeugen Johannes Maiworm aus Thieringhausen und Johannes Sondermann von Junkernhöh; Roserus Stutte aus Rehringhausen als Vorsteher der Bauerschaft Rehringhausen, in Anwesenheit von Ferdinand Hoppmann aus Fahlenscheid und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Christoph Ohm aus Rhonard als Vorsteher der Bauerschaft Thieringhausen im Beisein von Johannes Albert Brelöher aus Bruchhausen im Kirchspiel Wiedenest, Fürstentum und Amt Schwarzenburg, und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Johannes Quast aus Altenhof als Vorsteher der Bauerschaft Schönau Im Beisein von Rötger Kaufmann aus Altenhof und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Johannes Walter in Hünsborn als Vorsteher der Bauerschaft Hünsborn in Anwesenheit von Johannes Scherer aus Hünsborn und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Gerhard Ziegenhagen aus Heid als Vorsteher der Bauerschft Römershagen in Anwesenheit von Heinrich Meurer aus Heid und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Johannes Menne aus Gerlingen als Vorsteher der Bauerschaft Wenden im Beisein von Johannes Schneider aus Gerlingen und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Jakob Lütticke aus Saßmicke als Vorsteher der Bauerschaft Saßmicke im Beisein von Johann Dietrich Kaufmann aus Saßmicke und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Caspar Huperts in der Elcke als Vorsteher der Bauerschaft Brachtpe im Beisein von Johannes Heine aus Hehdenhoff und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Johannes Haase von Geslingen als Vorsteher der Bauerschaft Husten im Beisein von Johannes Huperts aus Bauckhagen und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; regierender Bürgermeister Johannes Harnischmacher aus Drolshagen im Beisein des Stadtsekretärs Peter Harnischmacher als Vorsteher der Gemeinheit Drolshagen im Beisein des Sohnes von Klosterverwalter Peter Schneider und des Klosterknechtes Peter Henrich; Johannes Halffwachs aus Kalberschnacke als Vorsteher der Bauerschaft Herpel: Jakob Geele aus Kebbekusen als Vorsteher der Bauerschaft Germinghausen im Beisein von Johann Heinrich Fiege und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Johannes Albus aus Scheda als Vorsteher der Bauerschaft Bleche im Beisein von Christoph Wolffschläger aus Scheda und Johannes Sondermann aus Junkernhöh; Caspar Crämer aus Büren als Vorsteher der Bauerschaft Dumicke im Bei-sein von Johannes Butzkamp, Knecht in Büren, und Johannes Theodor Schlösser aus Höhe.
Unterzeichnet vom Notar Johannes Dingerkus mit Lacksiegel.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3170.

05.12.1753 Schnellenberger Liegenschaften in Schönholthausen

Kaufbrief. Damit verkauft der Hauptmann Wilhelm Karl Friedrich Adolf von Schnellenberg zu Schönholthausen dem Reichsfreiherrn Clemens Lothar von Fürstenberg zum Preis von 65 Rtl. Grundstücke in der Fahrenschlade, in der Kuhschlade, das Arendsland bei Müllen und in der Dinkschlade. Ausgefertigt durch Gograf und Schöffen des Gogerichtes Attendorn, vertreten durch den Gografen Gottfried Laurenz Joanvahrs.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3183.

22.12.1753 Hof Kraushaar in Deutmecke

Clemens Lothar von Fürstenberg berichtet seinem Vater über Verwaltungsangelegenheiten. Unter anderem führt er den Erwerb des Kraushaars Hofes in Deutmecke an, woran aber auch Pfarrer Mid-derhoff in Schönholthausen interessiert ist. Midderhoff würde den Hof gern wieder im Besitz der Pfar-rei sehen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1772, Blatt 71,

05.01.1754 Gründung einer Eremitage bei Bilstein stößt auf Widerstand

Richter Johann Adolf Freusberg, Bilstein, schreibt an den Dechant wegen der Besetzung der Eremitage bei Bilstein durch drei Patres. Die Pfarrer in Kirchveischede, Rahrbach und anderen umliegenden Pfarreien hätten sich gegen eine Niederlassung gewehrt, da sie einen Rückgang des Gottesdienstbesuches in ihren Pfarreien befürchten. Freusberg teilt diese Sorge nicht, da durch die Ortschaften Kirchveischede und Rahrbach eine Landstraße führt, auf der sich die Fuhrleute bewegen. Da in den genannten Dörfern auch Wirtshäuser vorhanden sind, werden die Fuhrleute die Kirchen dieser Dörfer zum Gottesdienst aufsuchen, nicht aber eine völlig abgelegene Eremitage.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 2561.

02.02.1754 Mauschelei im Attendorner Magistrat

Rentmeister J. G. Kraeling zu Schnellenberg teilt dem Freiherrn von Fürstenberg ein in Attendorn kursierendes Gerücht mit, wonach die Herren Zeppenfeld und Laymann aus dem Magistrat ausgeschlossen wurden, weil sie städtische Angelegenheiten mit privaten vermischt hätten zu ihren Gunsten.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3151.

01.03.1754 Der Bierbrauer erhält den Pachtvertrag

Pachtvertrag. Damit verpachtet Clemens Lothar Freiherr von Fürstenberg dem Brauer Johannes Schröder die Wirtschaft im Reutzen Haus für die Dauer von sechs Jahren zum jährlichen Pachtpreis von 40 Rtl. Der Pächter erhält die vorderste und hinterste Stube mit dem Nebenzimmer, die beiden besten Keller, das Brauhaus mit dem Braugeschirr, den halben Balken und die Stallungen. Er ist verpflichtet, u.a. das herrschaftliche Bier für die Adolfsburg zu brauen. Ein Inventarverzeichnis des Hauses ist beigefügt.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1778, Blatt 407.

20.04.1754 Wer wird neuer Amtsverwalter?

Josef Philipp Salomon, Enkel mütterlicherseits des verstorbenen Johann Eberhard Höynck, beantragt die Übertragung der Amtsverwalterstelle, falls der jetzt totkrank daniederliegende Dr. Bresser sterben sollte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 783, Blatt 225.

16.07.1754 Neuverpachtung des Hammers in Langenei

Pachtvertrag. Damit verpachtet Christian Franz Dietrich von Fürstenberg dem Ferdinand Kuhlmann in Langenei den Hammer mit zwei Herden, den zugehörigen Kohlschoppen, das alte Viehhaus und das Hammerschreibers Haus mit zugehörigen Ländereien für die Dauer von sieben Jahren für eine jährliche Pachtsumme von 155 Taler. - Der Vertrag wurde am 07.04.1762 von Clemens Lothar von Fürstenberg für weitere sieben Jahre verlängert.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1814, Blatt 3.

20.09.1754 Ist die Samtjagd Schönholthausen verloren?

Freiherr H.L. von Schade zu Ahausen teilt dem Freiherrn von Fürstenberg mit, dass der Freiherr von Schade zu Salvey bekanntermaßen für 200 Rtl. die Samtjagd des Hauses Schnellenberg zu Schönholthausen gekauft habe; man sollte prüfen, ob man diese durch die Häuser Ahausen und Schnellenberg nicht zurückkaufen sollte.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 443, Blatt 135.

11.11.1754 Schnellenberger Inventar

Inventarium, was am Haus Schnellenberg an Mobeln und Gereithschafft im Gebrauch, aufgestellt von St. W. Rateler im Beisein des Jg-rath Schröder.

Im Ackerstall und Schoppe hatt sich folgendes befunden:
1. an guthe und alte Pferde Hammel sechs Stück
2. fünff Zügels behueff das Pflügen
3. zwey Hinterzugelen zum Fahren
4. zu ein Kahr 1 Hinterzugel mit nöthige Ketger undt dahbey die eyserne Struppels
5. ein paar Vorketten
6. ein Vorkußen für Knecht beym Fahren
7. noch ein alt desgleichen Küßen
8. zwey Wagen mit Zubehoer
9. zu die 4 Ackerpferde alle erforderliche Ketten ad acht paar kleine und große
10. fünff Halteren jehde mit zwey Strengen
11. 2 Pflug Lienen
12. 2 Pflug Stricke
13. ein Emmer zum Waßertragen
14. ein groß Kuben mit eyßeren Bände
15. ein Mist Gaffel
16. ein Hew Forcke
17. eine alte Schuppe
18. ein Sack zu Haber hohlen für Pferde
19. Item einen alten Sack zum Hexel hohlen
20. ein Roßkanne, einen newen Borsel und Mohnenkanne
21. eine Lampe und Leuchter
22. ein kleinen Hoef Haemer
23. ein Spund Väßgen zu Pferde füttern
24. drey Pflüge mit 2 paar Ketten
25. ein alt Kahr Saal
26. vier Bindketten am Waagen, item eine kurtze Romkette
27. 5 Eyden mit 5 Reithketten
28. eine lange Kahr
29. eine Sturtz- oder kurtze Kahr
30. ein alter Vorderwagen ohne Rähder im Schoppen
31. 2 alte Waagenstelle mit eyßen Bände
32. ein Landtwälle

Im Zimmerschoppe
33. ein new Stoll ohne Beschlag
34. ein paar newe Kahrbaume, welche anjetzo zu eine newe Kahr verbrauchet
35. ein Lampe im Bauhaus
36. 3 newe Wanne, item Wannemühle undt 3 Stzrohbäncke, mit alte Maßer

In Küperstube
42. 2 kleine Schleiffe
43. eine Saage
44. 9 Stück Flege¬len zu Korn dreschen
45. eine Forcke
46. 3 Heuhacken auf Dähle.

Ferner was an Gereithschafft zum theil in Gebrauch ist
1. Wilhelm im Brauhaus eine Echße
2. Degener nun Dirck König eine Echße
3. Baumeister eine Echße
4. Pförtner eine Echße
5. noch eine Echße für Knecht
6. die Mägde haben in Gebruach 7 Schüppen
7. ein Waagen Repe zu Schneiderey
8. ein Misthacken auff Hew Balcken
9. in der Mühle 1 Eysen Stickel, item eine Winde, eine Beile

Auff Schneiderey
10. 2 eyßerne Sickels nun im Pferdestall
11. Graßsentzen 7 mit 4 Steine, 3 alte schlechte
12. 3 platte Hacken, vid. N: 19 hierunter
13. ein Creutz Hacke
14. 3 Mistgaffeln alt, wovon eine brauchbahr
15. 2 Hew Forcken
16. 10 Hew Harcken
17. eine newe Echße jetz im Gebrauch
18. eine Schüppe, so jetz im Brauch
19. ein Spitsche Hacke
20. eine Repe zum Waagen
21. drey newe Saume mit 3 Paar Ketten
22. 4 Stellringe
23. eine alte Halter
24. eine Hinter Zillen
25. ein weiße Pferde Hauth
26. ein weiß Kalbfell, welches durchgeschnitten
27. 9 Scheffel Hanff Saeth
28. 5 Scheffel große Bohnen
29. aus Korn soller 4 Haaber seutzen

Ferner im Kuhestall hatt sich befunden:
1. an Mistgaffelen 3 Stück
2. an Kuheketten 33 Stück im Gebrauch
3. undt in der Kammer liegen 10 Kuheketten
4. ein Graß Sentze
5. ein Hew Gaffel
6. 6 Milch Emmers
7. ein eyßeren Pott
8. eine Lampe
9. ein Hael undt 2 Brandroden
10. in Gebrauch ein Ochßen Kahr
11. gehet ein Zehntlamb im Bauhauß
12. 19 Milchkühe
13. eine alte Kuhe wird gemestet (Abgang)
14. ein Zug Ochßen wird gemestet
15. ein Spring Ochßen
16. 7 Rinder von 1 ½ Jahr alt, auch alle gemestet
17. 8 junge Kälber
18. ein Sackesel
19. 11 Schweine gehen in der Mast
20. 5 Schweine liegen auff Stall und werden mit Meel gefüttert
21. ein Misthacken auf Hew Balcken

An Linnen zu Behuef der Haushaltung
vid: Zettul, welche die Haushalterinn hatt

An Säcke im Brawhaus N: 1, 2, 3 ad drey Säcke und 2 kleine Beutels.
Dan habe ich in Verwahr N. 4 et 5 ad 2 Stück, item einen ohngezeigten Sack, item ein Sack, worin Mehl für Schweine und einen zu schelte Gerste im Gebrauch.

Im Reitstall
eine Mistgrupe, Schüppe, zwey Tragkuben, welche auch Biertonnen gebrauchet werden, ein Forcke zum Hew ausstechen.

An Hanff Bracken
an Spinn Rähder
an Bier Väßer
an Büdden

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Seite 503 ff.

25.11.1754 Leineninventur im Schnellenberger Hospital

Verzeichnis des Leinens, das dem Hospital gehört:
21 Servietten mit groß und kleine Ruthen
5 dergleichen Tische-Dücher
5 Paar feine Bettlacken
10 Paar grobe Bettlacken
7 guthe Kessenzoge
4 schlechte Hand-Tücher
ein groß Bücke Lacken.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Seite 559.

20.04.1755 Bestrafung eines Wilddiebs

Richter Freusberg aus Bilstein fragt beim Rentmeister Krähling zu Schnellenberg an, was mit dem Wilddieb geschehen soll, der bereits 14 Tage lang im Bilsteiner Kerker liege. – Krähling ordnet am 25. April an, den Wilddieb den kurkölnischen Soldaten zu übergeben, er soll dort Dienst verrichten.

Arechiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1772, Blatt 263.

26.04.1755 Heggener Hofgeschichte

Johannes Dingerkus, Attendorn, schreibt an den Freiherrn von Fürstenberg: Er berichtet über das Verhör von Heinrich Witte in der strittigen Angelegenheit über die Mistfuhr von Auffermann. Heinrich Witte sei Beisitzer auf Ganten Gut in Heggen und ca. 70 Jahre alt. Er habe als verheirateter Mann 40 Jahre lang dort gewohnt. Befragt wurde auch Graunert, dessen Vorpächter Christoph Graunert gewesen sei. Graunerts Gut gehöre zum Kloster Galiläa bei Meschede.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 784, Blatt 47.

27.04.1755 Ganten Gut in Heggen

Johannes Dingerkus aus Attendorn schreibt an den Freiherrn von Fürstenberg: Er berichtet über das Verhör von Heinrich Witte, Beisitzer auf Ganten Gut in Heggen, ca. 70 Jahre alt; dieser habe dort 40 Jahre lang als verheirateter Mann gewohnt. Es geht nun um die strittige Mistfuhr durch den Bauern Auffermann; dazu wurde auch der Zeuge Graunert befragt, dessen Vorsasse Christoph Graunert war. Graunerts Gut gehöre dem Kloster Galiläa bei Meschede.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 784, Blatt 47.

30.05.1755 Petronella Freusberg beantragt Stundung

Petronella Freusberg, Witwe des verstorbenen Gografen Johann Adolf Burghoff, jetzt Ehefrau Stümpel, bittet um Ausstand in Bezug auf die Rückzahlung von Geldern.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 783, Blatt 295.

15.06.1755 Pulverlieferung an die Adolfsburg

Der Jude Abraham Jacob aus Attendorn quittiert den Empfang von 5 Rtl. für die Lieferung von 20 Pfd. Pulver zur Adolfsburg.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1766, Blatt 43.

02.07.1755 Keine Delikatessen erhältlich

Gerhard Benedikt Bresser teilt dem Fräulein von Fürstenberg mit, dass es in Attendorn keine Bisquit-Macronen und dererlei Delikatessen gebe. Man helfe sich mit Nüssen, Äpfeln und Rosinen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 784, Blatt 67

04.08.1755 Wer keinen Urlaub beantragt, bekommt Ärger

Clemens Lothar von Fürstenberg zu Adolfsburg ist verärgert darüber, dass die Bediensteten an Sonn- und Feiertagen den Platz verlassen, ohne sich abzumelden, um sich in den Wirtshäusern herumzutreiben. Künftig werden 12 Stüber für jeden Tag, 19 Stüber pro Nacht vom Lohn abgezogen bei denjenigen, die sich nicht ordnungsgemäß beurlauben lassen.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 566, Seite 115.

04.09.1755 Hengsbach hat Schulden

Bürgermeister und Rat zu Olpe bestätigen eine Schuldverschreibung des Wilhelm Hengsbach aus Olpe und der Anna Maria Falcke zu Gunsten von Heinrich Stamm. Unterschrift des Stadtsekretärs Guntermann, aufgedrücktes Papiersiegel der
Stadt Olpe.

Pfarrarchiv Helden, Akten A 3, Seite 43 ff.

15.10.1755 Schnellenberger Hospital geräumt

An diesem Tag wurden die Insassen des Schnellenberger Hospitals auf der Burg Schnellenberg zum Schlafen einquartiert: "der alte Hermans, und alte Peter, der geweßener Pförtner, Brauwer Wilhelm Christian, der lahme Johannes; an Frawleuthe alß Fischersche, Anna Margaretha, Catharina, Ansophie und das blinde."

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1069, Blatt 563.

16.10.1755 Viegener pachtet den Schelmeskamp

Pachtvertrag. Damit verpachtet Christian Franz Dietrich von Fürstenberg seine Schnellenberger Pachtwiese Schelmeskamp für die Dauer von sechs Jahren an Johann Franz Viegener, Bürger in Attendorn.

Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4103.

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