Historisches Tagebuch
Was passierte wann und wo in Attendorn? Mit dem Historischen Tagebuch möchten wir Sie teilhaben lassen an den vielen kleinen, aber auch einschneidenden Ereignissen der Vergangenheit.
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Es wurden 4678 Einträge gefunden02.10.1750 Schnellenberger Visitation durch den Baron
Fürstenberg besichtigt mit seinen Söhnen die verfallenen Häuser bei Brinker und Buchhagen in Silbecke. Der Haushalt auf dem Schnellenberger Hospital ist viel zu kostspielig. Fürstenberg befiehlt, dass die geistlichen nicht auf dem Hospital wohnen dürfen, sie haben auf der Burg Schnellenberg zu wohnen, damit diese nicht leer stehe. Außerdem sei im Hospital eine Haushälterin anzustellen, die ein gewöhnliches Bauernessen bereiten könne, bestehend aus Suppe, Gemüse und Speck, mehr nicht.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1722, Blatt 411.
07.10.1750 Instandhaltungen auf Schnellenberg
Besichtigung der Burg Schnellenberg durch den Freiherrn von Fürstenberg. Hier sind nun endlich diejenigen Bilder, die noch keinen Rahmen besitzen mit einem solchen zu versehen. Die Wasserpumpe und die Fensterrahmen müssen repariert werden. Vor der untersten Brücke soll ein Gewölbe gebaut werden. Dort, wo der Brunnenturm ist, sieht es übel aus; man müsste hier Reparaturen vornehmen. Die schönsten Messgewänder dürfen nur in Anwesenheit des Freiherrn benutzt werden. An allen übrigen Tagen sind die schlechten Gewänder zum Gebrauch bestimmt.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1722, Blatt 412
29.11.1750 Rinscheid wandert aus
Johannes Rinscheid genannt Schlosser, vormaliger Einsasse des Rüsper Hauses und bisheriger Pächter des Böhmers Gutes, zeigt an, dass er das Böhmers gut nicht weiter pachten wolle, da das Haus völlig verfallen sei. Er beabsichtige, sich woanders niederzulassen. Damit aber das Gut nicht veröde, präsentierte er die Gebrüder Johann und Markus Auwermann, die gewillt seien, in seinen Pachtvertrag einzutreten.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1675.
09.02.1751 Oberveischeder Gut verkauft
Gerichtlicher Erbkaufbrief, in dem die Eheleute Caspar Becker und dessen Ehefrau Anna Margaretha Voß ihr Rosen Haus und Gut zu Oberveischede an den Freiherrn Vogt von Elspe verkaufen. Der Kaufpreis beträgt 225 Rtl. An der Urkunde befinden sich das Siegel des Gerichts Bilstein und die Unterschrift des Gerichtsschreibers Johann Theodor Vasbach.
Archiv des Freiherrn von Plettenberg-Bamenohl, Akte 165, S. 17.
03.03.1751 Keine Pachtverlängerung ohne vorherige Zahlung der Schulden
Vor Johann Bernhard Molitor zu Schnellenberg erscheint die Witwe Anna Maria Feldmann genannt Krabbe, Pächterin zu Hespecke, mit ihrem Sohn Johann Caspar Feldmann und dem Eidam Johann Balthasar Hundt aus Attendorn, und zeigt an, daß ihr Mann verstorben sei und sie die Pacht fortführen wolle. Daraufhin bedeutet ihr der Rentmeister Molitor, dass zunächst die Rückstände von 121 Rtl. 52 Stbr. 4 Pfennigen bezahlt werden müßten. Hundt verpflichtet sich, die Schulden zu tilgen und das Gut zu übernehmen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 195.
20.03.1751 Illegale Köhlerei wird verboten
Der Witwe Krabbe zu Hengstebeck wird befohlen, auf der Stelle ihr illegales Kohlenbrennen einzustellen. Gleichzeitig wird der Jäger Johann Hermann angewiesen, das zur Köhlerei geschlagene Holz zu begutachten und Bericht zu erstatten.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 221.
25.03.1751 Renovierung des Hauses Hespecke
Gutachten über den baulichen Zustand des Hofes Hespecke, verfasst durch den Notar Heinrich Roserus Arnoldi im Beisein der Zeugen Bürgermeister Johannes Eberhard Zeppenfeld, Gerichtsschöffe Teipel genannt Rauleff von Ennest und Max H. Honekamp. Grund für die Erstellung des Gutachtens über den Zustand des Hauses, Anbaus und der Nebengebäude auf Gut Hespecke ist die Ermittlung des Renovierungsbedarfs im Auftrag des Freiherrn von Fürstenberg und seines Rentmeisters auf Schnellenberg, Pastor Molitor. Anwesend ist auch der unparteiische Zimmermeister Johannes Peter Beil aus dem Kirchspiel Drolshagen.
Zunächst wurde die bettlägrige Colonin und Witwe Anna Maria Feldmann befragt,
1) ob sie den neuen Anbau von Grund auf, aus ihren eigenen Mittelen angeschafft und verfertiget, und ob sie solches mit consens des Gnädigen Grundherrn Seine Excellenz von Fürstenberg, und in welchem Jahr geschehen seye. Sie bestätigt den Neubau vor ca. 18 Jahren, der mit Genehmigung des Grundherrn durchgeführt worden sei. Er habe dazu einen schweren Eichenbaum gestiftet. Die Gutachter prüfen daraufhin den Zustand des Gebäudes und halten fest, daß dieser neue Anbau, wie an das Haupt- oder Viehhaus angebauet worden, und sich in ohntadelhafften Standt, auch ein Stockwerck völlig auffgemauret, vor gegenwärtig sich befinde, nur, daß ein wenig tachlos, und NB: die Küche wegen verhütenden Feuersgefahr in anderen Standt nöthigst einzurichten wäre, 200 Rtl. gekostet haben könnte; der jetzige Wert wird mit 150-160 Rtl. veranschlagt.
2) Das Haupt- oder Viehhaus seye, wie sie nachgefraget, noch kürtzlich um 1741 neu gebauet, und vor Haupt nach dem Hoffplatz zu, eingangs der Fahrthüren, und an einer Seiten auff die alte Maur gesetzt, aber neben der Fahrthüre so wohl, als endigenden Breite der Mauren, so dan in der Breite unter dem Baubalcken, als der anderen Bauseiten, unter der auff der Mauren liegenden Schwellen nicht völlig ausgemauret, weder so höchst nöthig gewesen wäre, ausgebessert worden, woraus erstanden, daß die Zimmerarbeith, so an der Seiten auff der Mauren stehet, würcklich gewichen, und zu beförchten, daß länge der Zeit mehr weichen werde, und es an diesen Ohrten gar heßlich aussehe, anbey wäre auch etwas an der Zimmerarbeith, weilen nicht erforderlich, mit scheiven Bänden versehen, vernachlässiget worden, könnte also dieser offene Maurenschaden sambt dem, was zwischen dem Anbau, und dem Haupt- oder Viehhaus, am Plathz der Mauren noch ebenmäßig ad 16 Fuß hoch, und einen starcken Fuß breit mit Frasen zugelegt, in tüchtigen Standt und höchst nöthige Verbesserung zu bringen, in die 10 Rtl. kosten. Wan aber die alte schon längst abgewichene Maur an der Seiten, worauff die Schwelle ligt, und sich in circa in der Länge in 50 Schuhe, und Höhe an die 7 Schuhe belauffet (wie mit derzeith, wo nicht die Zimmerarbeit an dem Ohrt gar niederfallen sollte, nöthig zu seyn erachtet wirdt) von Grund auff soll und muß neue gebauet werden, wurde solches ein weit mehreres kosten, und sich künfftig zeigen.
3) Der alte Schaaffstall, so gleich neben dem Haus gelegen, befinde sich zwaren noch passierlich im Tach, und zu allem Brauch dienlich, weilen aber Schwellen tons, müßte mit neuen Schwellen versehen werden, welches in Zimmerarbeit und Lohn etwa 2 ½ Rtl. kosten dörfte.
4) Der große Schoppen, welcher auch noch im guten Stande, müßte ebenmäßig mit neuen Schwellen versehen, und untermauret werden, welche Arbeit ebenmäßig mit etwa 2 ½ Rtl. auszumachen wäre.
5) Das alte Scheurgen, genannt alter Heuschoppen, wäre völlig verfallen, dahero nöthig und besser einen neuen zu bauen als zu reparieren.
6) Das Backhaus (worinnen ein Beisitzer sich einige Jahr aufhaltet und demselben sogleich vom Herrn Pastore Molitor als hochfreyherrlich fürstenbergischen Receptorendurch den Jäger Johann Hermann Laas, binnen 8 Tagen die Räumung anbefohlen worden) wäre noch ohne sonderliche Reparation in allem gnugsam brauchlich.
Es folgt am Tag darauf die Aufnahme des zum Hofe gehörenden Grundbesitzes. In weiteren Verhandlungen mit der Witwe und Colonin Anna Maria Feldmann erklärt diese zunächst, das Gut nicht länger bewirtschaften zu können. Nachdem sie allerdings ihren Schwiegersohn und Bürgermeister Hundt hat rufen lassen, erklärt sie, daß sie den Hof und das Gut bis Cathedra Petri des folgenden Jahres 1752 weiter bewirtschaften wolle, um dann den Hof an den Grundherrn Freiherr von Fürstenberg zurück zu geben. Auf die Vorwürfe, illegal Holz geschlagen zu haben, erläutert der Schwiegersohn Hundt, dass der größte Teil des geschlagenen Holzes aus einem eigenen Erbstück stamme, dass man vor Jahren vom Kloster Ewig erworben habe.
Es erscheint Johannes Peter Langenohl, der lange Zeit als Tagelöhner auf Hespecke gearbeitet hat. Er erläutert dem Gutachterausschuss zahlreiche Grundstücke. Am Abend des 30.03. kommt Bürgermeister Hundt von Ewig zurück und legt einen Tausch- und Wechselbrief vom 11.06.1680 vor, aus dem hervorgeht, daß Johann Krabbe mit dem Kloster Ewig einen Acker und Wald mit einer Größe von 14 Malterscheid getauscht habe.
Es folgt die Abschrift des Tauschbriefes vom 11. Juni 1680:
Zu wissen seye hiemit, daß heut dato zwischen denen wohlehrwürdigen- und wohlgelehrten Patre Priore, Procuratore und Conventualherren Closters Ewigh an einem, und dem ehrsamen und bescheidenen Johann Krabben zu Hespecke am anderen Theil, ein Tausch und Wechselung einiger Länderey halber eingangen, getroffen und geschlossen worden, benentlich haben wohlerwehnte Conventuales transferirt und überlassen ihre Länderey von 14 Malterscheydt am Reuters Bohle sampt dem Gebirg, oben des Krabben Landerey gelegen; hingegen obgemelter Johann Krabbe dem Closter übergelassen und cedirt vier Müdeschet Lands im langen Stücke an den Fernholter Kirchweeg stoßendt, uffm Bohle genant, so vor geraumer Zeit seines Krabben Vorfahren vom Closter laut vorhandener Nachricht, als uhralt adelich ohnerschatzbares freyes Guth an sich gebracht und die darüber ertheilte Documenta diesem Krabben, inmaßen selbsten contestiret, in der vor diesem binner der Stadt Attendorn erstandener Feursbrunst verkommenen, darbeneben noch cedirt und abgetrettenen drey Müddeschet Landes am Heimberge zwischen closterlicher Landerey und Doctoren Lindencampff Landeren gelegen, und nachdemahlen diese drey Müddeschet an die Stadt Attendorn schatzbar, das Closter aber mit dergleichen Schatzbarkeit nicht afficirt seyn will, so hat obgemelter Johann Krabbe, in Ansehung derselben in diesem Tausch dafür Gleichheit erhalten, den lauffenden Schatz an die Stadt Attendorn, ab diesen 3 Müddeschet am Heimberge in anderwerthe Länderey anzunehmen, und daraus zu entrichten auff und über sich genohmen und diesertwegen ein Theil dem anderen eviction zu praestiren versprochen, ohne einige der Rechten exception, Gefehrde und Argelist, dessen zu Urkund seindt gegenwärtiger Permutationscontract zwey eines gleichlautenden Inhalts ausgefertigt, und von obgemelten Herrn Priore, Procuratore und mir endts unterschriebenen dazu requirirten Notario und Gerichtsschrieibere Gogerichts Attendorn unterschrieben, auch mit Beytrückung closterlichen Einsiggel, und meines Notarii Ring-Pittschafft confirmirt und bestättiget worden. Sic actum Ewigh am 11ten Monats Junii dieses Tausent sechshundert achtzigsten Jahrs.
Joes Gertman Prior in Ewigh mpp.
Theodorus Essling, Procurator mpp.
Christophorus Zeppenfelt Notarius publicus et Judicii scriba, qui supra requisitus ad praemissa scripsit et subscripsit.
Zunächst wurde die bettlägrige Colonin und Witwe Anna Maria Feldmann befragt,
1) ob sie den neuen Anbau von Grund auf, aus ihren eigenen Mittelen angeschafft und verfertiget, und ob sie solches mit consens des Gnädigen Grundherrn Seine Excellenz von Fürstenberg, und in welchem Jahr geschehen seye. Sie bestätigt den Neubau vor ca. 18 Jahren, der mit Genehmigung des Grundherrn durchgeführt worden sei. Er habe dazu einen schweren Eichenbaum gestiftet. Die Gutachter prüfen daraufhin den Zustand des Gebäudes und halten fest, daß dieser neue Anbau, wie an das Haupt- oder Viehhaus angebauet worden, und sich in ohntadelhafften Standt, auch ein Stockwerck völlig auffgemauret, vor gegenwärtig sich befinde, nur, daß ein wenig tachlos, und NB: die Küche wegen verhütenden Feuersgefahr in anderen Standt nöthigst einzurichten wäre, 200 Rtl. gekostet haben könnte; der jetzige Wert wird mit 150-160 Rtl. veranschlagt.
2) Das Haupt- oder Viehhaus seye, wie sie nachgefraget, noch kürtzlich um 1741 neu gebauet, und vor Haupt nach dem Hoffplatz zu, eingangs der Fahrthüren, und an einer Seiten auff die alte Maur gesetzt, aber neben der Fahrthüre so wohl, als endigenden Breite der Mauren, so dan in der Breite unter dem Baubalcken, als der anderen Bauseiten, unter der auff der Mauren liegenden Schwellen nicht völlig ausgemauret, weder so höchst nöthig gewesen wäre, ausgebessert worden, woraus erstanden, daß die Zimmerarbeith, so an der Seiten auff der Mauren stehet, würcklich gewichen, und zu beförchten, daß länge der Zeit mehr weichen werde, und es an diesen Ohrten gar heßlich aussehe, anbey wäre auch etwas an der Zimmerarbeith, weilen nicht erforderlich, mit scheiven Bänden versehen, vernachlässiget worden, könnte also dieser offene Maurenschaden sambt dem, was zwischen dem Anbau, und dem Haupt- oder Viehhaus, am Plathz der Mauren noch ebenmäßig ad 16 Fuß hoch, und einen starcken Fuß breit mit Frasen zugelegt, in tüchtigen Standt und höchst nöthige Verbesserung zu bringen, in die 10 Rtl. kosten. Wan aber die alte schon längst abgewichene Maur an der Seiten, worauff die Schwelle ligt, und sich in circa in der Länge in 50 Schuhe, und Höhe an die 7 Schuhe belauffet (wie mit derzeith, wo nicht die Zimmerarbeit an dem Ohrt gar niederfallen sollte, nöthig zu seyn erachtet wirdt) von Grund auff soll und muß neue gebauet werden, wurde solches ein weit mehreres kosten, und sich künfftig zeigen.
3) Der alte Schaaffstall, so gleich neben dem Haus gelegen, befinde sich zwaren noch passierlich im Tach, und zu allem Brauch dienlich, weilen aber Schwellen tons, müßte mit neuen Schwellen versehen werden, welches in Zimmerarbeit und Lohn etwa 2 ½ Rtl. kosten dörfte.
4) Der große Schoppen, welcher auch noch im guten Stande, müßte ebenmäßig mit neuen Schwellen versehen, und untermauret werden, welche Arbeit ebenmäßig mit etwa 2 ½ Rtl. auszumachen wäre.
5) Das alte Scheurgen, genannt alter Heuschoppen, wäre völlig verfallen, dahero nöthig und besser einen neuen zu bauen als zu reparieren.
6) Das Backhaus (worinnen ein Beisitzer sich einige Jahr aufhaltet und demselben sogleich vom Herrn Pastore Molitor als hochfreyherrlich fürstenbergischen Receptorendurch den Jäger Johann Hermann Laas, binnen 8 Tagen die Räumung anbefohlen worden) wäre noch ohne sonderliche Reparation in allem gnugsam brauchlich.
Es folgt am Tag darauf die Aufnahme des zum Hofe gehörenden Grundbesitzes. In weiteren Verhandlungen mit der Witwe und Colonin Anna Maria Feldmann erklärt diese zunächst, das Gut nicht länger bewirtschaften zu können. Nachdem sie allerdings ihren Schwiegersohn und Bürgermeister Hundt hat rufen lassen, erklärt sie, daß sie den Hof und das Gut bis Cathedra Petri des folgenden Jahres 1752 weiter bewirtschaften wolle, um dann den Hof an den Grundherrn Freiherr von Fürstenberg zurück zu geben. Auf die Vorwürfe, illegal Holz geschlagen zu haben, erläutert der Schwiegersohn Hundt, dass der größte Teil des geschlagenen Holzes aus einem eigenen Erbstück stamme, dass man vor Jahren vom Kloster Ewig erworben habe.
Es erscheint Johannes Peter Langenohl, der lange Zeit als Tagelöhner auf Hespecke gearbeitet hat. Er erläutert dem Gutachterausschuss zahlreiche Grundstücke. Am Abend des 30.03. kommt Bürgermeister Hundt von Ewig zurück und legt einen Tausch- und Wechselbrief vom 11.06.1680 vor, aus dem hervorgeht, daß Johann Krabbe mit dem Kloster Ewig einen Acker und Wald mit einer Größe von 14 Malterscheid getauscht habe.
Es folgt die Abschrift des Tauschbriefes vom 11. Juni 1680:
Zu wissen seye hiemit, daß heut dato zwischen denen wohlehrwürdigen- und wohlgelehrten Patre Priore, Procuratore und Conventualherren Closters Ewigh an einem, und dem ehrsamen und bescheidenen Johann Krabben zu Hespecke am anderen Theil, ein Tausch und Wechselung einiger Länderey halber eingangen, getroffen und geschlossen worden, benentlich haben wohlerwehnte Conventuales transferirt und überlassen ihre Länderey von 14 Malterscheydt am Reuters Bohle sampt dem Gebirg, oben des Krabben Landerey gelegen; hingegen obgemelter Johann Krabbe dem Closter übergelassen und cedirt vier Müdeschet Lands im langen Stücke an den Fernholter Kirchweeg stoßendt, uffm Bohle genant, so vor geraumer Zeit seines Krabben Vorfahren vom Closter laut vorhandener Nachricht, als uhralt adelich ohnerschatzbares freyes Guth an sich gebracht und die darüber ertheilte Documenta diesem Krabben, inmaßen selbsten contestiret, in der vor diesem binner der Stadt Attendorn erstandener Feursbrunst verkommenen, darbeneben noch cedirt und abgetrettenen drey Müddeschet Landes am Heimberge zwischen closterlicher Landerey und Doctoren Lindencampff Landeren gelegen, und nachdemahlen diese drey Müddeschet an die Stadt Attendorn schatzbar, das Closter aber mit dergleichen Schatzbarkeit nicht afficirt seyn will, so hat obgemelter Johann Krabbe, in Ansehung derselben in diesem Tausch dafür Gleichheit erhalten, den lauffenden Schatz an die Stadt Attendorn, ab diesen 3 Müddeschet am Heimberge in anderwerthe Länderey anzunehmen, und daraus zu entrichten auff und über sich genohmen und diesertwegen ein Theil dem anderen eviction zu praestiren versprochen, ohne einige der Rechten exception, Gefehrde und Argelist, dessen zu Urkund seindt gegenwärtiger Permutationscontract zwey eines gleichlautenden Inhalts ausgefertigt, und von obgemelten Herrn Priore, Procuratore und mir endts unterschriebenen dazu requirirten Notario und Gerichtsschrieibere Gogerichts Attendorn unterschrieben, auch mit Beytrückung closterlichen Einsiggel, und meines Notarii Ring-Pittschafft confirmirt und bestättiget worden. Sic actum Ewigh am 11ten Monats Junii dieses Tausent sechshundert achtzigsten Jahrs.
Joes Gertman Prior in Ewigh mpp.
Theodorus Essling, Procurator mpp.
Christophorus Zeppenfelt Notarius publicus et Judicii scriba, qui supra requisitus ad praemissa scripsit et subscripsit.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 237.
30.03.1751 Hespecker Hof soll neu verpachtet werden
Kanzelverkündigung über die Neuverpachtung des Hespecker Hofes, unterzeichnet von Christian Franz Dietrich von Fürstenberg. Rückseitig die Publikationsvermerke der Pfarrer Josef Anton Höynck (Attendorn), Midderhoff (Schönholthausen), Nölle (Olpe) und Johann Bernhard Voß (Helden), Schlösser (Wenden).
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 227.
06.04.1751 Probleme bei der Verpachtung von Hespecke
Rentmeister Molitor teilt dem Rentmeister Holman in Herdringen mit, dass aufgrund der schlechten Witterung das Gut Hespecke zur Zeit nicht zu verpachten sei. Er werde sich bemühen, einen neuen Pächter zu finden; Bürgermeister Hundt habe nur um sich seiner selbst willen, nicht aber im Interesse seiner Schwiegermutter geredet, das Gut noch ein weiteres Jahr in Pacht zu halten. Da es immer mehr abgewirtschaftet werde, werde es auch immer schwieriger, einen neuen Pächter zu bekommen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 269.
16.05.1751 Siegel des Stephan Dingerkus
Brief des Stephan Dingerkus, Domvikar zu Münster, an Stallmeister Höynck in Herdringen. Mit gut erhaltenem schwarzen Lacksiegel. Dieses enthält in der Mitte den Dingerkusschen Anker, darüber den Prälatenhut mit je sechs Trollen. Siegelumschrift: ANCHORA MEA CHRISTUS EST.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 435, Blatt 345.
19.07.1751 Adolfsburger Schmiede verpachtet
Pachtvertrag. Damit wird dem Hufschmied Johannes Kirsch aus Würdinghausen für die Dauer von zwei Jahren die herrschaftliche Schmiede zu Adolfsburg verpachtet. Der Schmied darf mit seiner Frau im sogenannten Schmiedestübchen wohnen. Er ist u.a. verpflichtet, die herrschaftliche Uhr stets aufzuziehen und zu pflegen.
Quelle. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1725, Blatt 17.
Quelle. Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1725, Blatt 17.
02.08.1751 Lehnstag auf Schnellenberg
Lehnsverhandlung auf Schnellenberg in Anwesenheit des Franz Michael Honcamp, Richter zu Hallenberg und Oberkirchen und Lehnsrichter, Lehnssekretär Johann Georg Krähling, sowie Johannes Mues und Johann Caspar Schulte aus Saalhausen.
Demnach hat Johannes Wulner aus Saalhausen einen Lehnsbrief seines Sohnes Anton Wulner vom 01.09.1741 vorgelegt, wodurch dieser zusammen mit Johannes Wrede genannt Heers mit Teilen aus dem Wreden Gut zu Saalhausen belehnt worden war. Da Heers ohne männliche Erben verstorben sei, habe Wulner das Lehen allein bewirtschaftet. Anton Wulner beantragt nun die offizielle Belehnung als alleiniger Lehnsinhaber. Am 06.03.1752 zeigt Christian Schröder genannt Plencker auf der Stuggel zu Maumke an, dass Anton Wullner bereits seit drei Jahren verschollen sei. Er habe in holländischen Kriegsdiensten gestanden und sei wohl gefallen. Dies habe der Vater bei den Verhandlungen am 02.08.1751 verschwiegen.
Demnach hat Johannes Wulner aus Saalhausen einen Lehnsbrief seines Sohnes Anton Wulner vom 01.09.1741 vorgelegt, wodurch dieser zusammen mit Johannes Wrede genannt Heers mit Teilen aus dem Wreden Gut zu Saalhausen belehnt worden war. Da Heers ohne männliche Erben verstorben sei, habe Wulner das Lehen allein bewirtschaftet. Anton Wulner beantragt nun die offizielle Belehnung als alleiniger Lehnsinhaber. Am 06.03.1752 zeigt Christian Schröder genannt Plencker auf der Stuggel zu Maumke an, dass Anton Wullner bereits seit drei Jahren verschollen sei. Er habe in holländischen Kriegsdiensten gestanden und sei wohl gefallen. Dies habe der Vater bei den Verhandlungen am 02.08.1751 verschwiegen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1393.
21.09.1751 Herzogin von Bayern in Ahausen verstorben
Brief des Stephan Dingerkus senior an Stallmeister Höynck. Er teilt mit, dass die Herzogin Maria Anna von der Pfalz, Gemahlin des Prinzen Ferdinand von Bayern, in Ahausen entschlafen sei. Wo sie bestattet werden soll, sei noch unklar, da der Kurfürst in Clemenswerth weile.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 436, Blatt 102.
12.10.1751 Besichtigungsreise ins Südsauerland
Christian Franz Dietrich von Fürstenberg besichtigt an diesem Tag die Schnellenberger und Waldenburger Waldungen. Hierzu notiert er anschließend in seinem Tagebuch: "Reite ich auf die Waldenburg, wir horen in der Capellen meße. Auff dem neuwen hauße wirdt caffe getruncken." Auch die Lederfabrik am Schnellenberger Hospital wird besichtigt, "womitt es beßer gehen soll."
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akten AFH 362, Blatt 131
06.12.1751 Gut Hespecke bei Ewig verschuldet
Im Kloster Ewig treffen sich Rentmeister Molitor von Schnellenberg und die Colonin Witwe Anna Maria Feldmann und berechnen die Schulden der Pächterin. Einbezogen wird auch eine Berechnung vom 03.03.1751, die durch den Schwiegersohn der Pächterin, Johannes Balthasar Hundt, und ihren Sohn Caspar Feldmann unterschrieben wurde. Insgesamt schuldet die Pächterin 220 Rtl. 38 Schillinge 8 Pfennig. Daraufhin macht die Pächterin eine Gegenrechnung auf und benennt die am Haus und Gut durchgeführten Verbesserungen im Wert von 208 Rtl. Demnach bleibt die Witwe Feldmann den Betrag von 12 Rtl. 38 Schillinge 8 Pfennig schuldig.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 279.
12.01.1752 Wildschweindiebe in Elspe
Kurfürst Clemens August weist Amtsverwalter Gottfried Bresser in Attendorn an, eine Untersuchung gegen die Einwohner von Elspe einzuleiten, die nach einer Beschwerde der Witwe von Ketteler zu Haus Valbert bei Oedingen ein Wildschwein entwendet haben sollen. Die Klageschrift ist beigefügt. - Hierauf untersucht der Gograf am 3. Februar den Fall; hierzu werden Johannes Flape, verheiratet, Einwohner zu Elspe, und Josef Postel, verheiratet, Einsasse zu Elspe als Beklagte vernommen. Am 3. März werden als Zeugen der verheiratete Ein-wohner Hermann Plencker aus Elspe, der Küster Jost Molitor aus Elspe, der Gerichtsschöffe Johann Jobst Sömer genannt Bartels aus Elspe, der Schulmeister Johann Gottfried Benedikt Reuter aus Elspe, Jakob Spree, Knecht des Pastors in Elspe, Johanna Fecker, Köchin des Pastors von Elspe und der verheiratete Einsasse Jobst Dietrich Schmitgens aus Elspe vernommen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3242, Blatt 1 ff.
03.02.1752 Wilddiebe reden sich raus
Kurfürst Clemens August weist den Amtsverwalter Gottfried Bresser in Attendorn an, eine Untersuchung gegen die Einwohner von Elspe einzuleiten, die nach einer Beschwerde der Witwe von Ketteler ein Wildschwein entwendet haben sollen.
Das Protokoll über die gerichtliche Untersuchung des Falles durch Amtsverwalter Johann Gottfried Bresser ist beigelegt. Darin werden Johannes Flape, verheiratet, Einwohner zu Elspe, und Josef Postel, verheiratet, Einsasse zu Elspe als Beklagte vernommen. Am 3. März werden als Zeugen der verheiratete Ein-wohner Hermann Plencker aus Elspe, der Küster Jost Molitor aus Elspe, der Gerichtsschöffe Johann Jobst Sömer genannt Bartels aus Elspe, der Schulmeister Johann Gottfried Benedikt Reuter aus Elspe, Jakob Spree, Knecht des Pastors in Elspe, Johanna Fecker, Köchin des Pastors von Elspe und der verheiratete Einsasse Jobst Dietrich Schmitgens aus Elspe vernommen.
Letztlich verläuft die Angelegenheit im Sande, da eine Tat nicht nachgewiesen werden kann.
Das Protokoll über die gerichtliche Untersuchung des Falles durch Amtsverwalter Johann Gottfried Bresser ist beigelegt. Darin werden Johannes Flape, verheiratet, Einwohner zu Elspe, und Josef Postel, verheiratet, Einsasse zu Elspe als Beklagte vernommen. Am 3. März werden als Zeugen der verheiratete Ein-wohner Hermann Plencker aus Elspe, der Küster Jost Molitor aus Elspe, der Gerichtsschöffe Johann Jobst Sömer genannt Bartels aus Elspe, der Schulmeister Johann Gottfried Benedikt Reuter aus Elspe, Jakob Spree, Knecht des Pastors in Elspe, Johanna Fecker, Köchin des Pastors von Elspe und der verheiratete Einsasse Jobst Dietrich Schmitgens aus Elspe vernommen.
Letztlich verläuft die Angelegenheit im Sande, da eine Tat nicht nachgewiesen werden kann.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 3242, Blatt 29.
24.03.1752 Plassmannshof wechselt den Besitzer
Tauschvertrag zwischen dem Freiherrn Christian von Fürstenberg einerseits und Ferdinand Leymann und Johann Everhard Zeppenfeld zu Attendorn
andererseits. Darin überträgt Ferdinand Leymann dem Freiherrrn von Fürstenberg seinen Buschberg und das Rodeland in
der Rammelsbocke und sein wildes Golsterland am Stürzenberge; Everhard Zeppenfeld aber überträgt seinen Buschberg und das Rodeland am Vogelsang. Leymann und Zeppenfeld versprechen weiter, binnen eines Jahres noch für 80 Rtl. andere dem Hause
Schnellenberg gelegene Grundstücke zu verschaffen oder obige 80 Rtl. mit 3% zu verzinsen. Dafür erhalten sie im Gegenzug den Plaßmannshof.
andererseits. Darin überträgt Ferdinand Leymann dem Freiherrrn von Fürstenberg seinen Buschberg und das Rodeland in
der Rammelsbocke und sein wildes Golsterland am Stürzenberge; Everhard Zeppenfeld aber überträgt seinen Buschberg und das Rodeland am Vogelsang. Leymann und Zeppenfeld versprechen weiter, binnen eines Jahres noch für 80 Rtl. andere dem Hause
Schnellenberg gelegene Grundstücke zu verschaffen oder obige 80 Rtl. mit 3% zu verzinsen. Dafür erhalten sie im Gegenzug den Plaßmannshof.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 3129.
05.09.1752 Haus an der Ennester Straße verkauft
Kaufvertrag. Damit verkauft Johann Baptist Molitor dem Kämmerer Stephan Dingerkus in Attendorn den so genanten Stutenplatz in der Stadt Attendorn auff der Ennester Straßen zwischen Mullen und Stolgens Hofe. Dieses Grundstück gehört dem fürstenbergischen Armenfonds und brachte bislang die Pacht von 1 Rtl. jährlich ein. Nun wird das Grundstück zum Preis von 41 Rtl. verkauft.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4089.
12.09.1752 Bildweber möchte Bewohner des Hospitals werden
Peter Peters aus Köln, wohnhaft in Attendorn, bittet mit Frau und Kindern um Aufnahme in das Hospital; er ist ein vortrefflicher Weber und Bildweber.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 4082.
03.11.1752 Geschenke aus dem Heiligen Land
Fr. Richard Ulecken, Franziskanerpater, schreibt aus Bethlehem an Lucia von Fürstenberg zu Köln und übersendet 5 Rosenkränze, 20 kleine Kreuze, davon 10 aus Ebenholz und 10 aus Therebintenholz, alle haben heilige Orte berührt und wurden auf dem heiligen Grab in Jerusalem benediziert. Er möchte sich mit den Gaben bedanken, die durch Pater Pacificus Wichtrich überbracht werden.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 438, Blatt 128.
03.01.1753 Begutachtung des Gutes Hespecke bei Ewig
Begutachtung des Gutes Hespecke in der Prozess-Sache Witwe Ferdinand Feldmann als Klägerin gegen den Conductor Franz Jeecke als Beklagten. So hatten sich der Gerichtsschöffe Henning Dingerkus im Beisein des Gerichtsdieners Johannes Schummel, des Schwiegersohnes Johannes Balthasar Hundt, der Herren Krähling und Honenkamp als Vertreter des Freiherrn von Fürstenberg, sowie im Beisein der Zeugen Backhäuser zu Dahlhausen und Johann Peter Langenohl, Beisitzer in Erlen, nach Hespecke begeben, um Haus und Gut zu begehen und zu begutachten. Dabei ergeben die Ländereien einen Wert von 74 Rtl. 40 Schillinge 9 Pfg.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte AFH 1196, Blatt 291 ff.
02.05.1753 Inventar des Hauses Hespecke bei Ewig
Bericht der Gerichtsschöffen Henning Dingerkus und Peter Teipel, die sich auf Befehl des Gografen Bresser zu Attendorn zum Haus Schnellenberg begeben hatten, um dort das vom Gut Hespecke beschlagnamte und vorhandene Vieh zu taxieren, da der Verwalter Franz Jeeck gekündigt hat und vom Haus wegziehen will. So befinden sich auf Schnellenberg von Hespecke zur Zeit 6 rote Kühe, 4 schwarze Kühe, 2 fahle Kühe, 6 Rinder, 9 Kälber. Außerdem wurde übergeben 20 Milchfässer und 2 Eimer, 1 Gemüseschabe, 2 Büttenständer, 2 Schmierfässer, 3 Pflüge, 4 Eggen, 1 Wagen, 4 Dreschflegel, eine Schneidebank und 3 Wannen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 1196, Blatt 303.
03.05.1753 Hespecker Inventar sichergestellt
Bericht der Gerichtsschöffen Henning Dingerkus und Peter Teipel, die sich auf Befehl des Gografen Bresser zu Attendorn zum Haus Schnellenberg begeben hatten, um das dort vom Gut Hespecke beschlagnamte und vorhandene Vieh zu taxieren, da der Concuctor Franz Jeeck gekündigt hatte und vom Haus wegziehen will. Auf Schnellenberg befinden sich 6 rote Kühe, 4 schwarze Kühe, 2 fahle Kühe, 6 Rinder, 9 Kälber. Außerdem wurden übergeben 20 Milchfässer und 2 Eimer, 1 Gemüseschabe, 2 Büttenständer, 2 Schmierfässer, 3 Pflüge, 4 Eggen, 1 Wagen, 4 Dreschflegel, eine Schneidebank, 3 Wannen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, Akte 1196, Blatt 303.
13.05.1753 Dienstordnung für die Schnellenberger Haushälterin
Ordnung für die Haushälterin auf Schnellenberg
"Die Haußhalterinne hatt sich, biß ein anderes verordnet, nachfolgende Punkte zu verhalten:
1. Morgens praecise umb 6 Uhr soll ein jehder zum Tisch sich einfinden, wie bereits befohlen und wird ihr ein für all verbotten, außer der ordentlichen Zeith einem besonders auffzutischen, es seye dan, daß in herrsch[aftlichen] Affairs einer auffgehalten wäre.
2. umb 8 Uhr wird denen Armen das Frühstück gegeben, auf gleiche Weiße.
3. Umb 11 Uhr wird denen Armen das Mittags Essen gereichet, dahbey einem jehdem ein Becher Bier gegeben.
4. Umb 12 Uhr für die Ackerknechte und Bedienten angerichtet, dahbey jehden ein halb Maeß Bier, den Ackerknechten dünne und guth Bier wexelweiße.
5. Abents umb 6 Uhr wird wieder für die Armen angerichtet, bekombt jehder einen Becker Bier.
6. Umb 7 Uhr wird denen Ackerknechten, Jägeren und Bedienten ihr Eßen gegeben, dahbey jehder wieder ein halbmaeß Bier.
7. die Küche wird allen verbotten, und kann sich jehder in der ordinair Speiß Stuben einfinden zu gehörigen Zeithen.
"Die Haußhalterinne hatt sich, biß ein anderes verordnet, nachfolgende Punkte zu verhalten:
1. Morgens praecise umb 6 Uhr soll ein jehder zum Tisch sich einfinden, wie bereits befohlen und wird ihr ein für all verbotten, außer der ordentlichen Zeith einem besonders auffzutischen, es seye dan, daß in herrsch[aftlichen] Affairs einer auffgehalten wäre.
2. umb 8 Uhr wird denen Armen das Frühstück gegeben, auf gleiche Weiße.
3. Umb 11 Uhr wird denen Armen das Mittags Essen gereichet, dahbey einem jehdem ein Becher Bier gegeben.
4. Umb 12 Uhr für die Ackerknechte und Bedienten angerichtet, dahbey jehden ein halb Maeß Bier, den Ackerknechten dünne und guth Bier wexelweiße.
5. Abents umb 6 Uhr wird wieder für die Armen angerichtet, bekombt jehder einen Becker Bier.
6. Umb 7 Uhr wird denen Ackerknechten, Jägeren und Bedienten ihr Eßen gegeben, dahbey jehder wieder ein halbmaeß Bier.
7. die Küche wird allen verbotten, und kann sich jehder in der ordinair Speiß Stuben einfinden zu gehörigen Zeithen.
Archiv des Freiherrn von Fürstenberg-Herdringen, AFH 1069, Seite 558.